Rosenheimer Anz
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Nemmer 35
der erfle Friedeusschluß.
osen heim, 9. Februar.
dn in den frahen Mergenstunden überbrachder
Dra solgende Nachricht:
#### B. Brest-Titowst, 9. 2. eute.
am 9. Februar, 2 Uhr morgens der
Frieden zwischen dem Bierbund und
der ukrainischen Volksrepublik unterjzeichnet
worden.
Unĩer Friedensweg ü##t dornenv. I und müh—
n. Das haben- ganz abgesehen von den Verindlungen
mit der von Trotzu ne#tretenen Somregierung
auch die uzeinanderset: igen
n der Ulraine biweichend bew esen. Es ist
7. vier W. we#n her, dan unsere RNegierung
ch. n ließ, der Friedensschluß mit der ulrai
« * RKoach sei unmttlelbar be voritchend. De
Fr etu- as b.rilig und man bemähte sich hinterer,
die durch diese Alündigung verursachte ovviu-
ssche Stimmung ciwas abzudämpsen. So
emfach war die Sache denn woc nicht, denn in
Sel t- Litowmot suß und intr'gierte ein Mann. dem
darauf antam, den Friedensichluß zwiichen dem
Vierbund und der ulrainischen Rada unter allen
ständen zu vereit. .nTt Fast wäre ihm
in friedenzerstörendes Werl gelungen: Trohli
orte zunãchit eine weitere Un'erbrechung der Verolungen
durch. Die Pausje benützte er dazu,
der Ulraine ein gegenrevoluti#näre weruung
anz'fachen. Der Mrainischen Rada, die
gemeinsam mut den Mittelmächten den Friedensnertrag
dis zur Umierzeichnung gefördert hatte,
rnilland in der Semzeteregierung der Ulraine
eine Koilurlenz. die Troktli selbst auf den
Schild erheben hatim. Die Peicreburger Tele-EKrafenagentur
kabelle erlegene oder übertriebene
Kunls #zuche in die Welt binaus ven der innne
nuhr zunellmmenoen Macht der in Charko# amtie-“““
ucrainchen Scwietreqierung. Da schien
. al# sollten die Verhandlungen mut der Ukraine
inich den mit der Petersburger Regierung geliiten
in einer fruch’'le #en- Diztumi n verflachen.
6 r Wieder z' me##r de Menums in Sroestviewi
brachte Trakli t ne Alordnung der
nraini sche u Soriclem und macke geltend, daß!
# Frieden m! der Usraine die San errimierung
der Peterour## Regiern erfahen müfse. Diec-Vellsirung
in Vrek-Litowzt nahm einen zerazu
dramatiichen Verlauf, denn der Ver.teter der
rainischen Mada, Lubonsti. jagt. Herrn Trotzti
„ gründlich die Wahrbeit, daß man hätte wünen
mögen, sie wäre ihm ven den Verrrelern der
« Mustanko sämtlinghtuocnihkltvvtssp
«-l»11.o1dcntut-anst-Ikklltcsznisthch fett
* es mil der Macht der ufrain ichen Sowjels
ig sei. Und taliächlich fekrigt sech ie Machl
ler Rada, die nun den Frieden unter zeichret hai,
on Lag zu TLag.
Wis Trobti verhindern wol'te.
erlelen. Merdersch der Wiuchtt dieser Tatsache
kweuoen? Wir glauben es nicht nach ell dem. ivas
Neie r jenderbare .Volks beglücker“ d’eher an der
ache des wiedererwachenden Fr edens gesündigt.
rued nun grllaren. dij die Voterburger Rei
nun qduturchn zuischen den Mittelmächten
*## der Ukroine nicht anerlennen lönne. Tut er
„ Urich, so wird er ersahren Ziũssen, daß sdie
iit e gesennen sind, d'e Ukraine ge
gen die russischen Friedensstörungen
uschutzen. Mehr iann houte noch nicht gesagt
r icben.
Denn nun i# auch Trotzlis Stunde gekommen.
Binnen wenigen Stunden wird es sich
entscheiden, rb er in Bresl--Litwäal endlich Fr.
vositiver Friedeusarbeit sich herbeil#f
sen wmird. Eine Fortsetzung seiner Verschleppungslalii!
dürste ihm von den Mittelmächten niche
mehr zugestanden uerden. Ob an dem sich zerlleischenden
Rußland uns überhaupt noch viel
Kl# gen zu sein braucht?
