Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

370  Kaeilett

leutselig  c.  —  Facilelt:  s.  Fazilett.  —  Fäcil-is
(Tat.),  a.  :  leicht:  Facilis  ererneu-  Arto  (I.  d.  )c.
Zität,  7*  en:  Leichtigk.  (z.  B.  in  der  seltnen
Mez.:  2  F-en,  um  zu  diesen  9n  zu  gelangen,  zu
vermebren.  Uat3.  22,  143,  die  Gelegenheiten)  Gefälligk.,
  Umgänglichk.,  Leutseligk.  c.  -itatiön,
f.;  —en:  Facilititrung.  -lièren,  *“  :  erleichtern.
Hindernisse  beseitigen,  befördern  2c.  —  Farinell:

s.  Fozinett.  —  Täcin-or5ö#.  (lat.),  a.:  verbrecherisch,
  ruchlos,  lasterhaft.  us  [824,  3,  n.,  risl:

außerordentliche  That,  nam.:  Schandthat.  —
Färio  (lat.):  ich  thue,  mache:  F.  t  —  dés  od.
fäcias,  ich  thue,  damtt  —  du  gebest  od.  thuest,  eine
Formel  des  röm.  Rechts  für  eine  Art  des  Kontrakts;
  Nur  in  Bezug  auf  die  execütio  44  faciéndum
IErekution,  mittels  derselben  Jemand  zu  zwingen,
daß  er  Etwas  thue,  leiste)  wünschen  wir  den  Personalarrest
  bribehalten.  Uat  3.  21,  245.  —  Harit  (lat.),
n.,  —#:  —#:  das  Ergebnis  einer  Nechnung.  w.  10,
299;  Die  Fs#  solcher  Berechnungen.  Kohl  A.  3,  374;
Das  Schluß-F.  DMus.  15,  2,  263.  —  FTagc-on
(fri.  faßeng),  f.;  —6:  Form  einer  Arbeit;  das
äußre  Ansebn;  Art  u.  Weise,  Lebensart  2c.  (vyl.
Fashien),  Mz.:  Umstände,  die  man  macht  (ogl.
Ceremonien):  Nicht  vlele  F-s  machen;  Ganz  ohne  F
(l.  Sausfaçon)  2c.:  Bleße  F.  de  parler  (-ẽ),  Redensart
  (die  nicht  so  ernst  gemeint  ist)  2c.;  F.  od.  Dessin
  (s.  d.)  .  Draht;  F.-Eisen,  z.  B.  halbrundes,
ovales,  dreieckiges.  Karmarsch  M.  1,  144;  Den  Vortheil
der  Schmelzbark.  des  Gußstabls  auszunuten  u.  statt  des
Rohmaterials  sogleich  F.-  Güsse  berzustellen.  Uai3.  20,
127.,  Gußwaaren  in  best.  F.  ꝛt.  onnerié,  f.;
—(eyn:  das  Modeln,  Blümen  der  Zeuge.  onneur
(-ör),  m.,  —s;  —5  :  Fagçonnierer.  onnier  (Jonjẽ),
m.,  —8;  —6  :  Einer,I  der  viele  Fagons  macht  (Ggasz
Sanefagen).  ·  onnĩcren,  tr.:  modeln,  mustern,
nam.:  Zeugstoffe,  Gewebe.  HKormarsch  M.  2,  300;

391;  11  .  (vgl.:  Croffe  —  s.  d.  —  faconnce)
2c.;  ferner  bei  Metallarbeitern:  nach  best.  Form
gestalten:  Fagonnierter  (od.  Fagen-)  Draht;  Geschweifte
  od.  fagonnierte  Schlüsselröhre.  Karmarsch  M.
1,  579  1e.

Fäd-aise  Erz.  —ãse),  äfe,  f.;  —n:  Fadheit
(s.  d.).  —e,  a.:  saft=  u.  kraftlos,  schal,  geschmacklos,
  abgeschmackt,  lippisch  2c.:  Mit  f—  n  Tändeleien.
Drne  1,  157;  Mehlig  u.  f.  ohne  alle  Würze.  Burmeister
9B.  2,  287;  Das  Alkali  ist  f.  G.  39,  172;  Das  F.  ist
die  dünne  Nahrung  des  obhnmächtigen  Gerchmacks.
tSchlegel  G.  67;  Im  Toneder  sten  Galanterie.
w.  15,  10  2c.  eur  (—#),  f.;  —#:  Fadheit.  heit,
f.;  —en:  das  Fade-seln  u.:  etwas  Fades:  Die  F.  u.
Leere  mancher  Menschen.  Dulet  Gr.  42;  Geroinus  Hist.
7,  12;  Doktor  Specht,  die  geistreiche  F.  selbst.  Sutzkom
Diak.  192;  Ich  tange  nicht  zu  len  Fen,  in  denen  man
sich  reizend  findet.  Sschohhe  8,  150  1e.  in  (—  ng),  m.,
—6;  —&:  ein  fader  Mensch:  Dlesen  Ellenreiter  u.  F.
Drachvogel  Falst.  1,  120  2c.

Fasner  (nord.  Myth.),  m.,  —8;  0:  F.,  FS-Drache:
  der  Wächter  des  Schaßes  (Herts)  des  Königs
Sigurd.  Kohnike  Fr.  115;  389;  Fafntr:  Sein  Name
aus  FéE.Ofnir  (Schatzweber)  entstellt.  Simrock  Myth.  385.

