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Qummer 62
kuilungen folgenden Gesamtocrlehr: 452 Stelkenangebot
e (175 für männliche und 277 für
weibliche Kräfte), 938 Nachfragen nach Stellen
(643 von männlichen und 295 von weiblichen
Kräften), 328 besetzte Stellen (133 mit männlichen
und 195 mit weiblichen Kräften). Im
landwirtschaftlichen Verlehr gab ## 139 Siel-.
lenangebote gin für män niiche und 68 für
weibdliche Krefte). 2—1 Arheitzuchende (217
männliche und 5: weibliche) und 113 besetzte
Stelten (67 mit männlichen und 46 mit weiblichen
Kräften). Der Gesamtveriehr der Gelindeverdingerinnen
brachte 83 Steilenangeb'##e
1 für männliche und 82 für weibliche Kräft:).
120 Nachfragen nach Stellen (3 vo#n männlichen
und 117 von weiblichen Krästen) und 51 besetzte
Stellen (2 mit männlichen und 49 mit
reiblichen Kraften).
Im sitädt. Mohnungs Tkamt gab es im
Fedruar 1914 bei Wohnungen über 25 Ml.
## Angebote, 16 Nachfragen und 12 Vernuetungen;
bei Wohnungen unter 25 Ml. 36
Angevote, 78 Nachfragen und 36 Vermieuaen.
Auffallend ist die groß: Nachfrage
lleinen Wohnungen. Lerre und möbiierle
zernner wurden 28 Mbe en. 20 nachgeftagt,
vermieictchlasstellten wurden 11 angeboten,
11 nachgefragt und ebenfoviele vermietst.
Auf der städt. Industrie? a#y# lelrug
der Viehverladungasielle die Zufuhr 121,.
dic Abfuhr 141 Waggons, beim städt. Gaswerl
ide Zufuhr 6 Waggous. Private hailen eine
Zufuhr von 62 und eine Abjuhr von 13 Wagders
Die allgemeine Ortskrankenkasse NRafenkeim-Stadt
zählte im Februar 2210 männliche
nnd 1426 weibliche Mitglieder. Davon
naren 2260 mämnliche und 1397 weibliche
Mingli der ver icherungepiechtig: darunker gab
es arbeite un### hige Kranie und 2
57 beimm. 33. Versicherungsoerte
mannliche und 23 UM##ibliche Mit
der Mi tgliedern maren 19 mä
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ssmststltchcundIUuch hrltssgc .-I»c
Entgelt.
SIchub den einheimischen Pflanzen.
Rosenheim. 25. März.
laun men leider
i Leute all, Wch: jeßt draußen, Jai:
ren Kinder ders Lenzes ihre Köpte m die
ahe recken, in unversänoiger Weise gimie
Bündel Biumen abreisten und sie nach Haufe
Oleopen. wenn die Lan nicht früher sch-#n 1.
Seile ger orien wird. Das iit ein Unj
leider noch gröhßer zu werden droht. ,
MumulchbaciMai-us«1.«LL»«11· dissengelodt
werden.
Angesichts dessen machen wir auf die Belannt.
machung der Regierung von Oberbarern vom
O. Februar 1917 aufmertsam, wie n 'm Kreis—
eamteblatt Nr. 7 d. J. abgedruckt n it. Sie be—
teist den Schutz einheimischer Psian — und heĩagt
im mesentlichen: „Die Astam 2en der ##O05
schutzten Arten dürfen nicht mil den Wurszel,
den Knolien oder den Iviebeln aurgegraben
oder ausgerissen wercen. Zum Verlaufe dürse
Pflanzen der geschützten Arten oder Teile von
ihnen nich: abgepflückt, abgeriffen. ——**-schnitten
werden. Zu anderen Zwecken dütten sie
nicht in großen Mengen, sondern je nur hochstens
in sech: Stücken abgepflückt, abgeriisen de.
abgeschnitten werden.“ Aus den weiteren Besenmungen
heben wir noch bervor: „Wer dieer
be obau .eri
i
miner noch
Aus sonnigen Landen.
Eindrücke von einer Mittelmeerfahrt mit dem
tddeutschen Lloyd
Von Achim v. Winterfeld.