* Fer bie Mittelmäte ist der Ein-##t
des Fredenszustardes #n. der
AUlraine von gröhler Wichtiglkeit, besonders
in wirtschaftlicher Hinsicht. Lassen wir
die Zahlen reden: Die Ulraine ist ein Bauernländ.
Der überaus fruchtbare Boden bringt von
der Weizenpradultsan Rurland; eitrra 6#1 Proiet
nun doch
1 Koth. Sch'lastika
— –
"lW(— ——..
iger
"
– .
* —.
## dspallige Venizele im Aniess1ell hofet 15 Mis., die Zeittteue un- rei 40 M.
Die Annahme von Anzeisen, Neklamen und Zeilagen erfoll: bur b
——— A.·., Rolenhelm.
—— Ninabrie i12 Ubr mitlaas.
sen-Expedliion
M#####Kür##r dc B #.L Cassel usi##
Amlliches Publlkafiens-Organ
Sonntag. 10. Februar 1918
Der friecken mit der UAkraine
Heschlogen!
Auffische Revolutionsversuche in China. — Ein ruffisches Ultlmatum
an Japan 7 — 28,000 t versenkté. — Feftigung unserer Außenpolitik.
zent auf. von der Produktion an Zuckerrüben
-*# zu 00 Prrzent. Dazu kommt ein Fehr. beden
tender A#b zu von - l#hs, Ha#z und L. inlamen.
Von der russischen Gesamttabakernte entsielen
in den lezten Jahren verlem Krie)e 4
Prozent auf die Utraine. Von der russischen Ge-Vmviehzucht
liefert die Ulraine nahezu 70 (Prozent.
Aber die Ulraine, die mit ihren rund 30
Millionen Cinw. haern in bezun auf Bedöolle
rungodichte das ubrige Rupkland stark übertröft,
ist nicht nur die Krn lammer NRupland-, sie bescht
auch die wochtigsten E.
von ganz Rusland.
1911:
Millionen Pud Ei senerze gew#ennen. Der Anteil
der Donezlkohle machte im Verdältnie zur Gesamtgeminnung
in ganz Rußland aus: im Jahre
1905 85 Proz., 1910 27 Pecz. 1911 89 Proz.
Der Anteil des reisen belrug: 1910 74
Prozent. 1913 60) Fr. nt.
Enrlich der erste Friedeueschluß ! Diese
Tatwache macht unsere Lerzen höher schlagen.! Der
Anfang des Friedenou- erles ist gemacht. Möge
uno diese Gem'sheit mit Kraft erfüllen für vden
Mreiten und beschwerlichen Weg, den mir Tis
Crreichung des erschrten i "7. des Migewmeiben
Friedeno, noch zurückiegen muisen!
Im Donezbecken
*
Die Ukraine.
Die cuge Räölans.
Nach unseren weiteren auf zuverlalsf'e Quellen
zurücaelenden Insormotienen h. erscht in
Essen- und Keewortommen #
wurden
1218 Millionen Pud Kohlen un- 306
—
Rul land und namentüch in Peterebur! b#e rüd--sichteinse
WiUllür der Maximaluren wester. Alle
Stimmen, Blätter und Personen, die 1 Jegen
die Gewallherrschaft der Bolschewli### wenden,
* rden mit bruteler Gewalt niedergeknelelt. Die
Rubland bereile ein Ultimo
dem Volle versprochene Freiheit wird zuml delp#-)
tisemus. Nach einem Funlspruch der rusfischen
R’gierung an die Delligaliem in Vrestrur##
russ. Oberbefehlehaber über die Truppen in der
Ulraine ernannt. 46 Kosakenreg'menter haben
sich int Dongebiet als Regierung erllärt und
führen den Krieg m.it Kaledin.
