Full text : Gesetzes- und Verordnungs-Blatt für das Großherzogtum Baden. Jahrgang 1914. (46)

Nr.  XXVI.  165

Gesetzes-  und  Verordnungs-Blatt

für  das  Großherzogtum  Baden.

 

Ausgegeben  zu  Karlsruhe,  Montag  den  8.  Juni  1914.

 

Inhalt.

Bekanntmachungen:  des  Ministeriums  des  Großherzoglichen  Hauses,  der  Justiz  und  des
Answärtigen:  die  Abänderung  der  Fischereiordnung  für  den  Untersee  und  Rhein  betrefjend;  die  Abänderung  der  Fogelsjandordnung
  für  den  Untersee  und  Rhein  betreffend.

 

Bekanntmachung.
(Vom  3.  Juni  1914.)
Die  Abänderung  der  Fischereiordnung  für  den  Untersee  und  Rhein  betreffend.

In  gegenseitigem  Einverständnis  sind  die  §§  12  B  Ziffer  1  und  2,  20  Absatz  3,  26,
28  Absatz  8  und  9,  und  31  Absatz  1  der  am  3.  Juli  1897  zwischen  dem  Großherzogtum
Vaden  und  der  Schweiz  vereinbarten  Fischereiordnung  für  den  Untersee  und  Rhein  (Gesetzesund
  Verordnungsblatt  1897  Seite  269)  geändert  worden,  wie  folgt:

1.

—E

In  §  12B  erhalten  Ziffer  1  und  2  folgende  Fassung:

„1.  Der  Fang  von  Gangfischen  und  Kropffelchen  (Kilchen)  ist  mit  Fanggeräten
  gestattet,  welche  eine  Weite  der  Offnungen  (Maschenweite)  von  mindestens
25  mun  haben.

2.  In  der  Zeit  vom  20.  November  bis  25.  Dezember  dürfen  im  Rhein  Facheuböhren
  mit  nur  25  mm  Maschenweite  verwendet  werden.  Innerhalb  zwei  Jahren
nach  Inkrafttreten  dieser  Verordnung  dürfen  die  zur  Zeit  gebräuchlichen  Fachenböhren
mit  nur  23  mm  Maschenweite  noch  aufgebraucht  werden;  neue  Fachenböhren  müssen
dagegen  eine  Maschenweite  von  25  mm  haben.“

In  §  20  erhält  Absatz  3  folgende  Fassung:

„Als  Seefeiertage  gelten  außer  den  Sonntagen:  Neujahr,  Dreikönigstag,  Charfreitag,
  Ostermontag,  Himmelfahrtstag,  Pfingstmontag,  Fronleichnamstag,  Peter  und
Paul,  Mariä  Himmelfahrt,  Allerheiligen,  Christtag  und  Stephanstag.“

3.  §  26  erhält  folgende  Fassung:

„In  einem  Fischereibetrieb  dürfen  gleichzeitig  verwendet  werden:
a.  auf  der  Weiße  und  Halde  nicht  mehr  als  insgesamt  10  und  auf  der  Weiße,  Halde
und  Tiefe  nicht  mehr  als  insgesamt  12  Stellnetze;

Gesetzes=  und  Verordnungsblatt  1011.  31