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1) entschiedene Arianer. Sie behaupteten, der Logos sey ein
Geschoͤpf, nur das edẽisie aller Geschöpfe, und selbst
schon darin von allen übrigen verschieden, daß er von
Gott unmittelbar aus Nichts hervorgebracht sey. Sie
läugneten Ewigkeit und Allwissenheit des Sohnes Gottes.
2) Solche, die auf dem Wort Homousios bestanden, das
Ansehen- des Nicälschen Symbolums mit allem Eifer verfochten,
und sdie Wahrheit für verloren hielten, wenn
man nicht bei diesem Wort bleibe.
3) Solche, die wie es schien in der Hauptsache ganz richtig
von der Gottheit Christi dachten, aber den Nicäischen und
Athanasiusischen Sprachgebrauch unschicklich fanden.
Manchmal war wohl diese Mittelpartie, wie es bei allen
Mittelpartien zu gehen pflegt, von- allen Arianischen Begriffen
nicht ganz frei, aber die Benennung Semiarianer
ist doch eben so ungerecht als unschicklich.
Arianern und Athanasianern war eine um das Jahr 340
sich erhebende neue Partie gleich entgegen, welche den Bischof
von Sirmium, Photinus, zum Anführer hatte. Dieser gieng
so weit, zu behaupten, Christus sey bloßer Mensch, der erst augefangen
habe zu eristiren, da er von Maria geboren wurde.
Mit diesem Manne Jesus habe sich eine besondere göttliche
Kraft verbunden, und weil er sich der vollkommensten Tugend
beflissen, so habe ihn Gott an Sohnes statt angenommen.
Diese Meinung wich zu sehr von den damals allgemein angenommenen
Begriffen ab, als daß sie ihr Glück hätte machen
sollen: Photin wurde abgesetzt, und seine Meinung anathematisirt.