(Fortsetzung.)
In den Mischrassen des Volkes spiegelt sich
seine Geschichte, Phönizier und Griechen, Römer
und Araber haben hier gehaust. Im Jahre
1530 ergriff der von Rhodos vertriebene Johanniterorden,
der lich non nun ab Malteserorden
nannte, von der Insel Belfitz, die 1708
von Napolion crobert rurde, um zwei Jahre
darauf den Franzosen durch die Engländer entrissen
zu werden. Interessant ist auch die weibliche,
an mohammedanischen Einfluß erinnernde
Kopfbedeckung die Faldelta, ein schwarzer
Ueberwurf über opf und Schultern, der, über
einen Rahmen gespannt, das Gesicht wie eine
Niesenhaube umgibt.
Nebenbei ilst Malta auch ein Dorado zum
Einlausen; außer en berühmten gellöppelten
Malteset Spitzen iind hier Gold= und Filigranarbeiten
Spe#ilität. Aber auch die Herrlichkeiten
des fernen Osiens sind in diesem Freihafen
billig zu haben, als da sind Seide, Kimonos
Shawls ufw.
Der aroße Schwarm der Italienreü#enden
elangt meistens bis Neapei, ollenfalls noch bis
Hnen, bie nach Sizilien deiaßen die wenigsten
por. Und doch sagt schon Koethe kroz de-
Kolsenheinter Anzelae-Vorschristen
zuwider handelt wird an Geid bis
zu 150 Mark oder mit Saft bestraft. “ Diese
Vorstrüt sind am 1. März 1914 in Kraft
etr
o 6% nn hieran veröffentlichen wir das
Ver; zeichms der in Oberbanern geschutzten Pflanzenarten.
Es umfaßt solgende 31 Nummern:
Adonierö= ien, Fellenmiepel, Fel. enbirne, Edelweißbaum,
Bergmandl, Teufelobart, Almrugei,
Küchenschelle, Osterblume, Kuhschelle Waldziegenbart,
#inosniersean, ounlelxurpurner Alelei,
blaue Bergaster, Alpenveilchen, Eroscheibe,
Saubrot, Steinrös!, Heideröesl, wohlriechende:
Alpenseidelban, Banllee, ale Enzianarten, namentlich
gelber, roter, violetier, p4 ierter und
stengelldser Enzian, Schlangenwurz. Sumpfjiegirurz,
purputrne Sumpfichwertlilie, Ede lweiß,
scharze Nieswurz, Chrinblume, Cheistrose,
Schnecrose, Weilmmachtsrose. Schneclatlern.
Sanddorn, Slechpalme, sibirische blaue Schmertlilie,
Frühlingelnatenblume (sälschlich Schneeglöcchen),
Türlenbund, Türkenbundlilse, alle
Bärlapp- Arlen, gelbe und llieine Teichrosc, „Mummel,
weiße Secrofe, alle Orchideen, also alle
Arten von Knabensrant, Ragwurt, Spinnenund
Fliegenblume, Walovögeiein, Frauenschuh,
Pantolselblume, Braunellm:, Brünelle, Bräuleln,
Kohleiel. Schwoaßbleaml, Hundswurz, Natt.
drüse, Plattlölbchen und Sumpimurz, ferner
Mopelönig, Karlezepler, Hirschzunge, Zirbelbiefer,
Inbel. gelde Aurikel, Gamsbiume, Verepatenge,
Alpenrosen, nämlich Zwergaipeno#ie,
Almrausch, rostroie Alpenrose, rauhgarige AlxLeurose
und Steinrose, sämtiiche wüdwachsende
Rosenarien, jedoch mit der Einschränlung, dan
das Sammeln der Grüchte. gestattet ist, schließ
lich noch Eibe und langähriper Klee. Von Stechpalmen,
Eiben und Jirveiliefern dürfen chre
aus drüdliche Erlaubnis des Eigentümers auch
nicht einzelne Zweige und Früchte abgerifsen od.
abgeschnitien werden.
