imbd Der Abonnementoprels do#rt
1— Sür Pollabonnen###: Zufftallgedühr frel ino Gaus
m t# , Elcheim Aalich nachmiünos 4 Uhr (unm Sen#uhun der 6
Sernspreqer: Verlag id Tedaktian Iueradin Abteiluus —
Mark E
unlg monallich.
uzeiget
Die am##. Ven#s Amugemen enn #0 Ma., m Mas# # 9#### ν,
nach befond#em Tac.A#motzme von Ans####n und Bellutzen du#ch die A##oucn-G#med#n#
HGeaulinkam & Logler A.-G Nolenbeim. Monchen. N##bern Bern. Breslau, Cay# u#lm
—— ——
Rosenheimer Tagblatt
Amtlliches Publikafions-Organ
Vas Wiison versprach.
An. Dienstag hat der Präsident der Vereinigten
Staaten vor dem Senat zu Washington
ine feierliche Abschiederede gehalten und noch
.umal die Leitlinien seiner Poliur vor ben
Forum der Oeffentlichkeit zusammengesaßt, be-1.#
er sich nach Europa einschifft, um der Erzung
der großen riedenstonserenʒ beizuwoh ·
A sich schon in die Tatsache, daß ein ameti.
auischer Prasident während seiner Amtszeit
as Land veriaht, saft ohne Beispiel. Eine
1 opakccscamncnnnrmncntaischkPranenten
ist überhaupt noch nie vorgelommen. Al-*
schon daraus läßt sich ermessen, daß Wiltroh
der Niederlage seiner Partei bei den
v eulen Senats- und Ut: merhaus zwahlen und trotz
rn Ueberhandnehmen gewisser scharfmacherier
Stimmungen, vor allem bei den alliierten
(uropcsschen Regierungen, nicht darauf veridtet
hat, seine Grundsätze von dem
kriedeauf der Welt, von Bölrbund
und Gerechtigkeitsfrieden
5* vertreten. Weim eine Daily Telegraph=Mitteilung
der letzten Tage richtig itt, so wünscht
⅛ auch heute noch die Gründung eines Slaarundes
der intern talio: #alen Seemächte für
Weltpolfzei zur See mit einer diese Polizei-·
Hunnen ausübenden eigenen Polizeiflotte. Ob
den englischen Seegewaltigen gefallen wird,
2 freilich dahin, und manche Anzeichen deuten
auf hin, daß es in Paris zu ziemlich einvn
henden und vielleicht leidenschaftlichen Erörte
u gen über diese Frage kommen wird. Auch
#il wiro Wisson dort kaum leichtes Epiel ha-Nach
den „Daily News“ sollen die euro-Wichen
Alliierten die Ab#- cht haben, eine ge-:
eu erbarmungslose # Last von Shadenerfayungen
auf Deutschland zu häufen, Leistunnen,
die die gesamte deutsche Wirtschaft für ab,
*“75 Zeit in die Ementesklaverei bringen und
* deutsche Volk zu bloßen Kulis der französien
und englischen Imperialisten machen muß-5
Auch schon die Waffenftillstandsbedingun.
der haben nicht viel von dem versöhnenden
Geisie gezeigt, den wir in Deutschland uns durch
Wilsons Einfluß gegenübezusehen hofften.
In Paris wird sich nun unser Schicksal und
amit das Schikkfal der Welt entscheiden, ert
1 Paris mird Wilson, im Vertrauen auf den
weir den Waffenstilliland abgeschlossen haben,
der Lage sein, über die militärischen Stel.
en hinweg die Grundlinien des künftigen Frie-Lens
mit zu beftimmen. Können wir ihm verruuen,
daß er frei von dem Eigennutz, wie ihn
i#. anderen haben, wirklich als Weltrichter nur
iar das Recht und für die V
uird? Wir müssen es eigentlich, wenn wir an
* vielen Aeußerungen denken, die er in seinen
Neden stets nach dieser Richtung hin gemacht
hat. „Wir haben kein Unrecht gegen das Deutsee
Reich, keine Einmischung in seine inneren
Angelegenheiten vor“, sagt er einmal. „Kein
Nensch bedroht Dasein, Unabhängigkeit oder
sriekliche Betäligung des Deutschen Reiches
die Rechtsverletzungen in diesem Kriege können
und dürfen nicht durch die Begehung
ahnlicher Rechtsverletzungen'gegen
Teutschland gutgemacht werden, keine
Verträge der Selbstsucht und des Kompromisses
uangestrebt werden“, unterstreicht er an einer weileren
Stelle.
