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Uebungen im freien Vortrag. Diese Mittel voll auszunützen
muß eine vornehmliche Sorge der Lehrer sein.
Geschuꝛs mh dem sdlut en in 14 und V serbundenen
ichtserzählungen liefern gleichzeitig einen passenden Sto
zum mündlichen bezw. Griftilthen Nacherzählen.
Wo entsprechend vorgebildete Lehrer für wbilosophische
Propädeutik vorhanden sind, bleibt es den Direktoren freigestellt,
die Grundzüge der letzteren im anschluß an konkrete
Unterlagen, wie 46 z. B. einzelne platonische Dialoge bieten,
in I lehren zu lassen.
6. Die Verminderung der Stunden für das Lateinische
an den Gymnasien um 15 und an den Realgymnasien um
11 wöchentlich ist in erster Linie durch die unabweisbare
Forderung einer Verminderung der Gesammtstunden und der
ermehrung der Turnstunden geboten gewesen. Bei den
Gymnasien kam überdies noch die Nothwendigkeit der Verlairsung
des Deutschen, des Zeichnens und der Aufnahme des
Englischen in den Lehrplan dazu.
ine so bedeutende Verminderung der Wochenstunden bedingte
eine Aenderung des Lehrziels. An dem Gymnasium
mugte nach Wegfall des lateinischen Aufsatzes auf stilistische
Fertigkeit in dem bisherigen Umfang verzichtet werden, ein
Verzicht, welcher ohnehin durch die abnehmende Werthschätzung
des praktischen Gebrauchs des Lateinischen und die auch in
Gelehrten= und Lehrerkreisen abnehmende Fertigkeit in demselben
bedingt war.
erständnis der bedeutenderen Kacsstichen Schriftsteller
Roms und diejenige geistige Zucht, welche bewährtermaßen
durch eindringliche Beschäftigung mit den alten Sprachen erworben
wird, ist das allgemeine Ziel dieses Unterrichts.
Jmerzalk dieser Grenzen ist die diesem Fache zugewiesene
bedeutsame Aufgabe trotz der Stundenverminderung auch
fernerhin zu lösen. Dies setzt allerdings voraus, daß, wie
ereits angeordnet, der grammatische Lernstoff und der anzueignende
Wortschatz auf das Regelmäßige und für eine gründliche
Lektüre Nothwendige beschränkt und die schri W°7—
Uebungen lediglich nach dem allgemeinen Lehrziel bemessen
werden. Die eine Stunde, welche in den drei oberen Klassen
fernerhin noch für grammatische Zusammenfassungen und mündliche
wie schriftliche Uebungen bleibt, soll dazu dienen, die erworbene
Sicherheit festzuhalten und die Lektüre von störendem
grammatischen Beiwerk frei zu machen. Aufgabe der Direktoren
und Aufsichtsbehörden wird es sein, allen Versuchen energisch
entgegenzutreten. welche darauf abzielen, diese den schriftlichen
Uebungen gezogenen Grenzen zu überschreiten und die Schriftstellerlektüre
durch Hereinziehen grammatischer Erörterungen