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ge ne getrünke trinken; — bei Jägern: birkgellugel rer-Sschläst,
hört auf zu locken; der hirsch hat verschlagen,
wenn er den Bast von feinem Geweih völlig abgestoßen
bat. 3) Part. verschlugen. in den Sinn des versieckt.
listigen übergegangen (vgl. sich verschlagen, verbergen,
eien I): sio . sind verschlagen und haben geschwinde
renke Ps. 64, 7; der verschlugenc spieler Schiller
3, 157; verschlagener kopf, verschlagene antwort, u. a.;
dazu die verschligenheit eines menschen. — verschlammen,
sich mit Schlamm verstopfen: der graben verschlammt.
— verschlämmen, mhd. verslemmen, mit
Schlamm verstopfen: sie (die Abzüge) dergestalt zu verschlümmen.
dusz die hauplplätze in gefahr sind unter
wasser zu stehen Goethe ital. Reise I.
Verschlechtern, schlechter machen Adelung, noch
als wenig übliches Wort; ich bin überzengt, dasz lange
in Italien reisen den charakter verschlechtert Moltke
5, 23; od die politische lage des reichs verbessert oder
verschlechtert wird Bismarck Red. 6, 155; ihr offziercoorps
verschlechterte sich von jahr zu jahr Treitschke
2, 227. — verschleiern, mit Schleier verhüllen, eigentlich
und übertragen: das verschlcierte bild zu Sais
Schiller; eine schlupfrige sinnliche stelle in platonischen
schwulst verschleiert Schrift. 2, 381: gesinnungen
zu verschleiern Häusser d. Gesch. 3, 177;
auge durch tbrünen verschleicrt. — verschleißen, mbd.
versliken, 1) durch mürbe werden zu Grunde gehen;
eigentlich, besonders von Zeug und Kleid: ein stucklein
alts verschlissenes leinwats Fischart Bienk. 1425; das
kleid verschleust und danret nicht Königsb. Dichterkr.
155; verschlissen tneh Haller 76, verschlisscnes gewand
Freytag Ahnen 5, 57: übertragen: alles fleisch
verschleist wie ein kleid Sir. 14, 18. 2) tranf., abnutzend
brauchen, verderben: daz was ein pleller (Decke)
.. man kunde in nibt verslizen Flore 2607; viel kleider
verschleiszen Adelung; übertragen, von der Zeit, —
zubringen: die edle statt Paris, in deren ich mein junge
tug verschlissen hab B. d. Liebe 2304; sein ulter (Frölich
Stob. 123), leben (329) verschleiszen; in schärserem
Sinne: nicht linnen ists, was ihr verschleiszt,
nein, warmes menschenleben Freiligrath 3, 150; in
Formenmischung mit schlieszen (s. d. 2 und schleiszen):
die zeit so wir verschlieszen. pflegt als ein strom zu
llieszen der keinen halt nicht weisz Opitz 2, 131; —
anders im oberdeutschen ware. tabak verschleiszen, im
Kleinhandel verkaufen. — verschlemmen, schlemmend verbringen
oder verbranchen: hett ich ein keiserthum es
muszt verschlemmet sein Garg. 170; nach einer verschlemmten
nucht Grabbe 1, 155. — vorschleppen,
wegschleppen Stieler; mit dem Nebensinn des Leichtsinns
oder der Untreue: ungetreues gesinde kann vieles
verschleppen Adelung; mutier und sohn . verschleppten
das vermogen Iffland Bewußtsein 1, 3;
von Geschäften, Prozessen, ungehörig verzögern: diese
so sundlich verschleppte angelegenheit Treitschke
5, 101. — verschleuder, wegschleudern (bei Stieler
verschlandern, s. schleuder und schleudern): so sollte
von diescm erhobnen treffenden arm ench ferne von
mir mein donner verschleudern Klopstock Mess. 8,149;
leichtsinnig hingeben, wegwerfen, geld; eine ware verschleudern,
sie zu einem Schleuderpreife ablassen; meine
nichte an die schatze solcher menschen zu verschleudern
Isfland Spieler 5, 11: hätte ich diesen gewinn
dir verschleudert? leichter Sinn 1, 1.
Verschlietbar, zu verschließen: cine verschlieszbare
kommocke Moltke 5, 108. — verschlichen, mhd. versliczen.
schließend versperren, thure Mattb. 25, 10), ein
thor. haus, gefüngnis (Ap. Gesch. 5, 23), tempelSchiller
4, 26), zimmer (Ränb. 3, 2); einen bricf. weg. zugang
verschlieszen; frei: mund, augen, herz versehlieszen;
er verschlieszt den vernand vor den thatzachen; der
freude den zugang zum gemut verschlieszen; alle uusverschlammen
— rverschließen.
