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putzet, kömmt ein gast Rockenphilos. 1,112; unsinnlicher:
sich mit einf ällen putzen, aufputzen; ietzt wöllen
Putzlappen — Onader.
sich euwer gelehrten putzen Luther 5, 82"; — intrans. P
das kleid putzt. ziert, bringt den Eindruck des Putzens
hervor. Bei Maurern ein haus putzen (Adelung)
den Bewurf desselben glätten. 2) putzen, an butze 1
(Bd. 1, 525) angeschlossen, = sich vermummen: leere
schneckenhäuser, gar manch gespenst hat sich darein
geputzt Goethe Faust II, 4. — In Zusammensetzungen
zu 1: Putzlappen, m., -wulver, n., Lappen, Pulver zum
Putzen. — Putzschere, k. Schere zum Putzen eines Lichtes.
— Putzsucht, k. Sucht sich zu putzen. — Putztuch, n.
Tuch zum Putzen. — Putzzeug, n. Zeug zum Putzen:
zwei taschen mit karten und putzzeug Moltke 4, 44.
Putzer, m. der da putzt; Gerät zum Putzen; oberdeutsch
Verweis Schmeller: einen p. erhalten, einem
einen p. geben. — putzig, drollig, von butze 1 (Bd. 1,
525) — Kobold, neckende Gestalt, gebildet: dem putzigen
Pyramide — Qual. 1224
thierchen Geibel 2, 138; frack, der sehr putzig
um seine eingeschnurrten gliedmaszen herumhing Heyse
ar. 3, 195; wie ein putziger bedienter hinten auf dem
wagen steht Keller Werke 10, 167. In Tirol butzig
7 klein, winzig Schöpf; auch Frisch kennt putzig
ein.
Phramide, k. Bezeichnung der altägyptischen Königsgräber,
in eigentümlicher, oben in eine Spitze endender
Form, aus griech. pyramis; von pyramidenförmigen
Dingen, Denksteinen, Grabmälern: das mausoleum deines
oheims — seine einzige pyramide Schiller Fiesko 2, 13;
eine pyFramide in der kirche Seume Spaz. 1, 19; Bezeichnung
eines geometrischen Körpers; im östlichen
Deutschland pyramide, weihnachtspyramide ein hölzerner,
spitz zulaufender, mit Querhölzern versehener Ständer,
der an Stelle des Weihnachtsbaumes mit Lichtern und
Zuckerzeug behängt wird; bei Soldaten: gewebre in eine
pyramide zusammensctzen.
O.
O, Laut und Zeichen, stets nur in der Verbindung
qu (— ky) erscheinend; der Name nach lat. Vorbilde kü.
Quabbe, quack, quacken, quäcken, s. quappe, quak,
qduaken, qdunken.
QLuackelei, f. unstetes, unfertiges Thun: ungereimdte
quackeley Simpl. 4, 398; bei Goethe 59, 269 quaäkelei.
— qauackeln, schwanken, wanken, nicht recht wissen, was
man eigentlich will, thöricht schwatzen: was da der
schöne dummkopf (ein Wiedehopf) qguackelt C wackelt)
Gleim 3, 268; als derbe Schimpsworte quackelhans,
guackelliese für in Thun und Reden unentschiedene
Personen. — Znassalber, m. unwissender Arzt, Kurpfuscher;
aus niederl. quacksalver, allpfes, katraleptes,
e#us unguentarius (Kilian), eigentlich den umherziehenden
und schreienden Heilsalbenverkäufer bezeichnend,
seit 16. Ih. hochdeutsch: kauft inn der noht, sagen
die betrengten quacksalber, so habt zhrs im tod Garg.
158; quaksalber unguenkarins Schottel; der erschrockene
quacksalber muszte . seinen apothekerkasten
ausräumen CFMeyer Jenatsch 257; Schimpfwort
für einen Arzt insgemein: der donner soll dem
verlluchten quacksalber die Knochen entzwei schmeiszen
Rabener 3, 141. — Ouacksalberei, f. Thun, Beschäftigung
als Quacksalber: qu. treiden; Mittel eines Qunacksalbers:
von solchen quacksalbereien wird kein mensch
gesund. — quacksalbern, Quacksalberei treiben: an einem
herum quacksalbern; auch bildlich: am staate, an gesellschaftlichen
übeln quacksalbern.
