Full text : Regierungsblatt für das Königreich Württemberg vom Jahr 1900. (77)

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Artikel  11.

Das  für  die  Töchter  bestimmte  Deputat  von  1  500  fl.  (mit  Worten  Fünfzehn  Hundert
  Gulden)  hört  auf  im  Augerblicke  der  priesterlichen  Einsegnung  oder  der  Ablegung
der  Gelübde.

Artiktel  12.

Töchter  und  überhaupt  weibliche  Descendenten  der  Nachgebornen,  wenn  sie  eine  für
statutengemäß  erkannte  Ehe  eingehen,  erhalten  von  dem  Fideikommisse  einen  Beitrag  zur
Ausstattung  von  4  000  fl.  (mit  Worten  vier  Tausend  Gulden),  welche  gleichfalls  in
Jahresfrist  nach  erfolgter  priesterlicher  Einsegnung  abzutragen  sind.  Sonst  haben  sie
an  das  Haus  keinen  Anspruch.

Artikel  13.

Die  bisher  erwähnten  Bezüge  der  Töchter  sind  unveränderlich,  das  Einkommen  des
Hauses  mag  vermehrt  oder  vermindert  werden.  Nur  wenn  das  Einkommen  des  Hauses
um  wenigstens  die  Hälfte  durch  äußere  Unfälle  vermindert  werden  sollte,  haben  sie  sich
derselben  Beschränkung,  wie  die  Nachgebornen  (Tit.  XII  Art.  14),  zu  unterwerfen.

Artikel  14.

Für  die  bisher  erwähnten  Apanagen  der  Nachgebornen  und  für  die  Bezüge  ihrer
Nachkommen,  sowie  für  die  Bezüge  der  Töchter  haftet  das  ganze  Stammgut  und  zunächst
die  paratesten  Einkünfte.

Titel  XIV.
Von  der  Erbfolge.
Artikel  1.

Das  Gesammtstammgut  ist  erblich  im  Mannsstamme  des  fürstlichen  Hauses  nach

dem  Rechte  der  Erstgeburt  und  der  agnatisch-linealischen  Erbfolge.
Artikel  2.

Ueber  die  Erbfolge  in  das  Allodialvermögen  eines  jeden  Fideikommissars  entscheidet
vor  Allem  sein  letzter  Wille.  Ist  er  ohne  letzten  Willen  gestorben,  so  fällt  das  Allodialvermögen,
  wozu  auch  die  Vorräthe  und  Rückstände  gehören,  dem  Fideikommisse  zu.  Die
Allodial-Verlassenschaft  muß  jedoch  cum  benelicio  inventarül  angetreten  werden,  wenn  sich