Metadaten : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1817. (12)

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net  sind,  so  wie  alle  Stistungs-WVerwalter  werden  hiemit  angewiesen,  auf  den  15.
dieses  Monats  Bericht  hieher  zu  erstatten:
wos  an  entbehrlichen  Früchten  von  jeder  Gattung  zum  Verkauf  ausgeseht,  und
was  davon  bis  zum  15.  d.  M.  unter  Beobachtung  der)  in  der  General-Verordnung
  vom  50.  vorigen  Monats  enthaltenen)  Vorschriften  verkauft  worden
  sey.,
So  lange,  bis  alle  entbehrlichen  Früchte  verkauft  sind)  ist  die  Erstattung  dieses
Berichts  je  am  15.  und  letzten  Tage  seden  Monats  fortzusetzen.
Gegeben,  Stuttgart  den  5.  Mai  1817.  Die  in  der  Theurungs-Angelegenheit
niedergesetzte  Commission.

Decret  der  in  der  Theurungẽ  „  Angelegenheit  niedergesetzten  Commission  an  saͤmmtliche  Oberaͤmter,  in
Betreff  der  Einsendung  der  Fruchtpreis=  oder  Schrannen,  Zettel.  Den  5.  May  167).

Diesenigen  königlichen  Oberbeamten,  in  deren  Oberamts-Bezirk  sich  offentliche
Fruchtmärkte  befinden,  werden  angewiesen,  unmittelbar  nach  sedem  Markttage  den
reiß  é*,  oder  Schrannen,=  FJettel  unfehlbar  an  die  unterzeichnete  königliche,  Commission
einzusenden.  «

Da,woeinFmchtmarktaußerhalbder-Oberamts-Stadtbesteht,istsquschleunigung
  der  Sache  die  Einleitung  zu  treffen,  daß  entweder  der  erste  Ortsvorsteher,
  oder  der  Marstmeister  den  Schrannenzettel  mit  der  Addresse;

vAn  die  wegen  der  Theurung  niedergesetzte  Commission  in  Stuttgart“
sogleich  nach  sedem  Markttage  bey  der  nächstgelegenen  Post  ausgebe-Gegeben
  Stutegart  den  5.  Mai  1877.  Die  in  der  Theurungs  Angelegenheie
"  niedergesetzte  Commission.

Belehrung  uͤber  die  unter  dem  Rindvieh  herrschende  Sterz--Seuche.

Unter  dem  Rindvieh  hat  sich  neuerlich  etwas  allgemeiner,  jedoch  gefahrlos,  der
nnter  dem  Nahmen  Sterz-Seuche  bekannte  Zufall  eingestellt)  wobei  3,  4  —  5
untere  Glieder  des  Schwanzes  gelähmt  erscheinen.  Hält  man  nämlich  den  Schwanz
an  feinen  obern  Theilen  wagrecht  in  die  Höhe)  so  fallen  die  gelähmte  untern  sich
selbst  üuberlassen,  beynahe  senkrecht  herab:  die  Haut  ist  daselbst  angeschwollen,  und
wie  weich  gegerbtes  Leder  anzufühlen.  Wird  an  dem  Anfang  der  Lähmungs=  Stielle
irgend  ein  Enczjündungs-Reiz  angebracht,  marht  man  z.  B.  einen  Haut,  Einschnitt
da.  elbst,  und  Cringr  in  diesem  ein  Reize-Mittel,  wie  Pfeffer,  oder  brennt  die  Stelle
mit  gluhendem  Eisen,  oder  befeuchtet  die  Einschnitts-Stelle  mit  Spleß-Glanz-Butter,
  und  bedekt  sie  nachher  mit  einer  Harz-Salbe,  wozu  die  meisten  Karren-Salben,
besonders  die  braunen)  tangen,  0,  wird  die  Lähmung  gehoben.  Kann  man  die  ergriffenen
  Thier  bei  gutem  Wetter  ins  Freie  führen,  ihnen  etwas  reichliche  Nahrungbeibringen,
  und  mit  einem  Pulver  aus  Wachholderbeeren,  Eichenrinde  und  Enzian=Wurzeln
  mit  Kuchensal;,  von  jedem  gleichviel,  unterstüßen,  so  ist  dieß  ein  zweckmäßiges
  Verfahren.  Stuttgart,  den  5.  May  1817.

Section  des  Medicinal-Wesens.