Volltext : Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1831. (15)

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##.  50.

Ohne  die  schuldigen  Gebühren  entrichtet  zu  haben,  wird  Niemand  seines
Karzer-Arrestes  entlassen.  Die  Sitzgebühren  betragen  für  jeden  der  ersten  drey
Tage  6  gr.,  für  jeden  der  folgenden  aber  1  gr.  Sie  sind  jederzeit  für  die  ganze
zuerkannte  Strafzeit  zu  entrichten.

8.  51.

Durch  die  Einzeichnung  in  das  Strafbuch  unterwerfen  sich  die  dazu  Verurtheilten
  für  künftige  Vergehungen  einer  härteren,  als  der  sonst  gesetzlichen  Strafe,
nahmentlich  der  Verweisung  von  der  Universität,  nach  dem  Ermessen  der  akademischen
  Behörden.

g.  562.

Auf  die  Einzeichnung  in  das  Strafbuch  kann  nach  Befinden  neben  allen  bis
jetzt  genannten  Strafen  erkannt  werden.

g.  53.

Alle  von  anderen  Universitaͤten  Relegirte  oder  Konsiliirte  haben  sich  bey  verstatteter
  Aufnahme  (§.  8)  der  Einzeichnung  in  das  Strafbuch  zu  unterwerfen.

g.  54.
Wer  sich  der  Einzeichnung  in  das  Strafbuch  weigert,  wird  sofort  von  der
Universitaͤt  entfernt.

g.  65.

Das  Consilium  abcundl  ist  die  mildere  Art  der  Verweisung  von  der  Uni—-versitaͤt
  und  straft  durch  temporaͤre  Entziehung  des  akademischen  Buͤrgerrechtes,
wovon  jedes  Mahl  den  befreundeten  Universitaͤten  Nachricht  zu  geben  ist.

g.  56.

Die  Dauer  des  Consilii  abeundi  wird  in  dem  Straferkenntnisse  mit  ausgesprochen.
  Sie  darf  nicht  unter  einem  halben  Jahre  und  nicht  uͤber  zwey  Jahre
erkannt  werden.  Nach  Ablauf  der  erkannten  Zeit  kann  die  Immatrikulation  auf
die  F.  8  vorgeschriebene  Weise  von  Neuem  gesucht  werden.  Ob  die  Immatrikulation
  zu  verstatten,  haͤngt  dann  von  dem  Ermessen  der  akademischen  Behoͤrden  ab.