Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1917 (4)

436  Nr.  62.  1917.

und  Bestandserhebung  von  Rohdachpappen  und  Dachpappen  aller  Arten,  wird
hiermit  zur  allgemeinen  Kenntnis  gebracht.  »

Die  Ortsobrigkeiten  werden  aufgefordert,  für  die  Bekanntgabe  dieser  Anordnung
  innerhalb  ihrer  Bezirke  Sorge  zu  tragen  und  die  Durchführung  zu
überwachen.

Schwerin,  den  5.  April  1917.

Großherzoglich  Mecklenburgisches  Ministerium  des  Innern.
Im  Auftrage:  Walter.

Bekanntmachung
Nr.  Pa.  123/3.  17.  K.R.A.,

betreffend  Beschlagnahme  und  Bestandserhebung  von  Rohdachpappen  und  Dachpappen
  aller  Arten.
Vom  5.  April  1917.

Nachstehende  Bekanntmachung  wird  auf  Ersuchen  des  Königlichen  Kriegsministeriums
  hiermit  zur  allgemeinen  Kenntnis  gebracht  mit  dem  Bemerken,  daß,  soweit  nicht
nach  den  allgemeinen  Strafgesetzen  höhere  Strafen  verwirkt  sind,  jede  Zuwiderhandlung

egen  die  Bashlagnahmevolschriften  nach  §  6  7)  der  Bekanntmachungen  über  die  Sicherues
  von  Kriegsbedarf  vom  24.  Juni  1915  (RGBl.  S.  357)  in  Verbindung  mit
gen  Ergänzungsbekanntmachungen  vom  9.  Oktober  1915  und  vom  25.  November  1915
(Rl.  S.  645  und  787)  und  vom  14.  September  1916  (Röl.  S.  1019)  und  jede
Zuwiderhandlung  gegen  die  Meldepflicht  nach  §  5““*)  der  Bekanntmachungen  über  Vor-#



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*)  Mit  Gefängnis  bis  zu  einem  Jahre  oder  mit  Geldstrafe  bis  zu  zehntausend  Mark  wird,
sofern  nicht  nach  allgemeinen  Strafgeseten  höhere  Strafen  verwirkt  sind,  bestraft:
38111111lll.  ;
.wer  unbefugt  einen  beschlagnahmten  Gegenstand  beiseiteschafft,  beschädig  oder  zerstört,
berwerdet,  Berauft  oder  kauft  oder  ein  anderes  Veräußerungs=  oder  Erwerbsgeschäft
er  ihn  abschließt;  ·
.toerderVerpflichmng,diebeschlagnahmtenGegenständezuverlvahrenundpfleqllchsu
behandeln,  zuwiderhandelt;
él  wer  den  nach  §  5  erlassenen  Ausführungsbestimmungen  zuwiderhandelt.

*“)  Wer  vorsätzlich  die  Auskunft,  zu  der  er  auf  Grund  dieser  Verordnung  verpflichtet  ist,  nicht
in  der  gesetzten  Frist  erteilt  oder  wissentlich  unrichtige  oder  unvollständige  ngaben  macht,  wird
mit  Gefängnis  bis  zu  6  Monaten  oder  mit  Geldstrafe  bis  zu  zehntausend  Mark  bestraft,  auch  können
Vorräte,  die  verschwiegen  sind,  im  Urteil  für  dem  Staate  verfallen  erklärt  werden.  Ebenso  wird
bestraft,  wer  vorählien  die  vorgeschriebenen  Lagerbücher  einzurichten  oder  zu  fübren  unterläht.  Wer
fahrlässig  die  Auskunft,  zu  der  er  auf  Grund  dieser  Verordnung  verpflichtet  ist,  nicht  in  der  gesetzten
Frist  erteilt  oder  unrichtige  oder  unvollständige  Angaben  macht,  wird  mit  Geldstrafe  bis  zu  dreitausend
Mark  oder  im  Unvermögensfalle  mit  Gefängnis  bis  zu  6  Monaten  bestraft.  Ebenso  wird  bestraft,
wer  fahrlässig  die  vorgeschriebenen  Lagerbücher  einzurichten  oder  zu  führen  unterläßt.