Full text: Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1847. (31)

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Pfund netto Kölnischen Gewichts auf Drei Thaler Zehen Groschen, oder Drei 
Pfennige für das Pfund festgesetzt und jedesmal bei dem Empfange der ange- 
wiesenen BViehsalzmengen an die betreffende Saline-Verwaltung baar zu be- 
zablen, insofern nicht ein Theil dieses Preises, als Steueraufschlag, alsbald 
bei dem Empfange der Anweisung an die Steuerstelle zu entrichten ist. 
Auf denjenigen Salinen jedoch, wo der durch Vertrag mit Unserem Land- 
schafts-Kollegium ausbedungene Verkaufspreis des aus weißem Kochsalze berei- 
teten Viehsalzes (S. 17) sich höher belaufen sollte als Drei Thaler Zehen 
Groschen für die Tonne, ist dieser höhere Preis — ohne allen Steuer- 
aufschlag — zu zahlen. 
Dagegen wird das schwarze und gelbe Salz (C. 16) zu dem, gleichfalls 
von Unserem Landschafts -Kollegium vertragsmäßig zu bestimmenden Salinen= 
Preise, auch unter dem Betrage von Drei Thalern Zehen Groschen für die 
Tonne, zur Viehfütterung abgegeben; und es unterliegt dasselbe nur da, wo 
ein Steueraufschlag von dem besonders bereiteten Biehsalze (S. 17) erhoben 
wird, diesem Aufschlage gleichfalls und in gleichem Betrage. 
Unser Landschafts-Kollegium wird die Preise, zu welchen hiernach sowohl 
das aus weißem Salze bereitete Viehsalz als das schwarze und gelbe Salz 
von den verschiedenen Salinen zu beziehen ist, sowie, zu welchen Antheilen 
diese Beträge an die Steuerstellen und an die Salinen-Verwaltungen zu ent- 
richten sind, öffentlich bekannt machen. 
g. 26. 
Die Empfänger haben das Viehsalz aus dem Magazine der Saline, auf 
welche die Anweisung lautet, selbst abzuholen, auch die erforderlichen Säcke 
oder Gefäße zur Verladung mit zur Stelle zu bringen, nicht minder die Ko- 
sten des Transports aus eigenen Mitteln zu bestreiten. 
g. 27. 
Im Betreff der Transport-Legitimation sind auch bei dem Viehsalze die 
oben 8. 13 ruͤcksichtlich des Kochsalzes deshalb ertheilten Vorschriften genau 
zu beobachten. 
C. Gewerbe salz betreffend. 
. 28. 
Die Bewilligung von weißem Kochsalze zu ermäßigten Preisen darf über- 
haupt nur solchen Gewerbetreibenden zu Theil werden, bei denen Salz einen 
Hauptbestandtheil ihres Fabrikats selbst bildet, oder ein wesentliches Fabrika- 
tions-Mittel ist, insofern zugleich diese Fabrikate von entschiedener und an- 
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