Metadata : Das Goldene Buch des Deutschen Volkes an der Jahrhundertwende.

und  Direkior  des  Botanischen  Ganens  in  Basel,  selt  1687  in.  derselben  Eigenschaft  In
thbingen,  Wichtigste  Schriften:  „Drganbildung  im  Pllanzenreich“  (1878  --$4).  „Re
wegungen  der  Blüten  und  Früchte“  (1332),  „Bildung  der  Knollen“  (1887),  „Cransplanlalion
  am  Pflanzenkörper*“  (1802,  „Die  Bedewiung  ces  Lichtes  Tilr  die  Gestaltung
blattförmiger  Kakteen“  (1894),  „Blilenanomalien“  (1898).

UJogel,  Hermann,  einer  der  alänzendsten  Zeichner  und  IMustraloren  der  Gegenwart,
geboren  am  16.  Oktober  1854  zu  Plauen  I.  U.,  besuchte  die  Kunslakademie  zu  Dresden
und  hat  seinen  ständigen  Wohnsitz  in  Loschwilz  bei  Dresden.  UÜerirster  einer  echt
deutschen,  poglisch-idealisierenden  Hunsı,  ein  spätgeborner  Romandiker  im  Sinne  Ludwig
  Richters  und  Morie  von  Schwinds.  Auf  den  Geleten  des  Märchens,  der  Tabel
und  der  Sage  voll  köstlicher  Erfindung  und  liebenswilrdigstem  Rumer,  wobei  er
sich  als  Meister  landschafilicher  und  lebenswoller  Tierdarsiellung  erweist.  Ist  einer  der
Teinsinnigsten  Zeichner  der  „Sliegenden  Blätter“.  Ein  Poet  des  Stils;  im  München,
Berlin,  Leipzig  mit  goldenen  Medaillen  ausgezeichnet.  Zu  seinen  schönsten  Illusiralionsschöpfungen
  gehören  u.  a.  die  zu  „Grimms  Märchen“,  „Waldbilder".

Vogel,  Hermann  Karl,  Astronom  und  Astrophysiker,  geboren  am  3.  April  1842  zu
Leipzig,  war  1865  70  aweiler  Übservalor  an  der  Sternwarte  daselbst,  wandte  1876
Direktor  der  Sternwarte  des  Kammerherrn  von  Bülow  zu  Boihkamp  bei  Kiel,  1374
Observalor  an  Asitophysikalischen  Observatorium  zu  Polsdam,  ist  seit  1882  Direktor
desselben  und  seit  1892  Mitglied  der  Berliner  Akademie  der  Wissenschaften.  Grössere
Abhandlungen  linden  sich  in:  „Beobachtungen,  angestellt  anf  der  Sternwarte  zu  Both.
kamp“  (1572--  73)  und  in  „Publikationen  des  Asirophysikalischen  Obserualoriums  zu
Poisdam”  (seit  1879):  ferner  Sind  zu  nennen:  „Brobachiungen  von  Rebelflecken  und
Sternbanfen“  (13567),  „Untersuchungen  über  die  Spekira  der  Planeten“  (1974,  eine
gekrönte  Preisschrlit),  „Der  Steruhanfen  im  Perseus”  (1878).  Zahlreiche  Untersuchungen
sind  enihalten  in  den  „Astronomischen  Kachrichten“,  in  den  „Sitxungsberichten“  und  in
den  „Wissenschalllichen  Abhandlungen“  der  Akademie  der  Wissenschaften  in  Berlin.
Einer  der  ausgereichneisten  Torscher  und  Organisatoren  auf  seinen  Gebieten.

Vogel,  Duge,  Maler,  geboren  aın  15.  Februar  1855  in  Magdeburg,  besuchte  die  Kunsiakademie
  in  Düsseldorf,  wo  er  besonders  umer  €,  v.  Gebhardi  und  W.  Sohn  sich
bildete.  1887.  liess  er  sich  in  Berlin  nieder,  war  hier  188593  Lehrer  an  der
Kunstakademie  und  ist  seit  1892  ordentliches  Mitglied  der  Akademie  der  Künste.  Seine
Haupischöpfungen  sind:  „Luther  predigt  auf  der  Wartburg  aus  Seiner  Bibelüberseizung“
(1333,  Kunsihalle  zu  hamburg),  „Der  Grosse  Kurfürst  emplängt  französische  Refugiet
in  Polsdam  1685"  (1885),  „Berzog  Ems  der  Bekenner  nimmi  das  Abendmahl  In
beiderlei  Gestalt  zu  Kelle  1536"  (1837,  Provinzialmnseum  in  Hannover),  mehrere  Wandgemälde
  im  Raihause  zu  Berlin,  Bildnisse,  Genrebilder,  Husmalung  des  Ständehauses
zu  Merseburg  Im  Anfteage  des  Staates  mie  Geschichtsbildern  aus  der  früheren  sächsischen
HKaisergeschichte.  Einer  der  Begabiesten  unter  den  Malern  moderner  Richtung.

