Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1828. (5)

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Diese  Sustentations-Summen  werden  nach  der,  zur  Zeit  des  Ablebens  des  Kronprinzen
  bestandenen  Zahl  seiner  minderjährigen  Kinder  in  Häupter  vertheilt  und  hdren
mit  dem  Eintritte  in  Apanagen,  oder  mit  dem  allmähligen  Eintritte  der  volljährigen
Söhne  und  Töchter  in  persönliche  Sustentationen  (Art.  59  und  45)  oder  mit  dem  Ableben
  eines  dieser  minderjährigen  Kinder,  auf.

Art.  41.

Wenn  ein  nachgeborner  Sohn  des  Königs  vor  seinem  Vater  mit  Hinterlassung
bon  Kindern  stirbt;  so  erhalten  auch  Leßtere  eine  Sustentation,  deren  Gesamt-Betrag,
wenn  nur  zwei  vorhanden  sind,  in  der  Hälfte,  wenn  es  drei  sind,  in  drei  Viertbeilen,
und  wenn  mehr  als  drei  vorhanden  sind,  in  der  ganzen  Sustentations-Summe  besteht,
welche  ihr  verstorbener  Vater  zu  genießen  hatte.

Diese  Sustentation  haben  sie  nach  Häuptern  zu  beziehen;  sie  fällt  aber  nach
den  betreffenden  Antheilen  zurück,  wenn  eines  der  Kinder  stirbt,  oder  wenn  die  Söhne
nach  dem  Ableben  ihres  Großvaters  vermöge  des  Repräsentations-Rechts  zu  dem  Genusse
  vererblicher  Apanagen  gelangen,  so  wie  auch,  wenn  die  Töchter  sich  vermählen.

Art.  42.

Sollte  ein  Sohn  des  Kronprinzen  früher  als  sein  Vater  mit  Hinterlassung  von
Kindern  sterben,  so  werden  diese  hinsichtlich  der  Sustemation  nach  den  Bestimmungen
des  vorhergehenden  Art.  41  behandelt.

Art.  45.
Für  den  Unterhalt  der  ubrigen  Prinzen  und  Prinzessinnen  werden  deren  Väter
aus  den  Mitteln  ihrer  Apanagen  oder  Sustentationen  Sorge  tragen.

C.  Sustentationen  der  Töchter  des  Königs  und  des  Kronprinzen,  oder  elternloser
  Pringessinnen.
Art.  4½.

Jeder  Tochstr  des  regierenden  Königs  wird  nach  zurückgelegtem  einundzwanzigsten
Lebensjahre  zu  Bestreitung  ihrer  standesmäßigen  Bedürsnisse  die  Summe  von  zehntausend
Gulden  jährlich  vom  Staate  abgereicht;  verliert  sie  zu  Lebzeiten  ihrer  leiblichen  Murter
ihren  Vater,  so  wird  diese  Sustentation  auf  fünfzehntausend  Gulden  und  nach  dem
Tode  der  Eltern  auf  zwanzigtausend  Gulden  erhöhr.