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gen der Einzelstaaten an, sich der lästigen Gesetze und Einrich—
tungen aus den Revolutionsjahren zu entledigen; die „Grundrechte
des deutschen Volkes“ wurden nach und nach da, wo sie
bereits eingeführt waren, wieder beseitigt; die Verfassungen in
einigen Staaten ihrer demokratischen Bestandtheile entkleidet, die
Tagespresse durch strenge Verordnungen und Strafbestimmungen
unschädlich gemacht und alle zur Stärkung der Regierungsgewalt
dienlichen und den schweigsamen Gehorsam der Unterthanen
befördernden Mittel des alten Polizeistaates in verschärfter
Weise wieder hergestellt. Siegesfreudig und hoffnungsvoll durchzogen
die Missionsprediger der Jesuiten die deutschen Lande,
um bei der allgemeinen Reaction als Bannerträger voranzugehen,
und die ultramontane Partei schöpfte die kühnsten Hoffnungen,
seitdem in Oesterreich durch ein unbegreifliches Concordat
der kaiserlichen Regierung mit dem päpstlichen Stuhle der katholischen
Geistlichkeit eine Unabhängigkeit gewährt worden, wie sie
dieselbe früher nie besessen.
Nach der Verurtheilung der Manteuffel'schen Politik von
Seiten des preußischen Volkes that die Volkspartei das ihrige,
diese Erkenntniß wach zu halten. In langjährigen Verfassungskämpfen
wuchs das moralische Bewußtsein des Volkes.
Nach Uebernahme der Regierung durch den Prinz-Regenten,
späteren König Wilhelm, wurde es daher auch eine nothgedrungene
Aufgabe der Regierung, Preußens Ansehen nach Außen wieder
herzustellen. Auf das liberale Ministerium Schwerin-Auerswald
folgte das nach Außen starke und umsichtige Ministerium Bismarck.
Dasselbe begann in der deutschen Frage eine Haltung einzunehmen,
deren erste Consequenz der dänisch-deutsche Krieg von
1864 war, der mit der Loßreißung der Elbherzogthümer von
Dänemark endete.
Freilich war es nach der allgemeinen Meinung des Volkes
ein abermaliger Mißgriff der preußischen Politik, behufs der
Befreiung der Elbherzogthümer eine Allianz mit unserem Erbfeinde
Oesterreich zu schließen. Die Falschheit und Hinterlist