Vogl,  Beinrich,  Opernsäuger,  geboren  am  15.  Janmar  1945  in  Münden,  bis  1865
Seminarist  und  $chulgehilfe,  seitdem  Mitglied  des  Bofcheaters  in  Miinchen,  schr  her
borragend  als  Waguersänger.  Auch  Hompenisi  einer  Oper  „Der  Sremdling“  und  von
Liedern;  Meister  im  Konzerlsaal.

Vogl,  Therese,  geborene  Choma,  Opernsängerin,  geboren  am  IZ,  November  1845  in
Cozing  am  Siarnberger  See,  bildete  sich  am  Konsersaiorium  zu  München  unter
hauser  und  Kerger,  aing  1864  an  das  hofihealer  in  Karlsruhe  und  war  1805  --  02
Mitglied  der  Münchener  Hofbähne  Sie  ist  eine  der  besten  Wagnersängerinnen,

Bolt,  Harl  von,  Physiolog,  geboren  am  31.  Oktober  1831  zuı  Amberg.  studierte  Medizin,
Physiologle  und  Ehemie,  lehrt  seit  1857  am  der  Universiiät  zur  IMiindyen,  zuerst  als
Privaldozeni,  dann  als  ausserord.  und  seit  1863  als  ord.  Prof,  Seine  physiologischen
Forschungsergebnisse  lasste  er  1531  in  dem  „Handbuch  der  Physiotogie  des  allgemeinen
Siollwechsels  und  der  Ernährung”  zusammen,  das  den  6.  Band  des  grossen  „hand:
baichs  er  Physiologie“  von  Kermann  bildel,  und  in  der  Schril:  „Cheorie  der  Ernährung“.
  IN  v.  Buhl  und  v.  Peitenkofer  gründele  er  1865  die  „Zeilschrill  Nie
Biologie“,  in  der  er  seine  wissenschahtlichen  Arbeiten  veröllentlichie-  Fernere  bedentende
  Schnillen:  „Physislogischdhemische  Untersuchungen“  {E57},  „Geselze  der  Ernahrung
  des  Fleischlressers"  {1560}.

Volkelt,  Johannes  Immanuel,  Philosoph,  geboren  am  ZU.  Juli  1848  zu  Lipaik  in
Galizien,  besuchte  die  Universitäten  Wien,  Jena  und  Leipzig,  wurde  1876  Privaldozeni
zu  Tena,  ord.  Prof.  1883  in  Basel,  1836  in  Würzburg  und  ist  seit  1804  ord.  Prof,  der
Philosophie  und  Pädagogik  in  Leipzig,  ausserdem  Midherausgeber  der  „Zeitschrift  Tür
Philosophie  md  philosophische  Kritik“.  Er  schrieb:  „Pantheisinus  und  Itealismus
im  System  Spinozas“  (1372),  „Das  Unbewussie  und  der  Pessimismus"  (1975),  „Die
Craumphantasie“  (1575),  „Der  Syınbeibegrili  in  der  neuesten  Aestheiik"  (1870),
„Anmanuel  Kants  Erkennimsiheorie  nach  ihren  Grundprinzipien  analysiert“  (18570),
„Eriahrung  und  Denken“  (1386),  „Franz  Grillparzer  als  Dichter  des  Tragischen*  (1838)
„Jorfräge  zur  Einlilhrung  in  die  Philosophie  der  Gegenwart“  (1892),  „Aesihelische
Aeitfragen“  (1895),  „Fesihelik  des  Cragischen“  (1907).