Alle hier ausgeführlen Astanzenarten find
also gejehlich geschützt. D.r Zur dieisd Schuhes
wird nur dann erfülll, wenn gegen d die Frevler
ctnichlsios mit Euraan: zeige roroegangen
und die S. · mdkkwcnsarmecic
Dracmszs ist« den mi: Blumen lilodenen
A.. liige.n inr An emert #u schesen. Sounst
lheiiien wir er noch er##ben, daß von unsiercn
einheimi chen Pilazzerarten überhaupt nichts
mehr zu sehen sein wiro.
Lokalnachrichlen.
Rosenb#eim. .. Märr.
Militärdien Kl. Versetzt wird vom 1.Axril
I. J. an de: Major 3. D. und Pferdevormusierungolommisär
Schrön von Nösenheim nach
München, Bezirk II, in gleicher Eigenschaft.
Oberbaner. Schuldienst. Versetzt:Der
Vollsschullehrer Adalbert Kellner in Lengmoo#s,
B.-A. Wasserburg, ab 1. April nach Oberhausen,
B.-A. Weilheim; der Bol#oschullehrer Joseph
Schnade von Gundamsried, B.-A. Paassenhet
fen, ab 1. April nach Meitenheim, B.-A. Mül
dorf; der Volksschullehrer Grorg Smmer i-Schnellmamolreuth,
B. A. Aichach, ab 1 April
nach Unterlaus, B. A. Aibling: der Hauptlehrer
Augun Willi in Haag, B.-A. Wasserburg,
ab 1. April nach Doisen, B.-A. Erdiag;
der Hilislehrer Rudoif Bauer in Achthai, B.-A.
Laufen, ab 16. März nach Kleinbelfendorf,
B. A. Aibling; der Hiliriellcer Alois Schaidl in
Kiei ntelfendorf, B.-A. Aibling, ab 16. März
zur Aurhilse auf den erledigten Schuldientt zu
Achtbol, B.-A. Laufen; die Hilfslehrerin Kath.
Duschl in Waatirchen, B. A. Miesbach, ab 16.
Morz nach Hoflirchen, B.-A. Eroing. Beiördert:
Die Schulverweserin Hilda Meykopp in
Kicckeeon- Bahnbof, B.-A. Ebereberg, a
April zur Volksschullehrerin in Grüntegernbach,
begeisiertten Lobes, das er für Neapel hatte:
„Jaalien ohne Sizilien macht gar kein Bild in
der Seele; hier ist erst der Schlüssel zu allem.“
Daß der Norddeutsche Llond einen so großen
Teil seines Programms der Insel Sirilien, demn
allen Trinakria, widmet, ist deshalb mit um
so größerer Freude zu begrüßen. Haben doch
die Schönheiten vieses Landes schon im Altertum
reiche Verherrlichung gefunden. Ueberal#,
einen sich Natur und Kunst zu einem prachtvollen
Gesamteindruck, übercll wandern wice in
einer Atmosphäre, in der es raunt ven Erinne.
rungen.
Die Welt des Odysseus taucht vor uns
auf, die ernsten Ruinen aus der Griechenzeit
ragen feierlich in die slimmernde Sonnenluft,
untermischt mit den Denlmäleirn arabi cher Kultur,
die sich unter den Normanen zu hoher Blute
entfaltele. In rascher Folge sino die verschi:-denartigsten
Kulturen über diese Iniel hingegargen,
die als Brücke zreeischen Europa und
Afrila jahrhundertelang der Aanlapfel zahl!
reiher Bölker mar. Di: Blütezeit der Juse
licgt um die Mitte des fünfien Jahrhunder!
Chr.
S
Der Stadt Syralus, die im Alter#um die
Stadt Siziliens war, an Flächeninhalt oie
größte der antilen Welt, qilt unser ersler Besuch.
Wenn die Berichte aus antiler Zeit nicht
ügen, so belief sich die Bewohnerzahl in der
lütezeit auf etwa eine halbe Million. Von
den Tempeln, Palästen, Theatern, die einst
B.-A. Erding. Wiederverwendel: Der htlih
pens. Hauptlehrer Otto Roll in Ramsau, B B.-A.
asserburg; die zeill. pens. Hilf-lehrerin Elise
Weber in Kirchsecon-Bahnhof, die zeikl. pens.