In Petersbug tennt die Freude über die angebliche
Einricktung eine „Arbeiterrato“
in Berl.n keine Grenzen mehr. M schwuistigen
Phrasen wird dieser Arbeilerrat in sich Läufenden
Funlsprücken begrüßt und natürlich ausgefordert,
nach denselben Methoden, wie sie n
Rufland zur Anwendung kamen. auch i in Deutschland
zu versahr. . Man verbreitet in Peterh#er
in allein Ernste die Mittellung, daß Lieb-I#nech
1 an die Soche der deutschen Regierung getreten
sel, und der russische Arbeiterrat hat bereits
ein Programm entworsen, um mit dieser Beutschen
Regierung Liebenechts in Verbindng 3#1 treken.
Man zußert insbesondere Schaber#reude
durüber, daßh der Vorwurf des Generals Hoffmam
in Brest-Litowsk, die raslsche Revolution
trage den Vürgerkrieg nach Deutschland, nun
doch Tatsache geworden sei.
Un der russischen From hört man eber die Lage
der Verhandlungen in Brest-Litewsk frennd.
Stimmen, vie dahin gehen, da. wenn Trotzli
nicht zum Frieden lomme, die Sctial· Revolutivnäre
mit Tschernom ans Ruder kämen. daß dann
über das Schicsal Ruhlands nur die Monstituante
emscheide. Weiter liegen von der From Und aus
bem Innern Nufkanks sehr zahlreiche Nachrichten
vor, us. gaa die russische Intelligenz und Bausen
chaft ihre Hoffnungen auf einen Abbruch de
lerhondlungen in B.-L. durch die Mmelinächee
und auf einen deutschen Vorstoß nach Rußland
sebt, damit endlich die Gewaltherrschaft gestürzt
und wieder Ruhe und Ordnung in Rußland
einkehren werden.
·-Der
verichätste B lagenung zustand
„ Nan ßla
Amsterdam. 8. 2. e „Daily NRews““
meldet aus Dee#. urg: Infolge der Unruhebe
wmegung in RNstland und der sohr verdächtigen
Hallung wescfiebene russiscter Semitwos ist über
ganz Rusland der verschärfte Belancrongozustand
verbängt werden. “
Verschwmörung gegen die Bolschewili.
5 Stockbolm, 8. 2. Die nach der Entdeckung
der Verschmerung in der Redaltlon des „Dielo
Norado“ eingeleilete Untersuchung hat auf die
Spur des zweiten Verschmörungsnestes in der
Nedakliom Ver „Djien“ in Peteraburg geführ:.
Die Redakleure dieser Zeutung. die auch ucht
mehr erscheinen darf, wurden verhastel. Auch
in dem „Echo“ sit der Redakreur Waribeweln verhastet
worden.
BVerhastung Vrussilows.
Stocktolm, 8. 2. Die Blätter melden
ons Petersburg: Der frohere Oberbefehlehaker
General Bruslilow wurde auf Befehl des
Moslauer Sowjeto verbaftet. Die Verhaftung
nahm die Moskauer Garnison vor.
Ein russisches Ultimatum an Japan?
·* Stodholm, 8. 2. „Rowaja Schisn“ meldet
aus Wladiwoktock, daß hestige Kämpfe
zwischen ausgeschussnen Japanerk
und der Roten Garde statifanden. Es heißt.
tum an Japan
vor.
Dit ge in Finnland.
Stockholm, 8. 2. Die finnische Gesandt-4%
erhielt geltern Ser ein Telcgrammnus
Tornea, daß sich in Tornea am Mittwoch abend
bie kussischen Soldaten ergaben. Die
weihe Garde verlor 5 Tote und 7 Aerwundcte.
JIn Uleaborg finden heftige Kämpfe statt.
Der Feind hatte mehrere Hundert Verwundete
und Tote. Ein ganzes Viertel ist niedergebrannt.
Die fliehenden Einwohner wurden von den Ne-Vrlutionären
niedergeschossen und allerlei Grausamkeiten
wurden gegen sie verübt. Tornca ilt
jetzt ruhig.
* Wasa, 7. 2. Der Stab der biesigen weißen
(Garde maldet: Einans Tammeresor: kemmender
Rosenheimer Tagblatt
Eret. Wish. — 64 Jahraane
Zug won 38 Wagen mit roten Gardssten und rufsischen
Matrosfen wurde in die Luft ge
prengt. In der Umgebung von Biörnobog ·
—
okündern die roten Garden und rufsischen Wiamro
sen. Alte Leute lassen sich in die L. ften eintragen.
