Full text : Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1883. (67)

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3.  im  unteren  Theile  der  Umrahmung  die  Strafandrohung:

Wer  Reichskassenscheine  nachmacht  oder  verlälscht,  oder  nachgemachte  oder  verfälschte
Reichskassenscheine  wissentlich  in  Verkehr  bringt,  wird  nach  §§  146  Dis  140  des  Strafgeselzbuchs
  vom  15.  Mai  1871  bestraft.

Die  Rückseite  zeigt

1.  auf  der  größeren  rechten  Hälfte  in  einem  Viereck  ein  stilisirtes  Blattmuster  mit
der  Zahl  20¼,  554  und  einem  flatternden  Bande,  welches  in  rother  Farbe  die
Werthbezeichnung  Swanzig  Ulark“,  Fünf  Mark  enthält;

2.  auf  der  kleineren  linken  Hälfte,  ebenfalls  in  rother  Farbe,  oben  Litera  und
Nummer  des  Scheines,  unten  den  auf  den  Seiten  mit  der  Zahl  204,  „54  und
mit  guillochirten  Feldern  umrahmten  Ausfertigungsstempel  der  Reichsschuldenverwaltung,
  welcher  aus  dem  Reichsadler  und  der  Umschrift  ?  Reichsschulden--verwaltung
  besteht.

)  Besondere  Kennzeichen
1.  der  Reichskassenscheine  zu  Zwanzig  Mark.
Die  Scheine  sind  9  Centimeter  hoch  und  14  Centimeter  breit.  Der  Kupferstichdruck  ist
grünschwarz.  Die  Strafandrohung  ist  mit  deutschen  Buchstaben  hergestellt.
Der  Rahmen  der  Schauseite  ist  mit  vielfach  verschlungenen  Linien  ausgefüllt.  Das  Wort

’REICHSKASSENSCIIEIN“
im  oberen  Theile  der  Umrahmung  steht  auf  einem  Bande.

Die  Inschrift  der  Mitte  ist  auf  einer  Platte,  über  der  Platte  ist  das  Reichswappen  angebracht.
  Das  Wappen  ist  rechts  und  links  mit  Früchten  und  Blättern  umgeben,  welche  sich
nach  den  Seiten  hinüberziehen,  durch  ein  Band  mit  einander  verknüpft  sind  und  an  diesem
von  zwei,  zu  den  Seiten  der  Platte  stehenden  Knaben  getragen  werden.  Die  Platte  ist  mit
dem  Fuß,  auf  welchem  Palmen  ruhen,  durch  eine  Maske  ornamental  verbunden.  Die  Palmen
umschließen  den  unteren  Theil  und  die  beiden  Seiten  der  Platte.

2.  der  Reichskassenscheine  zu  Fünf  Mark.

Die  Scheine  sind  8  Centimeter  hoch  und  12,  Centimeter  breit.  Der  Kupferstichdruck  ist
blauschwarz.  Die  Strafandrohung  ist  mit  lateinischen  Buchstaben  hergestellt.

Der  Rahmen  der  Schauseite  ist  mit  Rankenwerk  verziert.  Das  Wort

é’REICIISKASSENSCIIEIN‘
im  oberen  Theile  der  Umrahmung  steht  auf  einer  Tafel.

Rechts  von  der  in  der  Mitte  angebrachten  Inschrift  tritt  aus  dem  Rahmen  ein  geharnischter
  Ritter  heraus,  welcher  mit  seinem  halb  ausgestreckten  Arm  ein  zweihändiges,  auf  der
Schulter  ruhendes  Schwert  stützt.  Der  linke  Arm  hängt  herab,  die  Hand  pält  einen  Schild.
Auf  diesem  Schild,  welcher  die  untere  rechte  Ecke  des  Rahmens  zum  Theil  bedeckt,  ist  das
Reichswappen  angebracht.

Berlin,  den  18.  Jannar  1883.

Reichsschuldenverwaltung.
Sydow.  Hering.  Merleker.  Michelly.