Hilfslehrerin Karoline Vogel in Waalirchen,
B.-A. Miesbach.
Todessall. Aus München kommt die Nachricht
von dem Ableben der Majorswitwe Frau
Albertine Ploetz. Die Verstorbene ist hier noch
besiens bekannt. Vor einer Reihe von Jahre ir
hatte Herr Maior Ploenz mit seiner Familie
seinen Wohnsitz in Nosenheim; er war Eigentümer
des Haujes, das jezzt im Bwühe des Scn.
Schieferdeckermeisters Horn ist. Er in schon nor
etlichen Jahren gesiorben: nun ist kem seine
Frau im 78. Lebensjahre im Tode gefolgt. Die
Leiche wird nach Rosenheim über#üllt, um hier
im Familiengrab beigesehrt zu werden.
Für die Firmung sind nunmehr in der
Erzdiözese „München die Tage ihrer Spendung
angesetzt. Der O#. Erzbischof beginnt in Landehut
am 23. Mai. Dagegen sindet in der Vegend
von Nosenheim heuer Firmung nicht siatt.
Im übrigen heben wir folgende Tage hervo#:
am 23. Juni in Miesbach, am 25. Juni in
Schlierfee. am 26. Juni in Haus eham, am 27.
Juni in Tegernsee. am 13. Juli in Ebereberg
und am 13. Juli in Grafing. Der HH. Meihbischof
beginnt mit der Firmung am 27. April
in Fürseenfeldbruck.
Der lath. Arbeiterverein zählt nach
dem Rechenschaftsbericht für das letzte Jahr
367 Mitglieder. Er hat sich im abgelaufenen
Jahre um 55 Mitglieder vermehrt. Die Vereinskosse
schloß mit einem Altivrest von 448,13 Mk.
ab bei 2210,19 Ml. Gesamteinnahmen. Im
Laufe des Jahres hat der Verein eine rege Tätigteit
entfaliet: scine BVerfammlungen sanden
immer großes Interesse. Die bis oherige Vorstandschaflt
wurde mit einer einzigen Ausnahme wiedergewählt.
Präses ist ÖH.eistl. Nat Stadtpfarrer
Geßl. Der Verein wird in Zulunft auch
im Sommer eine Generaltommunien abhalten,
im ganzen also jährlich drei.
Kath. Gesellenvercin. Am Sonntag.
den 22. März, abends 8 Uhr, wird der lurnh.
Gesellenverein Rorenheim im Saale de: lath.
Geselleuhams das jahige Schanspiel „Scha#
ten der Schuld“, von Heinr. Houben mr Auf
führung bringen. Die „Allgemeine Runoschau“
schrieb (Nr. 19, Jahrg. 19060) über das Drama:
„Schatten der Schuld“ behandeit in padender
Weise und in ergreisenden Shilderungen die
Duellfrage. Man kann nur wünschen daß das
Schauspiel überall die Veachiung finden möchte,
die ihm gebühr:"“. Möge dieser Wunsch am näch
sten Sonntag durch recht zahlreichen Besuch der
Aufführung de Studee in Erfülmmg geben!
Bei der Uraufführung hat da: Drama a Kal.
Schio#theater in Ansbach am 3. Arril 1906
cinen durchschlagenden Erfolg erliett.
Die k. priv. Feuerschützengesellschaft
RNosenheim veranstaltet am kommenden
Sonntag ihr Anfansschießen. Es ist
mit Preieverteiltung verbunden. Am gleichen
Tage, morgens 712 Uhr, wird in der Stadtnfarrlirche
eine hl. Messe für die verstorbenen
Mitglieder gelesen.
Musilinstitut Rosenheim. Die Mul-Unterrichtssilialen
Traunstein, Reichenhall,
Lausen, Freilassing, Waging, Nuhp? iduing und
Siegsdorf gingen aus dem Belitze des Institute
Mar Himmelreich an Herrn J. Wolf in
Freilassing lauflich über.
