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Großherzogl. S. Weimar-Eisenach'sches
Regierungs-Blall.
Nummer 19. Den 25. November 1828.
Nachdem durch den todtlichen Hintritt des Großherzogs Carl August,
Königl. Hoheit, das Ehrenamt eines Rectoris magnilicentissimi der Ge-
sammt-Universität Jena (S. Regier. Blatt v. Jahre 1824 Nr. 1 S. 1), erledige
worden war, wendete sich der akademische Senat an Se. Königl. Hoheit, den
gnädigst regierenden Großherzog Carl Friedrich, mit dem unterthänigsten
Gesuche um huldreichste Amahme des Nektorates; und Allerhöchstdieselben ge-
ruheten nicht nur jener Bitte gnädigst zu entsprechen, sondern auch den 31. Ok-
tober, den Tag des Reformations-Festes, zur feyerlichen Uebernahme zu bestim-
men. Eine Deputation des akademischen Senats, gebildet von dem dermahligen
Prorektor, dem ordentl. Professor der Theologie L). Hoffmann und den derzei-
tigen Dekanen der vier Fakultäten, dem Kirchenrathe und ordentl. Professor der
Theologie D. Baumgarten-Crusius, dem Geheimerathe und Ordinarius der Ju-
risten-Fakultät L. Schmid, dem geheimen Hofrathe und ordentl. Professor der
Medizin D. Stark d. 4. und dem ordentl. Professor der Philosophie L. Hand,
erschien an diesem Tage in Weimar, und erhielt Mittags 2,1/2 Uhr auf dem
Residenz-Schlosse bey Sr. Königl. Hoheit dem Großherzoge eine feyerliche Au-
dienz. Am Schlusse derselben geruheten noch Se. Königl. Hoheit der Grohher=
zog, als Rektor der Universitat, höchsteigenhändig drey Diplome zu unterzeichnen,
wodurch Se. Durchlaucht der Prinz Wilhelm August Eduard (zweyter Sohn Sr. Hoheit
des Herzogs Carl Bernhard), Se. Durchlaucht der Prinz Albrecht August Friedrich
Carl Ludwig Anton Alerander Gustav Bernhard Eduard (zweyter Sohn Sr. Durchlaucht
des Primen Georg Carl Friedrich zu Sachsen Altenburg) und Se. Durchlaucht der
Prinz Albrecht Franz August Carl Emannel (zweyter Sohn des regierenden Her-
zogs Ernst zu Sachsen Coburg-Gotha, Durchlaucht,) unter die Zahl der akade-
mischen Bürger aufgenommen wurden.
Auch ist an dem festlichen Tage
von des Großherzogs Königl. Hoheit dem ordentlichen Professor der Theolo-
gie, . Andreas Gottlieb Hoffmann, als dermaligen Prorektor der Uni-