In Overmark wurden alle zwischen 18 und 50
alten Mänmer unter die Fa berusenn
fieht auch 00 jährige darunter.
Stockholm, 7. 2. Die finn .
Snres beherrscht nummehr endgiltig Tornen.
Ein Teil des russischen Militärs fft in Torneagefangen
genommen worden, der Rest geflohen.
Der russische Kommissar, der mit dum rumänischen
Gesandtschaftspersomnal nach Haparandä zu fliebhen
versuchte, wurde entdeckt und standrechelich
erscholsfen. 8 soll von den ru glhen Soldaten
geräumt . Rordfinnland befindet E nun ·
mehr wie 2 in finnschen Händen. Die Eisenvon
Teriea bis Haapamael is Pieder betriebefaht.
ig.
Die landerungen in Petersburg.
* Stockholm, 6. 2. Auch gestern und vorgestern
wurden auf dem Webreenetc Vrosten
in Petersburg wieoer Läden geplündert.
dem sich hieraus entwickelnden Dauergefecht
schen Militär und Plünderern wurden einige
Dutend Menschen getötet und verwundet.
dem Versuch einer be Goffnen:: n Bande. immueelmmnschen
Klub Geld zu erpressen, wurden
Kluboorsitzende, Fürst Engalyrschew, und ein
andere Person erschoffen. In einer Reihe voo
Stadtteilen wurden Lebenemitielgeschäfte von
Frauen überfallen und geplündert-Die
Friedensverhandlungen.
Antwort Wilsonsende Mirtelmächte.
* Bern, 6. 2. „Progres de Ly##“ meldet aus
RNeuy#k: RNichts, was in Varis gelag: und getan
wurde, werde die osfene Polltik Wilsons Bindern.
Man würde in Walbington nicht überrascht sein.
renn Wilson zur gegebenen Sonde den Regierungen
der Mittelmächte persönlich antworleu
würd:.
Amerika und der uneingeschräulle
M-Boot-Krieg.
Als heute vor einem Jatre D Deutschland nach
der Niederwerfung Rumaniens zu der scharfen
Wafse des ungehemmten U-Bodi · Krieges griff.
stand in 5 iu des Schillerwortes aus dem
Wallenne: /
.Voru. . —— "I*
der lz rücku ärls kamm Du nun nicht enehr.“
Ohne Anwendung dieser tarr chen Waffe gegen
England wäre dessen seiger Plan, ohno felbst viel
zu wagen und ohne seine Fltte lelbst eingusetzen.
durch die volkerrechtewidrige Adfperrung aller
Zufuben uns langsam zu erdro'seln, allem Anschein
nach Hlungen und hätte unfer Volk auf
Jahe undcrte zu Sklaren der Weltmächte gemachl.
Die Feindschaft Amerikas aber, die daals
als I#yarze= Worlse drohnd am Himmel der
dcutschen Jukunft stand, war uns pohnedies si
cher, da v räsident Wlson, möglicherweise auf
Grund einer geheimen Abmachung. mt England,
uie Prorcssor Usber in einem im Närz 1915 fa
Neupyork veroffentlichten Buche behauptete, von
Anfang an die Pol tif der Vereinigten Staaten
auf den Sieg der Entente eingestellt hatte. Es
lonnte für uns von Ansang andcht der geringste
weifel bestehen, daß Umerlka auch seine 1cheinneutralitä.
aufgeben wurde, wenn es damit hofsen
dursle, der Entenie den Sieg Kuzuwenden-Heute.
nach cinem Jahre. steht zwar die
schwarze Wolke immer noch am polttischen (Horizont,
aber heute wissen w.r. dastaus ihr kein werderbenbringender
Blitz auf uns niederzucken
wird, ja, daß die schwarze Riesenwolke nur mehr
eine große Attrappe ist, deren Ungefährlichkeit
auch die pol tijch Harmlosen bereits einzusehen
beginnen. Zwar hat der amerilanische Krieg—
minister Baker kürzlich, Issenbar um das Grauen
nach -dem russischen und italiensschen Niderbruch
im Kre sne der Entente zu bannen, der Welt mit