Klassenltrerie. JOur 4. Klasse Jegen
die Lose gegen Vorzzigung der Vorkfafseniose
rom 23. Mär ab zur Erneuerung bereit. Diei:
hat bei Verlust des Aurechts spätestens bis zum
4 April, abends 6 Uhr, zu erfolgen. Es wird
darauf aufmertsam gemacht, daß die Erneucrungefrist
für diese Klasse mit Rücksicht auf
der Stadt ein prunlvolles Gepräge gaben, in
ebenso wie in Korinth nicht gerade übermäßig
viel übrig geblieben, und doch machen die am
besten erhaltenen Ruinen, vor allem das Theaer,
Amphitheater, die Wasserleitung und die
Festung Euryolos einen nachhaltigen Eindrud,
vielleicht burch die Fülle bessen, was der Geist.
sich aus oiesen stummen Zeugen der Vergangenheit
relonsiruieren muß. Wöhrend von den
Tempeln nur noch drei Säulen stehen, sind die
Festungswerle der Burg zum großen Teil noch
vollkommen unversehrt, untcrirdische Gänge,
Stallungen, Kasernen jind in emsiger Arbeit
wieder freigelegt. Auch die Kotalowben, für
die allerdings noch nicht viel getan ist, sind
von einer staunenswerten Ausdehnung. Wie
ein Teil der Stadt Spalato in Dalmalien
in den Ruinen des Diokletianpalastes errichtet
isi, so ist hier der Dom auf dem Grunde und
in die Säulen eines Minervatempels hineingebaut.
Wir haben der berühmten, von Papyrusstauden
umgebenen Arelhusaquelle einen Besuch
abgestattet und begeben uns nun, während
ellmählich das Dunkek sich niedersentt, an Voro
zurück, u. während laagsam die gebirgige K: iste
in die weiche südliche Nacht zurücksinkt, führt
uns unsere Schleowig“" in nächtlicher Fahrt
ein wenig weiter nach Norden. Als wir erwachen
und aus den Kabinenfenstern schauen, arüben
uns aus luftigen Sohen die malerischen
ellen Häuschen Taorminas. Taormina!
leviele hohe E#rwartungene perkn#psen sich
Samstag, 21. märz 1014
die Osterseierlage eine Woche stüher abläuft,
wie auch die Ziehung entsprechend früher, näm-Wh
am 7. April, stattfindet In dieser werten
0 000 Gewinne im Betrag von 2 988 465, dar-*0
zwei Haupttreffer zu je 100 000 Mk. gezogen.
Der Osterhase macht in den Auslagen der
hiesigen Konditoreien bereils seine possierliche
Ausfwartung und ergöbzt in seiner oft reizenden,
sast zum „Hineinbeißen“ anregenden Gestaltung
nicht nur unsere lieben Rleinen, sonderr
auch noch die Großen. Freilich wird bei den
„Alten“ sich der Gedanlenflug oft zurückschwingen
in die goldenen Tage der Kindbei, in
die Zeit, wo auch sie noch sehnli che#3 Verlangen
nach dem „eierlegenden“ Hasen in ihrem Herzen
trugen. Aber längst vergangen! Wag jetzt
gegen irüher auf dem Gebiete der Scholotedenund
Komilürenindustrie geleistel wird, muß ais
lünstlerisch bezeichurt werden. Unsere geschmackroll
hergerichteten Schaufenster der einschlägigen
Geschäfte geben hievon beredles Zengnie.
Flottenvereinêreise. Für die
vierafahrt vom 10.—17. April zu 225
liegen von Mailand und Genna, sowie von
Monte Carlo“ Nachrichten vor, die ver Fahrt
einen äußerst gelungenen Verlauf verspecchen.
Cs hat sich eine sebr große Beteiligung ergeben,
darunter vie gle Damen. Wl####Teilnehmer
finden bisd 27. März noch zum gleichen
Preise. ab 23. März zum erhöryten Preise von
10 Ml. Aufnahme. Boldize Anmeldungen
an die Geschäftsstelle Mönchen, Theatinerstr.