Vollmer,  Arthur,  Kolschauspieler,  geboren  am  2.  März  1849  zu  Königsberg  |.  Pr.
besuchte  1566-64  'das  Leipziger  Konservatorium  und  wandte  sich  dann  der  Bühne  zu;
seit  1874  Bolschauspieler  in  Berlin.  Berworragend  feiner  buinorislischer  und  Eharakterdarsteller
  namentlich  auch  Molitrescher  und  Shakespearescher  Figuren.

Unlz,  Hermann,  Bildhauer,  geboren  am  3.  März  1847  zu  Körlsruhe,  sindlerie  zuerst
das  Baufach,  wandte  sich  aber  1871  der  Bildhauerei  zu,  bildete  sich  namentlich  bel
wiederhellem  Aufernhalt  in  Rom  nach  der  Hulike  und  Tatur,  Niess  in  Stultgari  Bann
anf  sich  einwirken  und  isi  seit  1880  Professor  an  der  Kunstschule  in  Karlsruhe.  Von
ihn:  Die  Marmörgruppe  für  das  Kriegerdenkmal  in  Karlsruhe  (1877),  das  Kriegerdenkmal
  in  Kannsver  11354},  Kampl  zwischen  Mann  und  Ciger  (1886),  Bronzedenkmal
  Geibels  in  Eübeck  (1880),  Schelleidenkmal  in  Karlsrune  (1803),  Grabdenkmal
des  Prinzen  Ludwig  von  Baden  (805),  Kriegerdenkmal  in  Mannheim,  Reiterstätte
Kaiser  Wilhelms  1.  in  Essen  a.  d,  R.  und  eine  grosse  Anzahl  von  Bilsten  und  Grabdenkmälern,


Voss,  Albert,  Anıbropelog,  geboren  am  24.  April  1837  zu  Triizow  bei  Zanımin
in  Pommern,  studiere  1856—59  in  MWärzburg  und  Berlin  Mediein,  promovierte
1560,  Fag  dann  in  Cibingen,  Wien  und  Prag.  sowie  zu  Sinitgarl  in  der  Berlinschen
Augenheilanstalt  Spexialstudien  ob.  liess  sich  1864  in  Berlin  als  Arzt  nieder  und
machte  als  solcher  die  Teldzäge  von  1866  und  1870-  :  ZI  mit.  Nach  Aufgabe  seiner

Biographien  53

ärztlichen  Chätigkeit  trai  er  1874  in  den  Dienst  der  kgl.  Museen,  verlassie  und  gab
heraus  ausser  zahlreichen  Artikeln  in  den  Verhandlungen  der  Berliner  Hnihropologischen
Gesellschall  und  anderen  Zeitschriften  mit  A.  Bastian  „Die  Bronzeschwerter  der  hal.
Winseen  zu  Berlin“  (1878),  „Katalog  der  Ausstellung  prähistorischer  und  amibropeiogischer
  Funde  Deitschlands  zu  Beriin“  nebst  Supplement  (1850),  mit  ©,  Gilniher
„Album  der  prähistorischen  Ausstellung  zu  Berlin“  41936),  mit  6.  Stimming  „Uorgeschichtliche
  Altertiliner  aus  der  Provinz  Brandenburg“  (18587),  im  Auftrage  des
INimisterlungs:  „Neikbuch,  Allertfümer  aufzugraben  und  aufzubewahren“  (2.  Aufl.  1894).

Voss,  Richard,  Dramen.  und  Romandichter.  geboren  am  2.  Sepiember  1851  zu  Neu
grape  in  Pommern,  studierte  Philosophie  in  Jens  und  München,  wurde  1882  zum
Bibliothekar  der  Warburg  emannt  und  lebt  im  Sominer  bei  Berchlesgäden,  im  Winter
zu  Frastali.  Von  seinen  zahlreichen  Dramen,  die  eine  lebendige  Eneraie  und  Eharakteristih
  auszeichnen,  wurden  die  „Patrizierin“  11SE0  und  „Luigta  Sanfelice*  (1852)
preisgehrönt,  auch  rielen  den  nachhalligsien  Eindruck  hervor  „Alexandea“  (1886),  „Eva“
1850)  und  „Schuldig“  (502).  Auf  ertählendem  Gebiete  zeichnete  sich  Voss  durch
sellene  Kenntnis  und  glanzwolle  Schilderung  des  NMalienischen  Uelkscharakters  und  der
italienischen  Landschalt  aus.

