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Vortrag des Epischen.
Die Felsen sind davon gefärbt, es tragen
Die Dornen seiner Haare blut'gen Raub.
Ich lange bei ihm an, ruf ihn mit Namen —
(Tont##te und Zeitmaß abnehmend.)
Er streckt mir seine Hand entgegen, öffnet
Ein sterbend Aug' und schließt es alsbald wieder.
Mꝛit halber Stimme, schwach, sterbend.)
„Der Himmel“, spricht er, „entreißt mir mit Gewalt
„Ein schuldlos Leben. O wenn ich dahin,
„Nimm, teurer Freund, der ganz verlassenen
„Aricia dich an! — Und kommt dereinst
„Mein Vater zur Erkenntnis, jammert er
„Um seinen fälschlich angeklagten Sohn,
„Sag' ihm, um meinen Schatten zu versöhnen,
„Mög' er an der Gefangnen gütig handeln,
„Ihr wiedergeben was —“
(Langsam, schmerzlich, nur halblaut.)
hier hauchte er
Die Heldenseele aus; in meinen Armen
Blieb ein entseelter Leichnam nur zurück,
Ein traurig Denkmal von der Götter Zorn,
Unkenntlich selbst für eines Vaters Auge.
Die nachfolgende Erzählung ist in lebendiger Tonart, mit
keckem, züisüigen hier und da etwas trotzigem Tone vorzutragen.
Das Zeitma
ist belebt.
(Berichtend.)
Kein Jahr ist's noch daß ich mich selbst gefunden;
Denn bis dahin lebt' ich mir selbst verborgen,
Nicht ahnend meine fürstliche Geburt.
Mönch unter Mönchen fand ich mich, als ich
Anfing zum Selbstbewußtsein zu erwachen,
Und mich umgab der strenge Klosterzwang.
Der engen Lebensweise widerstand
Der mut'ge Geist, und dunkel mächtig in den Adern
Empörte sich das ritterliche Blut.
(Erzählend, kräftiger.)
Das Mönchsgewand warf ich entschlossen ab,
Und floh nach Polen, wo der edle Fürst
Von Sendomir, der holde Freund der Menschen,
Mich gastlich aufnahm in sein Fürstenhaus,
Und zu der Waffen edlem Dienst erzog.