2.37, erbeten. Auch für die Rom-Siriemeise,
die bieher schon reg: ct#eanna gesunden
hal, ist baldtunlichste Aumeldung erwünscht,
da hiefür nur noch wenige Plaue zu vergeben
#nd. Die Reise vom 14. Aoril bis 1. Mai hu
575 Ml. führt nach Maiic d. Denna, Pisa.
Rom (4 Tage), Neapel (2). Palermo (2), Syrakus,
Taormina, Messina, Capri, Pompejsi,
Florenz (2), Verona.
Gef unden. Ein Markt.Netz, ein Shluiel,
somie ein Handtaschchen wurden ge funden. Sie
konnen im magistralischen Geschäftszimmer Nr.
2 abgeholt werden.
Fe sigenommen wurde ein angeblicher Fri:
eur Albert Steger von Neuvadt a. H. Sleer
nar im Besitz von 3 Gelebör#en, eines schwarzen
Lodenmaniels mit dem Firmenzeichen „Lodenfabrik
Frey in München“ und 31 Stück kleinen
Reisetalchen., Kossern= und Vorhängschlöffern.
Der Fest sgenommene scheint internationaler Ho.
teldieb zu sein. Er hatte einen Geburtoschein auf
den Namen Wenson Edward aue Stafford (England)
lautend, bei sich.
Auelänoische Schwindelanzeigen.
Seit einigen Jahren erscheinen in zoablreichen
deutschen Zeilungen von London aurgehende
Anzeigen, deren ichwindelhote Grundiade
cigentlich von vornhercin einem weiiel nig:
hegegnen sollt:. Trondem fallen ihnen immer
wieder unersahrene Personcn zum Opser. Es
sei deshalb in solgendem auf einige dieser
Anzeigen besonders hingewiesen. „Prokessor
Rorroy. 177 a Kentington High Street, London
W“, erbietet sich gegen Einsendung :ine?
Geldbetrages, den Charalter zu deuten und
eine Lebensvoraussage zu stellen. Ein angeblicher
Eimer S. Knoules sowie ein „National
Institute Of Sciences Dep. 3010 A, Westminer
Bridge Road Nr. 258 London S. C.,
behaupten, „das Geheimnis muneriöfer Macht
sei endlich enthüllt; cine einfache Methode zur
Kontrolle der Gedanlen und Gewohnleiten
eines andern, sowie zur Beeinflussung eines,
auch Tausende von Meilen entrernten Menscheu
tönne durch das Werl des „Proseisors Knomles“
erlernt werden. Das Werk weioe durch
has Institut mit Hilfe einecs 4 rzu gegennoclen
Honos von 100000 Mk. klostenter verteklt.
(In Wirllichkeit werden von dem Besteller für
das Buch nebst einem CrJadi- bopnoleschea Kri-Ri-
mit diesem Uangvollen Namen! Aber ich glaube
laum, daß dieses idyllische Flecchen Erde au
nur eine einzige Hoffnung enttäuscht. Wenn
dieses schon von dem villen= und hotelreichen
Orte gilt, wieviel mehr noch von oem
benachbarten griechischen Theater, das sich wohl
der schönsien Lage rühmen darf. die je ein
Theater gehabt hat und die je ein Theater huben
wird. Tief drunten das blaue Meert
in Sonnenschein gebadet, die prachtvolle Fel
senlüste, um die die Brandung leckt, ringe eine
lachende südliche Begetation, zur Nechten die
beschneite Kuppe des Aetno, der majestätich
auf die kötlichen Ruinen niederschaut wie ein
Gott aur seinen Tempel. . Ist er müde, cer alte
Heir mit dem weißen Haupt, von dem vielen
Unheil, das er im Laufe der Jahrtausende angerichtet,
reut ihn die Verzweiflung und das
Entjetzen, alle jene grausame Vernichtung, die
er über rausene. und Abertausende von Menschen
aebracht hat
In den Anublick res mächtigen Bulkans versunlen,
sitzen wir unter Zitronenbäumen auf ver
Terrasse des Hotels Dominico, des alten Kiosiere
mit seinen kühlen Gängen, während unser
ganzes Sein binausschureitr in die sonnigen
Weiten und unser Blick immer wieder über grüne
Kaltuepflanzungen hinaufwandert; zu dem
Gipfel dessen, der weithin mit strahlendem
Schnceblick alles beherrscht.
(Schluß folgt.)