Wach,  Adolf,  Jurist,  geboren  am  Il.  September  1843  zu  Kulm,  besuchte  1861---05
die  Umiversiläten  Berlin,  Neidelberg  und  Königsberg,  wurde  1865  Privaidoxeni  im
Königsberg,  örd.  Prof.  186%  im  Rostock,  ISO  im  Cühingen,  1872  in  Bonn  und  is1  sen
1875  ord.  Prei.  in  Lelpzig,  wo  er  1882  zum  Geh.  Fofrat  um  18395  zum  Geh.  Rat
ernannt  wurde  Er  schrieb:  „Vorträge  über  die  Reichszivilprozessordnung“  (1879,
2.  Hull.  1896),  „Handbuch  des  deuischen  Zivilproxessrechts“  (11835  11.5,  „Die  Zivilprozessordnung
  und  die  Praxis“  {1836},  „Die  zlvilproxessualische  Enquem"  11887),
„Ver  Fesisiellungsanspriech”  (1888),  „Die  Reform  der  Freiheirssirale"  (1390).

Wacker,  Alckander,  Kommerzienrat,  geboren  am  29,  Mai  1846  zu  Beidelberg,  begrlndeie
  1875  in  Leipzig  ein  Maschinen-  und  Lechmisches  Geschäft,  das  ihn  bald  in  nähere
Beziehungen  zu  dem  Tärnberger  Elekirstechniker  Sigmund  Schuckert  brachte,  Amlang
18$4  rat  er  in  die  Firma  5.  Schuckert  als  Cellbaber  ein,  das  Leipziger  Geschäfi  wurde
Filiale  des  Nürnberger,  1888  erhielt  das.  erweierte  Uernchnien  die  Form  einer
Kommandiigesellschaßl,  die  wenige  Jahre  später  in  eine  Ahliengesellschalt  umgewandelt
  werde  und  under  Wäckers  Leitung  als  Generaltirektor  sich  zu  einer  der  ersten
ihrer  Branche  entwickelie.

Wadert,  Heinrich,  Bildhauer  und  Prolessor,  geboren  am  2.  Juli  1865  in  Kolmar
(Elsass),  besuchte  die  Nhünchener  Akademie.  Seine  hanptsächlichsten  Schöpfungen
sind:  „Die  Flöten  spielende  Ehlof”,  die  „Rosa  mystica“  (Marmorfigur  in  der  Jung-$1,
  Pelerskirche  in  Strassburg),  „>,  Georg”  (anmorstanıe  in  der  51.  Georgskirche  in
Schlettstade},  „Pallas  Aihene“  (Ehrengeschenk  der  Deutschen  Kunsigenossenschalt  zum
86.  Gehuristag,  des  Fürsien  Bismarck),  Figuren  am  Bochaltar.  sowie  Kanzelrellels  in
51.  Benno  in  München,  lerner  dekorative  Figuren  für  den  Justizpalast,  das  Künstler
haus  und  die  Deutsche  Bank  in  München,  sowie  für  die  Königl.  Bank  in  Augsburg,
die  Marmnorbüsie  des  Prinzregenten  Lulipold  von  Bayern  in  der  Neuen  Pinaksihek  in
Miinchen,  eine  Rerkulesstatne  Nr  das  Schloss  Neudeck  (Schlesien),  verschiedene  dTabdenkmaler,
  Porträtbiisten  und  eine  grosse  Anzahl  hunstgewerblicher  Gegenstände.
Beagenwärtig  schaffe  der  Künstler  an  dem  Eympanonrellet  Mir  die  5.  Paulskirche  in
Münden  und  an  einem  Grabdenkmal  für  Erzbischof  Antonius  von  Choma  in  der
Tiebfranenkirche  in  Miinchen.  An  Auszeichnungen  erhiel  er:  Zweimal  die  kleine
goldene  Medaille  Tür  Kunst  in  Berlin,  die  2.  goldene  Medaille  im  @laspalast  zu
Wlinchen,  die  2.  Medaille  in  Barcelona,  die  Mention  honorable  in  Paris.

