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Regierungs-Zlat
für das
Großherzogthum
Sachsen-Weinar-Eiserac.
Nummer 12. Weimar. 12. Mai 1871.
Ministerial-Bekanntmachungen.
(43) I. Auf Grund des Artikels 21 des Bundesgesetzes vom 17. August 1868
und im Einbenehmen mit der Normal-Eichungs-Kommission des Bundes wird mit
Höchster Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit, des Großherzogs, über die Beschaffenheit
der Schankgefäße hierdurch für das Großherzogthum Folgendes verordnet:
8. 1.
Alle für den Ausschank von Wein und Bier in Wirthschaften bestimmten
Gefäße jeder Art müssen mit einem äußerlich eingeschliffenen, eingeschnittenen
oder eingebrannten Strich versehen sein, welcher bei der Aufstellung des Gefäßes
auf einer horizontalen Ebene den Soll-Inhalt begrenzt.
Zulässig sind für den genannten Zweck nur solche Gefäße, deren Soll-Inhalt
einer der von der Maaß= und Gewichts-Ordnung vom 17. August 1868 für den
öffentlichen Verkehr zugelassenen Maaßgrößen (siehe §. 5 der Eichordnung vom 16.
Juli 1869) entspricht.
Schankgefäße von /4, ½/½ und 1/1 Liter bedürfen keiner weiteren Bezeichnung
ihres Inhalts.
Andere nach der Maaß- und Gewichts-Ordnung zulässige Größen sind durch
Einschleifen, Einschneiden und Einbrennen des Inhalts nach Liter in der von der
Eichordnung vorgeschriebenen Weise besonders zu bezeichnen.
§. 2.
Der Strich, welcher den Soll-Inhalt begrenzt, muß
a) bei Schankgefäßen für Wein wenigstens ½ Centimeter,
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