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sichten sind ihm verschlossen; die geisterwelt ist nicht
verschlossen: dein sinn ist zu Goethe Faust 1; da
glanbt ich ihn der liche ganz verschloseen Schiller
Phädra 1, 5; das licht. dem sich gedruckte traurige
sklaren verschlieszen Schrift. 7, 10; soll ich junger
banum mich ganz der luft verschlieszen? Rückert 231;
ich kunn mich dieser wahrnehmung nicht verschlienzen:
in der Bibelspr.: da der himel verschlossen war (regenhlos)
Luc. 4, 25; der herr hut mich verschlossen, das ich
nichts geberen kan 1. Mos. 16, 2; Part. verschlossener
mensch, der sein Inneres nicht offenbart CF Meyer
Nov. 1, 131; mit verschloszner miene Schiller Karl.
3, 3; du stöszest ihn verschloseen, kalt zuruck Jungfr.,
Prol. 1; — schließend verwahren, sein geld, schätze;
wo viel zugreifens ist, alles wol verschlieszen Sir. 42,7;
so 80l der priester den selben (Kranken) verschlieszen
sieben tage 3. Mos. 13, 4; refl.: verschleus dich in
deinem hunuse Hes. 3, 24; dafür mit Acc.: dasz ich mich
nicht . in mein zimmer verschlieszen konnte Goethe-W.
Meister 4, 16. — verschlimmern, schlimmer machen:
wollen Sie das schiceksal Ihres sohnes verschlimmern?
Iffland Jäger 5, 3; wenn er den hande! (Streit) nieht
verschlimmern wolle Keller Seldw. 2, 254; dasz ich
nur verschlimmre, wo ich verbessern will Schiller
Karl. 2,8; die krankheit hst sich verschlimmert. — verschlingen,
1) durch einander schlingen (vgl. seblingen 1),
ketteo, knoten; die lichte wölbung, grun in grun verschlungen
Geibel 1,24; verschlungene hünde; die verschlungenen
(bie einander umschlungen hatten) Goethe
Eleg. 1, 19; frei: so wunderbar ist diesz geschleecht
gebildet, so vielfach ists verschlungen und verknupft
Iphig. 4, 4; in dieses ritterwesen verschlang sich noch
ein seltsamer orden DuW. 12; diesen verschlungenen
verhültnissen gegenüber Häusser d. Gesch. 1, 244;
die musik hatte sich . in die verschlungenste kunstlichkeit
verloren Ranke Päpste 1, 496. 2) an Stelle
des mhd. verslinden getreten (vgl. schlingen 2), gierig
hinnnter schlucken; die alte Form noch vielsach im 16.Ih:
die leibaigen leut . die von stundan auch derselbig 86
verschlimmern — verschlucken.
rverschlant Aventin 1, 87; wir verseblinden Garg.
182; Part. verschlunden Luther 1, 559-; eigentlich:
gierig speise verschlingen; der hund verschlang den
bissen; ich nam das buchlin von der hand des engels.
und verschlungs Offenb. 10, 10; vielfach frel: die erden
.. thet jren mund auf, und verschlang sie 4. Mos.
16, 32; verschlungen hat ihn (den Becher! der schwarze
mund Schiller Taucher; das meer hat das schiff, der
abgrund den wanderer verschlungen; (Flamme die) das
ganze haus in ungecheurer feuerflut verschlang Br.
v. Mess. 1311; ströme von gold verschlang dieser krieg
Ranke Werke 1, 201; das rohe tosen, das deinc worte
mir verschlang Uhland 26; einen mit den augen verschlingen;
(er) verschlingt dus schöne weib mit seinen
blicken sechier Wieland Hann u. Gulpenbeh 120;
einc zeitung, schrift verschlingen, gierig lesen; nun
erschien Wielands ubersctzung. sie ward verschlungen
Goethe Du W. 11; hat lustbegier die eifersucht verschlungen
Wieland Ob. 11, 29; eine von ihren
schwestern . . vom gedanken der trennung ganz verschlungen
Danischm. 15; mit welchem verschlingenden
geize ich an ihr hing! Winterm. 2, 296; dein alles
verschlingende phantasie Schiller 4,39.— verschlucken,
mhd. verslneken, binabschlucken, biesen, pillen: die jr
mucken seiget, und kamel verschluckt Matth. 23, 21;
frei: der boden verschluckt das waseser; sand dos vit
wasser verschluckt, arena bibuka Maaler; es Gars
doch mancher edelman verschlucken wage n. ross und
man tdurchbringen! Alberus Es. 11, 91; scinen Urger
verschlucken; so konnie der kinig den groszen verdrusz
nicht verschlueken Goethe Benv. Cell. 1, 3;
als sie ihre Ihrünen zu vrschlucken suelte Wertb.
Leib. II; beim Sprechen worte. silben, lante verschlucken: