Full text: Großherzoglich Sachsen Weimar-Eisenachisches Regierungs-Blatt aufs Jahr 1831. (15)

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. 79. 
Geschiehet die Beherbergung auf ein von einem andern Studirenden aus- 
gestelltes Einquartierungs-Billet oder sonst unter Umstanden, welche auf eine 
Theilnahme an gesetzwidrigen Verbindungen schließen läßt, so kommt §. 76 zur 
Anwendung. 
g. 80. 
Nicht von der Verordnung im §. 79, wohl aber von der allgemeinen Ver- 
ordmmg im §. 78 ist der Fall ausgenommen, wenn der Beherbergte ein leiblicher 
Bruder oder sonst ein naher Verwandter des Beherbergenden ist und mit den 
gehörigen Nachweisungen hierüber die Beherbergung dem Universitäts-Amte zur 
gehörigen Zeit angezeigt wird. Es muß diese Anzeige in den ersten Stunden 
nach der Ankunft und, wenn solche zu später Tageszeit erfolgt, vor 10 Uhr des 
anderen Tages geschehen. Die Anzeige gilt längstens für drey Tage und bey 
längerer Beherbergung muß das Universitäts-Amt um besondere Erlaubniß ange- 
gangen werden. Wer dieses vernachlässiget, verfällt nunmehr in die Strafe 
n 
g. 81. 
Alle Vereinigungen zu Baͤllen, anderen Lustbarkeiten und oͤffentlichen Feyer- 
lichkeiten, sie moͤgen innerhalb der Stadt oder außerhalb derselben vorgenommen 
werden, beduͤrfen der Erlaubniß des Prorektors, um welche bey dem uUniversitäts- 
Amte nachzusuchen ist. 
g. 82. 
Die Erlaubniß zu Aufzuͤgen mit Fackeln kann nur mit Zustimmung der obe- 
ren Polizey-Behoͤrde in Weimar ertheilt werden. 
g. 83. 
Fuͤr Unschicklichkeiten, Ausschweifungen im Trunk, Stoͤrungen der oͤffentlichen 
Ruhe und alle Ungebuͤhrnisse, die in einer Gesellschaft oder im Gefolge derselben 
veruͤbt werden, sind die Unternehmer der Gesellschaft verantwortlich. Auch sollen 
Vergehen dieser Art an allen Schuldigen besonders geahndet werden. 
g. 84. 
Das Verbleiben in den öffentlichen Häusern nach der Polizey-Stunde, d. h. 
11 Uhr des Abends, ist bey Strafe von 1 Thlr. 6 gr. für das erste Mahl 
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