Wirtschaftskrieg. und Kriegswirtschaft
Wir mußten ferner mit unserer beschränkten Kaufkraft
für ausländische Waren haushalten und die für uns beschaffbaren
Beträge an fremder Valuta für den Ankauf
der am dringlichsten benötigten Waren verwenden.
Schließlich ließ die Tatsache, daß die Einfuhr wichtiger
Waren nur in bestimmten Mengen und nur gegen Zugeständnisse
unsererseits auf dem Gebiete der Ausfuhr zu
erreichen war, gar keine andere Wahl als eine planmäßige
Regelung auch der Einfuhr.
Das sind die zwingenden Gründe, aus denen die vielgescholtene
Reglementierung und Zentralisation unserer
Aus- und Einfuhr entstand.
Diese zwingenden Gründe wurden, wie die ganze Tragweite
des Wirtschaftskrieges, nicht von Anfang an voll
erkannt. Aber immerhin zeigten weite und wichtige
Kreise unseres Wirtschaftslebens schon in den ersten
Tagen und Wochen des Krieges ein richtiges Gefühl für
die Notwendigkeit einheitlichen Vorgehens beim Einkauf
im neutralen Ausland. Die damals schon aus der Initiative
unserer industriellen und koınmerziellen Kreise geschaffenen
Organisationen sind später ausgebaut und mit
anderen, vielfach nach ihrem Vorbild geschaffenen Einrichtungen
in den Dienst der Kriegshandelspolitik gestellt
worden. Vielfach aber fehlte das Verständnis für die
Notwendigkeit einer einheitlichen und planmäßigen Leitung
unserer Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte mit den
Neutralen in einem geradezu erstaunlichen Maße. Es
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