Fainéant

Fãgara  (ar.),  f.:  —:  ein  Pflanzengeschlecht:
Flügel-F.  (in  Südamerika),  Stahlbaum.  —  Fag-in
(nlat.),  n..  —(e)s;  0:  Bitterstoff  der  Buchnüsse.
Sophrum  s8  24,  2,  n.)]:  Buchweizen.  —  Fag-ot
(frz.  —ö),  n.,  —8  :  —;  -ötl,  m.,  n.,  -(e)s;  -e,
—6  :  Reisbündel.  Nauchlin  Auzenss.  12a  2c.,  vgl.
(engl.):  Ein  F.  lipr.  függött!  Stahl  120  Pfunr.
Eneyhl.  f.  K#ufl.  5  30  a  2c.,  —  heute  gw.  nur:  ein
Blase-Instrument  mit  tiefen  Tönen  (Basson),  aus
2  über  einander  liegenden,  zweifach  zusammengezarften
  ausgebohrten  Röhren  v.  Holz  bestehnd:
Etwas  Gerämpftes  wie  dle  Stopftöne  eines  Fes.  Auetbach
  Leb.  1,  228;  Mit  dem  Horne  das  Fagöttchen.
Echtermeyer  70;  Hoboen,  Fe.  G.  3,  370;  16,  80;
F—s  dienen  in  der  Regel  nur  als  Verstärkung  der  Bisse.
Jahn  Mcz.  1,  262;  Das  F.  fabe  Mus.  124;  Der  den
murrenden  F.]  zur  Würde  des  Menschensangs  bobst.
Schubart  2,  315  2c.;  Man  unterscheiret  das  Chor=  u.
das  Doppel=  od.  Kontra-F.,  das  eine  Oktave  tiefer
steht  als  jenes,  darunter  das  Quart=  u.  QuintF.,
jenachrem  es  eine  Quarte  od.  Quinte  unter  dem  tiefen
C  umfasst,  ferner  das  Tenor  F.  (od.  Fagottino),  das
eine  Quinte  böber  steht  als  das  Cber-F.  2c.;  F.-Bläser,
  „Spieler;  „Rohr;  „Töne  ꝛe.  Cotaille
(al),  f.;  —s:  Einfassung  eines  Damms  mit  Reisbündeln.
  oltttnno,  m.,  n.,  —;  —,  -cttini:
Tenorfagott.  -  otlist,  m.,  -—en,  (s§);  —#2:  Fagottbläser.
  —  Fägus  (#et.),  f.  [8  24,  21.  Buche  rc.,
s.  Pbegos.

Täham,  m.,  —#:  0:  F.,  kieser  „Thee  v.  Bourbon“,
  welcher  es  .  mit  dem  chinesischen  aufnehmen  kann.
Globus  5,  71b.—  Fahding:  .  Fething.  —  Fähhad
(ar.),  m.,  —;  —8  :  *rdrdi*ne  Gepard  (s.  d.),
abiss.:  Newer-Golgol.  Drehm  Hab.  50.  —  Eähr
(ar.),  m.,  —##  :  —#  :  Alle  Mäuse  heißen  im  Arab.  F.
63,  vgl.:  Das  bunte  Hörnchen,  Sciürus  multicolor,
ar.  F.  el  Sarjar  (Baum.-  Maus),  abiss.  Sakie.  ebd.  —
ährenheit:  Name  eines  Naturforschers:  Der
Nullpunkt  des  F.'schen  Thbermometers  trifft  mit  dem  Tbeilstriche
  —  17½  der  Celsius'schen  [J.  d.]  Skala  zusammen.
  Der  Schmelzrunkt  des  Eises  ist  auf  demselben  mit
32,  der  Siedepunkt  des  Wassers  mit  212  bez.,  so  das
also  der  Zwischenraum  zw.  dem  Gefrierrunkte  u.  dem
Siederunkte  des  Wassers  hier  in  180  Grade  getheilt  ist.
Pouillet  1,  210.

Faibl-age  (frz.  fähbläst’),  f.;  Fn:  das  Prägen
zu  leichter  Munzen.  —e  (fälb'0,  a.:  schwach;  n.,
—86;  —#:  die  Schwäche  (Falblesse),  bef.  Ein  F.  (od.
Tendre  ,  s.  d.),  eine  Faitlesse  für  Zemanr  baben,  für
ihn  eingenommen  sein,  so  daß  man  Alles,  was  er
thut,  gut  findet  2c.  -esse,  s.  :  Schwachbeit,
Schwäche  (s.  Foible),  Obimnachtn  „c.  -iĩẽren,  intr.
(lein):  schwach,  ohnmächtig  werden:  tr.:  schwüchen
x.  —  Faĩence:  s.  Favence.  —  Faille  (srz.  füll).
f.;  —#:  ein  auch  die  Schultern  bedeckendes  Keoftuch
  der  Flamänderinnen  2c.  —  Faill-ibel,  Uren
(frz.  fall—-:  fall-ibel,  zieren  (s.  d.).  —#I.  m.,  en,
—6#;  en:  Fallit  (s.  d.).  -ite,  f.;  —m:  Falliment
(s.  d.).  —  Fainéani  (fri.  fäneing),  a.;  m.,  —;
—#:  nichtsthund;  Nichtsthuer,  Müßiagänger,
Tagerieb  2c.:  Unter  den  rois  lreäl  (—s  Imüßtggänge=