Quader, m. f. viereckiger behauener Stein, mhd. als
Masc. und Neutr. quäder, vom mittellat. Gewerksausdruck
quadrus (lapis) viereckiger (Stein) entlehnt:
qunadrus ein quader Dief.; die ältere masculine Form,
mit dem Plur. die quader: den ungeheuren quader
Schiller Fiesko 3, 4; weinen möchten diese quader
5, 5, ist in heutiger Spr. fast allgemein dem Fem., mit
dem Plur. die quadern gewichen: aus unsrer burg zu
brechen eine quader Geibel 1, 240; eine dieser gewaltigen
quadern Moltke 4,269; im eigentlichen Sinne:
wenn quader fest an quader schlieszt Geibel 1, 200;
straszen mit . den schönen aus quadern erbauten
palästen Moltte 1, 220; frei, vergleichend: die ehre
einer frau ist eine ehrne mauer, wer die durchgräbt,
der spaltet quadern auch Grillparzer 5,211; von
quaderförmigen Zeichnungen: sie (die Thür) war in
marmorirten quadern ubermalt Wildenbruch Nov.
128. — Zusammensetzungen: Quaderstein, m. verdeutlichend
für quader, mhd. quäderstein: die kleine burg,
aus rohem quaderstein gesugt Droste 218; ebenso
Quaderstück, n.: brunnen mit diamantenen quader--stücken
gepflastert Wieland Sylv. 6, 3.
Quak, das Froschgeschrei, auch das Geschrei der Enten
nachahmend. — qualen, den Laut quak ausstoßen; auch
quacken, selbst guaguen bei Schuppius; von Fröschen:
coaxare quacken ader schrihen als ein frosz, quaxen
wie die fröschen, gwaxen Dief.; mit langem Vocal:
hört ihr den laubfrosch qguaken? Voß JIdyll. 18, 71;
die quakenden frösche Seume Spaz. 1, 120; kurzvocalisch:
wenn aber die frösche lange nicht quacken
wollen, so will auch das laub nicht kommen. folglich
quacken die frösche das laub heraus Hebel 2, 37; von
Enten, Gänsen, Raben, Krähen: enten und gänse
qduakten im teiche; schweizerisch: auagen, quaken schreien
wie ein Rabe Stalder; krähe die . quackend umherbüpfte
Keller Seldw. 2, 34; frei und tranf.: märsche
quacken Lenan 354.— quäken, Nebenform des vorigen,
von einem helleren Tone gebraucht; bei Jägern von
der Stimme der Füchse und dem Geschrei der Hasen
Adelung; auch von der Stimme der Frösche: er
dveket wie ein frosch Stieler; so läszt der frösche
volk sein quecken hören Haller 101; eind wir
schon in frösche verwandelt? .. mich däucht ich höre
mich selbst schon quäken Wieland Sylov. 3,2; von
Menschen: quäkende kinder; man entscheide sich, quäkte
das polizeimännlein Gaudy Erz. 91. — Quäker, m.
der da quäkt; vom Frosch: da er (der Storch) im begriff
war, den kleinen unschuldigen quäker hinunter
zu schlingen Wieland Sylv. 1, 6. Anderes qunker,
religiöse Sekte in England Hebel 2, 231.
Onal, k. großes Weh, Pein; nur hoch= und niederd.
Wort, ahd. chwala, quala, chäla, alts. qguäla, mhd. quäle,
küle und qual, kal, im Ablaut zu altengl. cwalu gewaltsamer
Tod; zu dem alten ausgestorbenen Verbum
altengl. ewelan, alts. quelan, ahd. quelan, chelan, mhd.
queln, gewaltsam steben, gepeinigt werden, gehörig, das
wieder im litt. gelti wehe thun, gela Schmerz, altflar.
zali Leid seine Urverwandten hat; wahrscheinlich ein alter
Rechtsausdruck für eine schmerzhafte Leibes= und Lebensstrase,
daher spät auch noch für Folter gebraucht; ein
Plur. im vereinzelnden Sinne ist erst eine jüngere Erscheinung.
Masculine Nebenform ganz vereinzelt: Rey-