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mit der Du mich in freundschaftlicher Weise betrauiest und
die ich auf Deine ausdrückliche Bitte angenommen habe, gefährdet,
wenn nicht unmöglich gemacht.
Die ganze Schwere der Entscheidung ruht jetzt auf Deinen
Schultern, sie haben die Verantwortung für Krieg oder Frieden
zu tragen.
Wilhelm.
Der Zar
an Kaiser Wilhelm.
Peterhof, 30. Juli 1914 (1 Uhr 20 nachmittags).
Ich danke Dir von Herzen für Deine rasche Antwort. Ich
entsende heute abend Tatisheff mit Instruktion. Die jetzt in
Kraft tretenden militärischen Massnahmen sind schon vor fünf
Tagen beschlossen worden, und zwar aus Gründen der Verteidigung
gegen die Vorbereitungen Oesterreichs.
Ich hoffe von ganzem Herzen, dass diese Massnahmen in
keiner Weise Deine Stellung als Vermittler beeinflussen werden,
die ich sehr hoch anschlage. Wir brauchen Deinen starken
Druck auf Oesterreich, damit es zu einer Verständigung mit
uns kommt.
Nikolaus.
vI.
Der Zar
an Kaiser Wilhelm.
31. Juli 1914.
Ich danke Dir von Herzen für Deine Absicht, die einen
Hoffnungsschimmer aufleuchten lässt, dass doch noch alles
friedlich enden könnte Es ist technisch unmöglich, unsere
militärischen Vorbereitungen einzustellen, die durch Oesterreichs
Mobilisierung notwendig geworden sind.
Wir sind weit davon entfernt, einen Krieg zu wünschen.
Solange wie die Verhandlungen mit Oesterreich und Serbien