Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1844. (28)

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II.  Obwohl  wir  die,  bereits  im  Jahre  1816  getroffene  Anordnung,  nach
welcher  allenthalben  da,  wo  sich  Landstraßen  und  Vicinal-Wege  kreuzen  oder
theilen,  Wegweiser  errichtet  werden  sollen,  durch  unsere  Bekanntmachung
vom  20.  März  1832  (Regierungs-Blatt  v.  J.  1882  S.  49)  in  Erinnerung
gebracht  haben:  so  ist  doch  zu  bemerken  gewesen,  daß  an  vielen  Orten  die
vorschriftsmäßigen  Wegweiser  noch  gänzlich  fehlen,  oder  nicht  in  genügender
Anzahl  vorhanden  sind.

Die  betroffenen  Polizei-Unterbehörden  erhalten  daher  hiermit  wiederholt
die  Anweisung,  den  betheiligten  Wegebaupflichtigen  ihrer  Bezirke  die  Herstellung
  in  die  Augen  fallender,  mit  Oelfarbe  schwarz  und  gelb  anzustreichender,
Wegweiser  überall  an  den,  den  gedachten  Behörden  geeignet  erscheinenden
Stellen  binnen  endlicher  Frist  bis  zum  1.  Juli  k.  J.  unter  Strafandrohung
  aufzugeben.

Nach  Ablauf  dieser  Frist  erwarten  wir  berichtliche  Anzeige  von  dem  zur
Befolgung  unserer  obigen  Anordnung  Geschehenen,  mit  besonderer  Angabe  der
Zahl  und  der  Stelle  der  in  den  verschiedenen  Ortsfluren  gesetzten,  bezüglichvorhandenen
  Wegweiser.

Weimar  am  9.  November  1844.

Großherzoglich  Sächische  Landes-Direktion.
von  Conta.

III.  Wir  bringen  hierdurch  zur  oöffentlichen  Kenntniß,  daß  künftig  nur
diejenigen  auf  Beförderung  in  höhere  und  wichtigere  Forstdienst-Stellen  sich
Hoffnung  machen  können,  welche  bei  dem  Abgange  von  der  Großherzoglichen
Forstschule  zu  Eisenach  als  so  unterrichtet  sich  ausgewiesen  haben,  daß  sie  an
den  Forst-Tarations-Arbeiten  Theil  nehmen  können,  und  Letzteres  nach  Ausweis
  der  hierüber  von  der  Großherzoglichen  Forst-Tarations-Kommission  zu
Eisenach  auszustellenden  Zeugnisse  später  eine  Zeit  lang  mit  gutem  Erfolge  gethan
  haben.

Weimar  den  18.  November  1844.

Großherzoglich  GSächsische  Kammer.
Carl  Thon.

IV.  Se.  Königliche  Hoheit,  der  Großherzog,  haben  mit  verfassungsmäßiger
Zustimmung  des  getreuen  Landtages  dem  Erblehngute  zu  Vieselbach  auf  unterthänigstes
  Nachsuchen  des  jetzigen  Besitzers,  Johann  Wilhelm  Lochm  ann  daselbst,