Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1899. (76)

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die  Auslegung  der  Prüfungsordnungen  für  Aerzte,  Zahnärzte  und  Apotheker,  wird  unter
Bezugnahme  auf  die  Bekanntmachungen  des  Ministeriums  des  Innern  vom  28.  Juni  1883
(Reg.  Blatt  S.  165),  9.  September  1889  (Reg.  Blatt  S.  290),  5.  April  1875  (Reg.  Blatt
S.  168)  und  10.  September  1889  (Reg.  Blatt  S.  296)  in  Nachstehendem  zur  Kenntnißnahme
  und  Nachachtung  veröffentlicht.

Stuttgart,  den  7.  Juni  1899.
Pischek.

Bekanntmach#ng,
betreffend  die  Auslegung  der  Prüfungsordnungen  für  Aerzte,  Zahnärzte  und  Apotheker.

Auf  Grund  der  Bestimmungen  im  §.  29  der  Gewerbeordnung  für  das  Deutsche  Reich  hat  der
Bundesrath  beschlossen,  daß  den  Prüfungsordnungen  für  Aerzte,  Zahnärzte  und  Apotheker  fortan  folgende
  Auslegung  gegeben  werde:

1)  Als  Universitätsstudium  im  Sinne

des  8.  3  Abs.  2b  und  Abs.  3  der  Bekanntmachung,  betreffend  die  ärztliche  Vorprüfung,
vom  2.  Juni  1883  (Central-Blatt  für  das  Deutsche  Reich  S.  198),
des  §.  4  Abs.  4  Ziffer  2  und  3  der  Bekanntmachung,  betreffend  die  ärztliche  Prüfung,
vom  2.  Juni  1883  (Central-Blatt  für  das  Deutsche  Reich  S.  191),
des  §.  4  Abs.  1  Ziffer  3  der  Bekannmachung,  betreffend  die  Prüfung  der  Zahnärzte,
vom  5.  Juli  1889  (Central-Blatt  für  das  Deutsche  Reich  S.  417),
des  §.  4  Abs.  3  Ziffer  3  der  Bekanntmachung,  betreffend  die  Prüfung  der  Apotheker,
vom  5.  Mänrz  1875  (Central-Blatt  für  das  Deutsche  Reich  S.  167)
gilt  auch  die  Zeit,  in  welcher  die  zur  Prüfung  sich  Meldenden  gastweise  (als  Hospitanten
oder  Hospitantinnen)  an  einer  Universität  —  bei  der  Apothekerprüfung  auch  an  einer  gleichstehenden
  Lehranstalt  —  Vorlesungen  besucht  haben,  sofern  sie  ungeachtet  des  Nachweises
der  für  die  Zulassung  zur  Prüfung  vorgeschriebenen  schulwissenschaftlichen  Vorbildung  sowie
der  erforderlichen  sittlichen  Führung  aus  Gründen  der  Univerfitätsverwaltung  von  der
Immatrikulation  ausgeschlossen  waren,  und  die  Einhaltung  eines  ordnungsmäßigen  akademischen
  Studienganges  dargethan  wird.
2)  Als  Untversitäts-Abgangszeugniß  im  Sinne
des  §.  3  Abs.  4  und  des  §.  9  Abs.  1  der  Bekanntmachung,  betreffend  die  ärztliche  Vorprüfung,