Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1877. (61)

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handelt.  Es  müssen  diese  Gegenstände  vielmehr  stets  an  den  Adressaten  oder
dessen  Bevollmächtigten  selbst  bestellt  werden.

15)  In  demselben  Absatz  kommt  der  zweite  Satz:  „Sind  bei  Postaufträgen
  mehrere  Personen  bezeichnet,  so  erfolgt  die  Vorzeigung  nur  an
den  zuerst  genannten  Adressaten  oder  dessen  Bevollmächtigten“  in
Wegfall.

16)  Im  §.  36,  die  „Berechtigung  des  Adressaten  zur  Abholung  der

Briefe  u.  s.  w.“  betreffend,  erhält  der  Absatz  V  folgende  Fassung:

V  Die  Bestellung  erfolgt  jedoch,  der  abgegebenen  Erklärung  des  Adressaten
ungeachtet,  durch  Boten  der  Postanstalt:

1)  wenn  der  Absender  es  verlangt  und  dieses  Verlangen  auf  der  Adresse,
z.  B.  durch  den  Vermerk  „durch  Eilboten“  2c.  ausdrücklich  ausgesprochen
  hat  (§.  21);

2)  wenn  es  auf  die  Bestellung  von  Briefen  mit  Behändigungsschein
(§.  35)  bez.  auf  die  Vorzeigung  von  Postaufträgen  (5§.  20  und
20  a)  ankommt;

3)  wenn  der  Adressat  nicht  am  Tage  nach  der  Ankunft,  oder  wenn  er
außerhalb  des  Ortsbestellbezirks  der  Postanstalt  wohnt,  nicht  innerhalb
  der  nächsten  drei  Tage  den  zu  bestellenden  Gegenstand  abholen
  läßt.

17)  Hinter  dem  §.  41  tritt  der  folgende  neue  Paragraph  hinzu:

8.  41..
Nachlieferung  von  Zeitungen.

Bei  verspätet  erfolgender  Bestellung  auf  Zeitungen  ist,  wenn  von  dem
Bezieher  die  Nachlieferung  der  für  die  Bezugszeit  bereits  erschienenen  Nummern
einer  Zeitung  gewünscht  wird,  für  das  an  die  Zeitungs--Verlags-Postanstalt
wegen  der  Nachlieferung  abzulassende  besondere  Bestellschreiben  das  tarifmäßige
Franko  von  10  Pf.  zu  entrichten.  Ebenso  ist,  wenn  Bezieher  von  Zeitungen
die  nochmalige  Lieferung  einzelner  ihnen  fehlender  Nummern  der  Zeitung  verlangen,
  für  das  dieserhalb  an  die  Verlags-Postanstalt  zu  richtende  postamtliche
Schreiben  das  Franko  von  10  Pf.  zu  erlegen.