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Der jüngste Sohn des Großherzogs Friedrich
Franz, der ebenfalls vor dem Vater starb, sechsunddreißigjährig
im Jahre 1821, hieß Adolf. Er residirte
auf dem Fürstenhof in Wismar, wo er noch sehr
in Ehren stehen soll. Er gehört wieder zu den Convertiten
des Hauses, seir 1818 war er katholisch
geworden: er wurde in der Helenenkirche im Schloßgarten
zu Ludwigslust begraben.
Die älteste Tochrer, die ein ganzes Menschenalter
schon vor dem Vater, 1801, gestorben war, war die
Gemahlin des höchst wunderlichen, durch seine abenteuerlichen
Ercentricitäten bekannt gewordenen vorletzten
Sprößlings des alten 1825 erloschenen Hauses
Sachsen-Gorha, des Herzogs Emil August,
der als Dame Cour von seinem Hofe annahm und als
Mandarin gekleidet in seinem Staatsrath präsidirte 1):
die Ebe hatte nur ciwas über drei Jahre gedauert.
Die Ercentriritäten des Herzogs zeigten sich erst nach
dem Tode dieser mecklenburgischen Prinzessin und der
geheime Grund derselben soll, wie mir erst nach Abdruck
der sächsischen Hofgeschichte aus verläßlicher Quelle
bekannt geworden ist, eine unglückliche Liebe des Herzogs
Emil August gewesen sein zu einer schönen
merherrin von Plessen, geberne Carnap. Gegenwärtig
besitzen die Stenglin's — ursprünglich eine augeburgische
Patriziersamilie — nur noch das kleine Gut Beckendorf bei
Boitzenburg in Mecklenburg. Ein Baron Stenglin fungirt
als Hofmarschall der verwituveten Großherzogin Alerandrine,
gebornen Prinzessin von Preußen.
1) Sächsische Hesfgeschichte Band II. Seite 53 ff.