Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1834. (11)

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g.  50.

Die  durch  das  fürstliche  Forst-Personal  entdeckren  Frebel  aller  Art  werden  unter
den  im  9.45  und  46,  Nro.  4,  bezeichneten  Verhältnissen  von  der  fürstlichen  Forst-Verwaltung,
  beziehungsweise  von  dem  fürstlichen  Amtsgerichte  oder  Polizeiamte,  oder  dem
fürstlichen  Forst-Justitiar,  innerhalb  der  Gränze  der  Strafbefugniß  Un  serer  Forst-Aemter,
  den  Gesehen  gemäß  bestraft,  und  die  von  den  fürstlichen  Stellen  angesebten
Strafen  für  den  Fürsten  eingezogen,  in  so  fern  nicht  andere  Wald-Besiter  oder  Gemeinden
  nach  den  Lagerbüchern  oder  einem  andern  Rechtstitel  auf  den  Bezug  Anspruch
  haben.

Wird  in  den  füärstlichen  Besizungen  das  Strafrecht  von  Unseren  Forstämkern
ausgeübt  G.  46,  Nro.  5,  lit.8),  so  hat  der  Fürst  die  wegen  Beeinträchtigung  des
Wald-Eigenthums  und  der  Wald-Cultur  in  seinen  eigenthümlichen  Waldungen  angesetzten
  Strafen  wie  bisher  zu  beziehen.

«  K.  51.

Dem  Fürsten  wird  gestattet,  seinen  Forst-Beamten  dieselben  Titel  zu  geben,  die

von  Unseren  Königlichen  Dienern  des  entsprechenden  Dienstgrades  geführt  werden.

VI.  Allgemeine  Bestimmungen  hinsichtlich  der  Ausübung  der  Gerichtsbarkeit,
Polizei-Verwaltung,  Forst=  und  Jagd  Polizei,
*  .

Der  Fürst  hat  längstens  innerhalb  drei  Jahren,  vom  Tage  dieser  Unserer  Deklaration
  an,  bei  Unsern  Ministerien  der  Justiz,  des  Innern  und  der  Finanzen  eine
Erklärung  einzugeben,  ob  und  in  welcher  Art  er  die  Gerichtsbarkeit,  Polizei-Verwaltung,
  Forst-Gerichtsbarkeit  und  Forst=  und  Jagd-Polizei,  oder  nur  das  eine  oder  das
andere  dieser  Rechte,  unabhängig  von  den  übrigen,  auszuüben  Willens  sey.

Sobald  der  Fürst  sich  für  die  Ausübung  erklärt  und  die  Erfüllung  der  gesehlichen
  Vorbedingungen  nachgewiesen  haben  wird,  soll  sofort  auch  die  Einsehung  erfolgen,
und  Unsere  Vollziehungs-Verordnungen  für  die  fürstlichen  Häuser  Thurn  und  Taris
und  Hohenlohe-Bartenstein  werden  im  Allgemeinen  als  Anleitung  und  Norm  fir  die
Einsetzung  dienen.