Immer wieder kehrt diese Erklärung. Immer
u ieder auch die, daß ein Friede nur auf Ge.
wechtigkeit, Billigkeit und die gemeinsamen
Rechte der Menschheit beerändet
sein darf. „Das amerikanische Volk.
munscht keine Verg eltungsmaßregeln
Ve#en das —ie Volk, das selbst in
irsem Kriege, den es nicht nach eigener Wahl
hr. alles erduldet hat“, äußert Wilson ein
deres Mal. Und wiederum sagt! ert „Wir
iv. . die aufrichtigen Freunde des deutschen
« Voikes und wünschen nechts so sehr als die baldige
Wiederherstellung naher Beziehungen mit
Im zu unserem Ecenbitigen Vorteil, wie schwer
er für das Leutsche Volk auch augenblikkich sein
mag, an die Aufrichtigkeit dieser Worte zur glauden“.
Und schließlich wiederholt Wilson, was
"? 11.
##t 482 J Fest des hl. Nikolaus
–0. — —
Versöhnung eintreten
lesonders den heuligen Ansprüchen der Alliierten:
—-NJNIULpFpp
SFreikag. 6. Jezenber #i
Eine Demonstration der Münchener Garnison.
SEisnes verspricht ballge Bekanntgabe des Termins für die bayer.
Natienalversammlung. —
VGVoraursichiliche Berlängerung des
VWasfenstillstandes. — Ein onglisches Sescowaderin Wilhelmshaven.
Plünderungen in Köln.
gegenber interessant iit, die lich immer wieder
verpfänden. Ferner verpflichtet sich die deursche
n die inneren deutschen
wollen: „Jedes Volk hr das Necht, die Herr.
schaft zu wählen, unter der es leben will.“
Jit Wilsom immer noch der Freund der
Menschheit, als den er sich so oft erllärt hat,
dann muß er auch heute noch und gerade heute
auch der unsere sein.
Keine hergewalligung.
Amslterdam, 3. 12. Der „Manchefter
Guardian“ schreibt: Aus den Erklärungen Llond
Georges und anderer Miniiter ergibt sich, daß
die Regierung nicht beabsichtige. Deutschland
die Kriegskosten der Alliierten bezahlen zu lassen.
Die Bezahlung würde bedeuten, daß die
Deutschen auf unbestimmte Zeit zu Sklaven der
Alliierten gemacht würden. Vor 2000 Jahren
wäre das vielleicht die richtige Methode gewesen,
aber heute gehe das nicht mehr.
ausländischen Effelten,
ung, während der Dauer des Waffenstill.
standes, ohne den Bepimmut sgen vorzugreifen,
welche für die Zukunft getroffen werden, keine
Goldausfuhr vorzunehmen oder zuzu.
lassen. Sollte zie sich unbed iingt gezwungen ĩe
hen, jür die norrialen Bedürsnisse ihres Wi .
sdlaftslebens von den Ben mmungen dieler Bedingungen
abzuweichen, muß sie vorher oie aililerten
Regierungen in Kesinlnis hievon seten
Die deuische Regierung verpftichtet sich weiter,
aauhalb der normalen Bedürfuisse ihres Wirtschaftslebens
aus ühem Vellande an Auelandswechseln,
welche 2 Neicheschazamt oder der
Reichsbank gehorer eeer sich in i#r#r Eigenschaft
als Devisenzentrale in ihrem Besih befinden. keinerlei
Uebertragung im Ausland weder direit
noch durch Mittelspersonen vorzunehmen. Dieselbe
Verpflichtung wird eingegangen für die
die der deutschen Negierung
oder Reichebank gehören, oder die ibnen
Der Pariser „Herald“ meldet aus Neuyork: x
Auf Anfragen im Senat erwiderte #
würde keine diltatorische Festlegung
der Friedensbedingungen gegenüber
den Mittelmächten stattfinden. Voraussezung
hiefür sei. daß eine vom dentschen Volk beglaubigte
Regierung vorhanden sei.
Die Konferenz ber Alliierten.
S Amsterdam, 5. D (Drahtlb.# Neuler
meldet amtlich: Die Lossurn der Regierun
gen von Frankreich, Nalien und England itt
beendet. Sie ergab vo le Ueboreini inimung be—
sonders hin sichilich der: Vehandu:g Deulcchlands,
um dieses so viel alo möglich sühnen zu
lassen für seine Schuld am Kriege.
Wilsons Ankunft.
