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g. 50.
Die durch das fürstliche Forst-Personal entdeckren Frebel aller Art werden unter
den im 9.45 und 46, Nro. 4, bezeichneten Verhältnissen von der fürstlichen Forst-Verwaltung,
beziehungsweise von dem fürstlichen Amtsgerichte oder Polizeiamte, oder dem
fürstlichen Forst-Justitiar, innerhalb der Gränze der Strafbefugniß Un serer Forst-Aemter,
den Gesehen gemäß bestraft, und die von den fürstlichen Stellen angesebten
Strafen für den Fürsten eingezogen, in so fern nicht andere Wald-Besiter oder Gemeinden
nach den Lagerbüchern oder einem andern Rechtstitel auf den Bezug Anspruch
haben.
Wird in den füärstlichen Besizungen das Strafrecht von Unseren Forstämkern
ausgeübt G. 46, Nro. 5, lit.8), so hat der Fürst die wegen Beeinträchtigung des
Wald-Eigenthums und der Wald-Cultur in seinen eigenthümlichen Waldungen angesetzten
Strafen wie bisher zu beziehen.
« K. 51.
Dem Fürsten wird gestattet, seinen Forst-Beamten dieselben Titel zu geben, die
von Unseren Königlichen Dienern des entsprechenden Dienstgrades geführt werden.
VI. Allgemeine Bestimmungen hinsichtlich der Ausübung der Gerichtsbarkeit,
Polizei-Verwaltung, Forst= und Jagd Polizei,
* .
Der Fürst hat längstens innerhalb drei Jahren, vom Tage dieser Unserer Deklaration
an, bei Unsern Ministerien der Justiz, des Innern und der Finanzen eine
Erklärung einzugeben, ob und in welcher Art er die Gerichtsbarkeit, Polizei-Verwaltung,
Forst-Gerichtsbarkeit und Forst= und Jagd-Polizei, oder nur das eine oder das
andere dieser Rechte, unabhängig von den übrigen, auszuüben Willens sey.
Sobald der Fürst sich für die Ausübung erklärt und die Erfüllung der gesehlichen
Vorbedingungen nachgewiesen haben wird, soll sofort auch die Einsehung erfolgen,
und Unsere Vollziehungs-Verordnungen für die fürstlichen Häuser Thurn und Taris
und Hohenlohe-Bartenstein werden im Allgemeinen als Anleitung und Norm fir die
Einsetzung dienen.