Full text : Reichs-Gesetzblatt. 1882. (16)

ständige  Ortsbehörde  zugebilligt  und  als
Vormundschafts-  oder  Kuratelkosten
aus  den  Mitteln  der  Erbschaft  erstattet

werden.

Artikel  39.

Falls  der  Nachlaß  eines  Angehörigen
eines  der  Hohen  vertragschließenden
Theile,  welcher  in  dem  Gebiete  des
anderen  Theiles  gestorben  ist,  herrenlos
bleibt,  das  heißt,  falls  kein  überlebender
  Ehegatte  oder  keine  sonst  zur  Erbfolge
  berufene  Person  vorhanden  ist,  so
soll  das  bezeichnete  Vermögen  dem  Fiskus
  desjenigen  Landes  zufallen,  in
welchem  der  Todesfall  stattgefunden  hat.
Sofern  jedoch  Nachlaßgegenstände  in
dem  Gebiete  desjenigen  vertragschließenden
  Theiles,  welchem  der  Verstorbene
angehörte,  vorhanden  sind,  verbleiben
dieselben  dem  Fiskus  des  Landes,  in
welchem  sie  sich  befinden.

Die  erforderlichen  Bekanntmachungen
bezüglich  der  Person  des  Verstorbenen,
sowie  des  Tages  und  des  Orts  seines

Ablebens,  sind  durch  die  zuständige

Ortsbehörde  in  Gemäßheit  der  Gesetze
und  Gebräuche  des  betreffenden  Landes
in  den  Zeitungen  zu  erlassen.

Hat  nach  Ablauf  von  zwei  Jahren,
vom  Todestage  an  gerechnet,  sich  weder
ein  überlebender  Gatte  noch  ein  anderer
Erbe  persönlich  oder  durch  einen  Vertreter
  gemeldet,  so  wird  die  Ortsbehörde
die  Ueberweisung  des  Nachlasses  an
den  Staat  anordnen;  die  Entscheidung
der  Behörde  ist  dem  Konsularbeamten
zuzustellen.  Der  Fiskus  wird  hierauf
den  Nachlaß  übernehmen,  jedoch  verpflichtet
  bleiben,  den  Erben,  welche  sich
später  innerhalb  der  Frist  melden
sollten,  in  welcher  die  Erbschaft  unter
gleichen  Umständen  von  Landesange-92



como  despezas  de  tutoria  ou  curadoria
  pelas  forcas  da  mesma  herança.


ARTIGO  39°

Si  a  heranca  de  subdito  de  uma
das  altas  partes  contractantes,  fallecido
  no  territorio  da  outra,  se  tornar
vaga,  isto  é,  si  nao  houver  conjuge
sobrevivente  nem  herdeiro  em  gráo
successivel,  será  devolvida  á  fazenda
pública  do  paiz  em  que  se  houver
dado  o  fallecimento.  Quando  porém.
se  encontrarem  bens  pertencentes
á  heranca  no  territorio  da  alta  parte
contractante  de  quem  o  fallecido
houver  sido  subdito,  serao  estes  entregues
  ao  fisco  do  paiz  em  que  se
acharem.

Por  diligencia  da  autoridade  local
competente  serao  publicados  nos
jornaes,  de  conformidade  com  as
leis  e  usos  locaes,  os  annuncios  necessarios
  relativamente  á  pessoa  do
defuncto,  bem  como  á  data  e  logar
do  fallecimento.

Si,  decorridos  dois  annos  á  contar
  do  fallecimento,  nao  se  tiver
apresentado  conjuge  sobrevivente  ou
herdeiro,  quer  pessoalmente,  quer
por  procurador,  a  autoridade  local
ordenará  a  entrega  da  herança  ao
Estado,  sendo  essa  resoluçao  intimada
  aco  funccionario  consular.  A
administracao  da  Fazenda  pública
tomará  entao  posse  da  mesma  heranca,
  ficando  obrigada  a  prestar
contas  aos  herdeiros  que  se  apresentarem
  dentro  dos  prazos  em  que
o  directo  de  peticao  de  herança  se