Contents : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1860. (51)

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(Nr.  5275.)  Statut  für  die  Wiesengenossenschaft  zu  Cuchenheim  im  Kreise  Rheinbach.
'  Vom  3.  Oktober  1860.

Im  Namen  Er.  Masjestät  des  Königs.

Wr  Wilhelm,  von  Gottes  Gnaden  Prinz  von  Preußen,
Regent,

verordnen,  Behufs  Verbesserung  der  auf  der  rechten  Seite  des  Erftmühlenbaches
  in  der  Gemeinde  Cuchenheim,  Kreises  Rheinbach,  belegenen  Wiesengrundstücke,
  nach  Anhörung  der  Betheiligten,  dem  Antrage  der  Mehrzahl  derselben
entsprechend,  auf  Grund  des  Gesetzes  vom  28.  Februar  1843.  G.  56.  57.
(Gesetz-Sammlung  vom  Jahre  1843.  S.  51.),  was  folgt:

K.  1.

Die  Besitzer  der  auf  der  rechten  Seite  des  Erftmühlenbaches  in  der  Gemeinde
  Cuchenheim,  zwischen  dem  Wege  von  Stolzheim  nach  Cuchenheim,  belegenen
  Wiesen,  wie  sie  in  dem  Situationsplane  des  Wiesenbauers  Dahlhaus
und  dem  dazu  gehörigen  Katasterauszuge  vom  7.  Februar  1858.  verzeichnet
sind,  werden  zu  einem  Wiesenverbande  vereinigt,  um  den  Ertrag  ihrer  Grundstücke
  durch  Ent=  und  Bewässerung  zu  verbessern.

Der  Verband  hat  Korporationsrechte  und  sein  Domizil  bei  seinem  jedesmaligen
  Vorsteher.

g.  2.

Die  Haupt-Be=  und  Entwässerungsgräben,  die  Wehre  und  Schützen,
die  Bachregulirungen,  überhaupt  alle  zur  vortheilhaften  Berieselung  der  Verbandswiesen
  erforderlichen  Anlagen,  werden  auf  gemeinschaftliche  Kosten  des
Verbandes  gemacht  und  unterhalten,  nach  einem  Plan,  welcher  durch  den  bestellten
  Wiesenbaumeister  anzufertigen  und  in  Streitfällen  von  der  Regierung
festzustellen  ist.

Die  Besaamung,  der  Umbau  und  die  sonsige  Unterhaltung  der  einzelnen
Wiesenparzellen  durch  Planirung,  Düngung  ꝛc.  bleibt  den  Eigenthümern  überlassen,
  jedoch  sind  dieselben  gehalten,  dabei  den  Anordnungen  des  Wiesenvorstehers
  im  Interesse  der  ganzen  Anlage  Folge  zu  leisten;  auch  können  sie  die
Ausführung  der  ihnen  obliegenden  Arbeiten  dem  Wiesenwärter  des  Verbandes
für  ihre  Rechnung  übertragen.

g.  3.

Die  Beitraͤge  zur  Anlegung  und  Unterhaltung  der  gemeinschaftlichen  Anlagen
  werden  von  den  Genossen  nach  Verhaͤltniß  ihrer  betheiligten  Flaͤchen
aufgebracht.

Der  Buͤrgermeister  setzt  die  Hebelisten  auf  Antrag  des  Wiesenvorstehers
fest  und  laͤßt  die  Beitraͤge  von  den  Saͤumigen  durch  administrative  Exekution
zur  Kommunalkasse  einziehen.

Die  Anlagen  werden  in  der  Regel  in  Tagelohn  ausgeführt,  unter  Lei-(Nr.

  3275.)  tung