Blagner,  Adolf,  Nationalökonom  slaatssoxialistischer  Richtung,  geboren  anı  25.  März
1835  zu  Erlangen,  Siudierte  in  Böllingen  und  Heidelberg,  wurde  1858  Eehrer  der
Volkswirschaft  an  der  Handelsakademie  in  Wien,  1863  au  der  kaulmannischen  Fonl-18683
  Professor  der  Staalswissenschafien  in  Freiburg  ı.  B..  seit  1870  in  Berlin.  Berworragende
  Arbeilen  sind,  mit  Buchenberger,  Bilcher,  Dieizel  u.  ı:  „Lehrbuch  der  politischen
Orkonomie*,  von  dem  aus  Wagners  Feder  Abt.1  („Ummdlegung“,  1876,  3.  Aufl,
1342-04,  Abt.  4  („Finanzwissenschaft",  4  Bde...  die  ersten  in  mehrlachen  Aullagen,
1872-09)  vorliegen.  Andere  Schriften  beschäftigen  sich  meisi  mit  dem  Tinanz-  und
Bankwesen,  50  „System  der  deutschen  Zeilelbanhpeliiik"  (1573).  „reis$ische  und  äsierreichische
  Ualıta”;  ferner  „Die  mene  Silberkrisis  und  unser  Iinzwesen"  (in  bime-1allistischer
  Richtung),  „Kredii-  und  Banhwesen,  Wersicherungswesen,  die  dirckien
Steuern“;  „Ordnung  der  Finanzwissenschaften  und  der  #ffentlicdren  Kredite“.  Von
statistischen  Arbeiten  u.  a.  „Selhsimnordstalistik"  (1864).  Im  der  während  des  Krieges
1870-71  in  6  Hullagen  erschienenen  Schrift;  „Elsass  und  Lothringen“  belilrwertete  er  die
Wiedergewinnung  der  Reichslande.  Wasser  war  1882—85  konservatives  Mitglied  des
preussischen  Abgeordnetenhäuses.  Crat  in  Schrill  und  Kede  für  erstaadlichung  der

Grundlage  einer  umlassenden  Arbeilerversicherung  nach  Bismarcks  Ideen  und  Wünschen.
Mitarbeiter  von  Schönbergs  „Bandbuch  der  politischen  Oekonomie“,  Beransgeher  des
literarischen  Nachlasses  von  Rodbertus-Jageizow.  Er  gebörte  auch  zu  den  ersien
Anregern  der  wvangelisch-hristlichsozialen  Parleibildung  und  des  evangelisch-sozialen
Kongresses,  dessen  Ehrenpräsident  er  war,  und  stand  längere  Zeit  mit  an  der  Spike
der  Berliner  konservativen  Pareivereinigung.

Wagner,  Alezander  von,  Maler,  geboren  am  16.  April  1838  in  Budapest,  war  Schüler
Piloiys  in  Matnchen  und  ist  seit  1806  Professor  an  der  Akademie  zu  Münden.  Uon
ihm  Mandgenälde  im  Nalionalmuseum  zu  Miinchen  (Gustav  Adolfs  Einzug  in
Aschallenburg.  Vennäblung  Berzog  Ditos  II.  von  Bayern  mil  Agnes  von  der  Plakz},
Fresho  im  Redoutengebäude  zu  Budapest  (Lurnier  des  Königs  Mathias  Eorvinus  nit
Rliter  Bolubar),  das  gewallige  Panorama  des  alten  Rom  mit  dem  Criumphzug  Kaiser
Konstantins  des  Grössen,  die  Sialleleigemälde  „Cod  des  Cins  Dugovics*  und  „Mathias
Eorvinus  mit  Jagenelolge”  (beide  im  Nationalnuseum  zu  Budapesı),  chendascibst
„Bildnis  der  Königin  Elisabeth”.  Von  grösseren  glanzvollen  Stafleleibildern  wären  zu
nennen:  „Wagenrennen  Am  Eircus  Maximıs  in  Ron“,  „Spanische  Post“,  „Esihösrennen
  in  Debreczin  (lngarn)"  9.  Ss.  W,

Wagner,  Hermann,  Geograph,  geboren  am  23.  Juni  1840  zu  Erlangen,  studierte  in
seiner  Waterstadi  und  in  Götlingen  Mathematik  und  Naturwissenschaften,  wurde  1964
Eymnasiallehrer  zu  Boiha,  1876  ord.  Prolessor  an  der  Universität  in  Königsberg  und
1880  in  Yöllingen.  Er  redigierie  1563---76  das  stalistische  Jahrbuch  des  Gothaer
Almanachs,  begründete  1872  mit  ©,  Behm  eine  kritische  Mebersicht  über  areal.  und
bevölkerungsstätlstische  Daten  unler  dem  Eitel  „Die  Beuölkerung  der  Erde“  als