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ten Theil der erkrankten Stücke, zuweilen mehr als die Hälfte derselben hinweg.
Es liegt daher im eigenen Interesse eines jeden Besitzers von Rindvieh,
nach Kräften, insbesondere auch durch Unterstützung der bezüglichen polizeilichen
Anordnungen, der Entstehung und Verbreitung der Lungenseuche entgegen
zu wirken.
Zu diesem Behufe empfiehlt sich außerdem
1) die Vermeidung des Ankaufes von Rindvieh oder von Heu und Stroh
aus Gehöften, ja aus Gegenden, in welchen zumal innerhalb des letzten
Jahres die Lungenseuche vorgekommen ist,
2) die Vermeidung der Zusammenstellung neu eingekaufter Stücke mit anderen,
bis man sich von ihrer Ungefährlichkeit genügend überzeugt hat
und
3) die größte Vorsicht in Benutzung fremder Ställe, sowie der Eisenbahn
zum Vieh-Transporte u. s. w.
III. Mit dem 1. September dieses Jahres wird das Großherzoglich Oldenburgsche
Nebenzollamt I zu Varrelgraben nach Wahrthurm verlegt
und der am letzteren Orte bereits errichtete Ansageposten mit demselben in der
Art verbunden werden, daß er als solcher für das Hauptzollamt Delmenhorst
dient.
Dem hiernach zu Wahrthurm errichteten Nebenzollamte 1 wird die Befugniß
beigelegt:
1) zur Ausstellung von Begleitscheinen I und 1 für die Effekten und kleinen
Waarenmengen, welche von Reisenden über dasselbe ein= und durchgeführt
werden;
2) zur Erledigung von Begleitscheinen I.
Unter Bezugnahme auf die Ministerial-Bekanntmachung vom 8. September
1854 (S. 333 des Regierungs-Blattes von dem genannten Jahre) wird
dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Weimar am 3. August 1858.
Großherzoglich Sächsisches Staats-Ministerium,
Departement der Finanzen.
Für den Departements-Chef.
K. Bergfeld.