Lanjing, es
*. Rotterdam, 4. Dez. Nach einer Meldung
des NMiu Notterdamschen Couran“"
aus Paris, int die Amkunft des Präsidenten in
Paris für den 13. Dezember morgens feiigesetzt.
Präliminarfriede ohne D islu'sior.
Lugano, 4. Scz. Wise die „Agerz'a,
Volta“ meldet. dürfte die Unterzeichrung des
Präliminarwieden in der zweitlen Hälfie des
Dezember erfolgen, da Wilson den Vereinbarun.
gen der Alliierten zweifellos zumnimmen wmird.
Dem Feinde wird teineriei Diskusfion
·.
über die H —
friedens Kgektanden werden, höchitens die Ve.
richtigung etwaiger unwesentlicher Ginzelheiten.
Das sei erllärlich, da die Prinzipien des Fricdens,
den die Verbündeten diktieren würden.
inen stets bewährten Grundsätzen der Gerechtigleit
entsprächen.
Finanzabkommen der Wassensillanhskommisson.
Spaa, 2. Dez. Der Vertreter der „Krane
ozean Nachrichtengesellschaft meldet: Die Finamkommission
der internationalen Waffenkillstandskommission
unterzeichnete am 1. Tezember
ein Schlußprotokoll. worin u. a. folgende Ver.
einbarungen mitgeteilt sind: Die deutsche Re;
gierung verpflichtet sich. keinerlei Maßnahmen
zu ergreifen, welche geeignet sind. ihren siekalischen
und privatwirtschaftlichen Vesit in irgendeiner
Weise zu vermindern, da dieser Besitz das
gemeinsame Unterpfand der Alli#erten zur Dekkung
der Kriegsschäden ist, worauf sie Anspruch
haben. Weiter verpflichtet sich die deutsche
Regierung, die Eisenbahnen, Kanäle, Bergwerke,
Vorste, sowie Unternehmungen klolonialer, wirtschaftlicher,
ind ustrieller und kommerzieller Art.
die ihr gehören oder an denen sie beteiligt ist.
weder zu vexkaufem noch, u kredilieren oder zu
als Unterlagen für Lombardvorschüsie on.
Jere Handlung, welche dieser Vereindar#rg
widerspricht, wird von den Regieru: igen der Alli—
ferten als rechtsungültig angesehen. Die deutiche
Regierung wird alle möglicherpeise daraue zu
ziehenden Foigen zu tragen haben. In bezug
auf die Rüderstattung der nach Deutschsar id 1ber.
* führten Bettage gus den Gebieten der Alli i.
ierlen, welche im Waffen- E tandsvertrag vorgesehen
i#l, wurde vereinbar: daß die Ruckzahlung
in derse lben Währung geich- hen soll, in
der sie seinerʒeit weggesührt wurden. In den
Küllen. in denen dies nic chl mönlech ift. —8 eine
Rückerstatlung in Mark er olgen. und -
brovisorischen Kurse von 1.25 Franken für eine
Mark. jedoch behalten sich die NRegierurgen der
Alliierten das absolute Recht vor, spüter den
Austausch der Markbeträge gegen fras##öfichhe
oder belgische Franken zum gleichen Kur'e oder
gegen Lieserung von Geldwahrungsweren auf
der Basiz von 1.25 Fran#ten für eine Marl
zu fordern.
Voraussichtliche Verlängerung
des Waffenstillandes.
Aus dem Haag, 5. Dez. (Drahtd.)
Reuter meldet aus Lo iden: Die Interalliterten
lonserenz besprach die D Dauer des Wassenttill.
standes, der wahrscheinlich verlängert
wird. Die allgemeine Friedenekonfererz wird
in Paris wahrscheinlich Ende Januar sattsinden.
Von der ehemals deutschen Flotte.
5 Wilhelmshaven. 5. Deʒ (Danlt.)
Schisse „König“, „Dredden“ und „V1
nach England abgefahren. Damit ist 7
D
73
u der deutschen Kriegsslotte
nach England abgeschlossen.
Ein englisches Geschwader in
Wilhelmshaven.
*s Wilhelmshaven, 5. Dez. (Drahtb.)
Ein englisches Geschwader unter Admiral
Browning ist hier angekommen.
Heimkehr der deutschen Schwerverwundeten
und Zivilinternierten
aus England.
„ Aus dem Haag,
inh Echwerverwundeten und die Jivilinternierten
demnächst nach Deutschland zu
schicken.
Die Franzosen in der Pfaljz.
