Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1837. (21)

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urkundlich  ist  gegenwärtiger  Nachtrag  von  Uns  hoͤchsteigenhaͤndig  vollzogen
  und  mit  Unserem  Großherzoglichen  Staatsinsiegel  versehen  worden.

So  geschehen  und  gegeben  Weimar  am  81.  Dezember  1836.

Carl  Friedrich.

Ernst  August  von  Gersdorff.
Fdt.  Ernst  Müller.

II.  Alle  Polizey-Unterbehörden,  welche  mit  der  Ausstellung  von  Reisepässen
oder,  nach  imserer  Bekanntmachung  vom  9.  vorigen  Monathes,  mit  der  Ausfüllung
  und  Aushändigung  der  Wanderbücher  beauftragt  sind,  werden  hiermit
angewiesen,  dergleichen  Reise-Legitimationen  an  Soldaten  des  aktiven  Bestande
  s  oder  der  Kriegs-Reserve  nur  nach  Beibringung  einer  Urlaubsbescheinigung
des  betreffenden  Großherzoglichen  Bataillons  =  Kommando's  auözustellen  und
darin,  nebst  der  Dauer  der  Gültigkeit  des  Passes  oder  Wanderbuches  bezüglich
  des  Urlaubs,  ausdrücklich  zu  bemerken,

daß  der  Beurlaubte,  wenn  vor  Ablauf  seines  Urlaubs  ein  Krieg  ausbrechen
  sollte,  an  welchem  die  Truppen  des  Durchlauchtigsten  deutschen
Bundes  Theil  nehmen,  sich  alsdann  ohne  Abwartung  einer  Order  hierzu
ungesäumt  in  seinen  Garnison-Ort  zu  verfügen  und  bei  seinem  Kompagnie-Kommando
  zu  melden  hat.

Für  die  diesfallsige  Einrückung  im  Passe  oder  Wanderbuche  ist  eine  besondere
  Gebühr  nicht  in  Ansatz  zu  bringen.

Weimar  am  4.  April  1837.

Großherzoglich  Sächsische  Landes-Direktion.
F.  von  Schwendler.