* Ludwigshafen, 3. Dek Der gesamte
Sitenbahr Personen= und Gülerverkehr ist ziiden
der Rheinpsanz und den ric des Rheins
E B Gebletsteilen gesperrl. Die sranzösi- J
schciiålo·siiiiiia.lei«itetpsii«l)e.biii1.bkxs
—
5. Dez. (Drahtb.,
Die englische Regierung soll beabsichtigen. die
ven: Ritolaus A Johre
all den Volksräten befohlen, ihre Tià
tigkeit sosort einzus ellen, widrigenfalls
ihre Mitglieder in Frankreich interniert
würden. J# den beletzten keen Stlädten
wurde die franiöfische Zemn eimng ührt.
Plünderungen in Kol#
* Köln, 5. De## (Drahib.: Sen gestern
nacht wird geplündert. Tausende vo Menschen
schleppen wertvolles Hectesgu: aus dem
Soerespa ꝛrt som. Vier Mllderer wurden er
Gtesten. eine Amabl **D5 3ahlreiche ver
bat et.
Die Abdankung des ehemaligen
ronprinzen.
s Aus dem Haag., 5. Der (Drahtb.,
Die Abankungsurkunde ist nunmehr
vom deutschen Kronprinzen unterzeichnet
worden.
Gemünztes Gold für den Kaiser'
Hamburg, 4. De## Wie der Voräßendr
des Soldatenrates in Hamburg erklärt, i#t ih'n
bestimmt gemeldet worden. daß 20 Sack ge
münzlen Goldes an den Grafen Venkinck, den
angeber des Kaisers. abgesandt worde# seie-Die
Sendung sei für den Kaifer bestimmt ge
##e Lage im keiche.
Gegen die Diktatur.
Berlin. J. Des. Die Fronksoldaten rühren
sich jent gegen die bolie dew iinsichen Treibe ·
reien der Spera'n#egruppe. In Verlin wird
ein von den Frontsoldaten ur kerseichnetes Flug.
blatt verbreitet, werin es I .,Wenn die
Sbarteru- Aumirans uns bege''rei machen, sidd
auch Dr. Lieblrecht u#9. Konzor#ten vogel’r-i.
Wenn * N’girrurg % don eer Handvoll
BZu'i un ihr Irn kerror#fieren lé#
erforrer: es Ulfer Küasferbewunhtzein. selden Ord
una ind Nuhe 1 Dach die sozia.
iii.. Jiipiiil An den An—
Wlnersder' er'schien ein
Ten „Arbeiter! Biurr
dem Unte rgange nabe
von auken, son.
;ria usgrupve
Totet Vieb.
DArbeit und
agsäulen in V#
* Ta mit fnsgerden
* Das Va’erlad is-#
tet es! Es il nicht hedroht
dern von innen, don der Spa
Schlagt ihr FTukre t to
kee#! Darna
VProt haben“
. Einetllickiligkkellung
«Vekli«:i.—«o.TeZ.ssseqcnfibekdekdukch
eineFlorrelvostbessxverbreikctenNachricht,daß
Ver,xii"lsmiri«dr’llbitersiiid Soldaten ·
räte bilher 57 Mit lio ien Marl betragen hätte,
schreibt die „Freibem““: Wir haben bereits da
auf bingewiefen. daß vi eĩe Ai aabe schon des
stärksten Zweiseln begegnen müsee, weil c5 9
bieher gar keine Möglichkeit geoben konte, eine
halbwegs zuverlässige Verechnung der von den
äArbeiter= und Soldatenrälen in Ansoruch genommenen
Beträge vorzunehmen: die allerverschiedenften
Stellen. Dunende. vielleicht sogar
Hunderte. en da zunächtt zu befragen. 300
Millionen Mark sind eine onn haltlose Behauptung.
l
Anschluß der Nationalliberalen
( an die Demokratische Partei.
Beieerlin. 4. 12. Nach mehrtägigen Verhandlungen
ist die Einigung der Deutschen Demokratischen
Partei mit der Deutschen Volkspartei
(den bisherigen Mationalliberalen) heute
voll zogen worden.
Eine denonshaien der Mũnchenet
fand am 4. Dezember mittag vor dem Ministerium
des Aeußern am Promenadeplatz in
Muünchen statt. Von der Kaserne des Pionier--Bataillons
zog der Demonstratunszug geschlossener
Front= und Heimattruppen, unter Voranttragung
der schwar# rot-goldenen Fahne, nach
dem Ministerium des Aeußern. Dort begab sich
eine Abordnung der Peoniere zum Ministerpräsidenten,
der sie im Beisein des Gesamtministeriums
empfing. Der Redner, der erklärte, doß
N-r