Full text : Rosenheimer Anzeiger. 60. Jahrngang (60)

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Qummer  62

kuilungen  folgenden  Gesamtocrlehr:  452  Stelkenangebot
  e  (175  für  männliche  und  277  für
weibliche  Kräfte),  938  Nachfragen  nach  Stellen
(643  von  männlichen  und  295  von  weiblichen
Kräften),  328  besetzte  Stellen  (133  mit  männlichen
  und  195  mit  weiblichen  Kräften).  Im
landwirtschaftlichen  Verlehr  gab  ##  139  Siel-.
lenangebote  gin  für  män  niiche  und  68  für
weibdliche  Krefte).  2—1  Arheitzuchende  (217
männliche  und  5:  weibliche)  und  113  besetzte
Stelten  (67  mit  männlichen  und  46  mit  weiblichen
  Kräften).  Der  Gesamtveriehr  der  Gelindeverdingerinnen
  brachte  83  Steilenangeb'##e
1  für  männliche  und  82  für  weibliche  Kräft:).
120  Nachfragen  nach  Stellen  (3  vo#n  männlichen
und  117  von  weiblichen  Krästen)  und  51  besetzte
  Stellen  (2  mit  männlichen  und  49  mit
reiblichen  Kraften).

Im  sitädt.  Mohnungs  Tkamt  gab  es  im
Fedruar  1914  bei  Wohnungen  über  25  Ml.
##  Angebote,  16  Nachfragen  und  12  Vernuetungen;
  bei  Wohnungen  unter  25  Ml.  36
Angevote,  78  Nachfragen  und  36  Vermieuaen.
  Auffallend  ist  die  groß:  Nachfrage
lleinen  Wohnungen.  Lerre  und  möbiierle
zernner  wurden  28  Mbe  en.  20  nachgeftagt,
vermieictchlasstellten  wurden  11  angeboten,
  11  nachgefragt  und  ebenfoviele  vermietst.


Auf  der  städt.  Industrie?  a#y#  lelrug

der  Viehverladungasielle  die  Zufuhr  121,.
dic  Abfuhr  141  Waggons,  beim  städt.  Gaswerl
ide  Zufuhr  6  Waggous.  Private  hailen  eine
Zufuhr  von  62  und  eine  Abjuhr  von  13  Wagders


Die  allgemeine  Ortskrankenkasse  NRafenkeim-Stadt
  zählte  im  Februar  2210  männliche
  nnd  1426  weibliche  Mitglieder.  Davon
naren  2260  mämnliche  und  1397  weibliche
Mingli  der  ver  icherungepiechtig:  darunker  gab
es  arbeite  un###  hige  Kranie  und  2
57  beimm.  33.  Versicherungsoerte
mannliche  und  23  UM##ibliche  Mit
der  Mi  tgliedern  maren  19  mä

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.«1.-1ckb  Imcnshyuntck  den  F  u.  I
ssmststltchcundIUuch  hrltssgc  .-I»c
Entgelt.

SIchub  den  einheimischen  Pflanzen.

Rosenheim.  25.  März.
laun  men  leider
i  Leute  all,  Wch:  jeßt  draußen,  Jai:
ren  Kinder  ders  Lenzes  ihre  Köpte  m  die
ahe  recken,  in  unversänoiger  Weise  gimie

Bündel  Biumen  abreisten  und  sie  nach  Haufe

Oleopen.  wenn  die  Lan  nicht  früher  sch-#n  1.
Seile  ger  orien  wird.  Das  iit  ein  Unj
leider  noch  gröhßer  zu  werden  droht.  ,
MumulchbaciMai-us«1.«LL»«11·  dissengelodt
  werden.

Angesichts  dessen  machen  wir  auf  die  Belannt.
machung  der  Regierung  von  Oberbarern  vom
O.  Februar  1917  aufmertsam,  wie  n  'm  Kreis—
eamteblatt  Nr.  7  d.  J.  abgedruckt  n  it.  Sie  be—
teist  den  Schutz  einheimischer  Psian  —  und  heĩagt
  im  mesentlichen:  „Die  Astam  2en  der  ##O05
schutzten  Arten  dürfen  nicht  mil  den  Wurszel,
den  Knolien  oder  den  Iviebeln  aurgegraben
oder  ausgerissen  wercen.  Zum  Verlaufe  dürse
Pflanzen  der  geschützten  Arten  oder  Teile  von
ihnen  nich:  abgepflückt,  abgeriffen.  ——**-schnitten
  werden.  Zu  anderen  Zwecken  dütten  sie
nicht  in  großen  Mengen,  sondern  je  nur  hochstens
  in  sech:  Stücken  abgepflückt,  abgeriisen  de.
abgeschnitten  werden.“  Aus  den  weiteren  Besenmungen
  heben  wir  noch  bervor:  „Wer  dieer

be  obau  .eri

i

 

miner  noch

 
 

 

 
 

 

Aus  sonnigen  Landen.
Eindrücke  von  einer  Mittelmeerfahrt  mit  dem
tddeutschen  Lloyd
Von  Achim  v.  Winterfeld.
(Fortsetzung.)

In  den  Mischrassen  des  Volkes  spiegelt  sich
seine  Geschichte,  Phönizier  und  Griechen,  Römer
und  Araber  haben  hier  gehaust.  Im  Jahre
1530  ergriff  der  von  Rhodos  vertriebene  Johanniterorden,
  der  lich  non  nun  ab  Malteserorden
  nannte,  von  der  Insel  Belfitz,  die  1708
von  Napolion  crobert  rurde,  um  zwei  Jahre
darauf  den  Franzosen  durch  die  Engländer  entrissen
  zu  werden.  Interessant  ist  auch  die  weibliche,
  an  mohammedanischen  Einfluß  erinnernde
  Kopfbedeckung  die  Faldelta,  ein  schwarzer
Ueberwurf  über  opf  und  Schultern,  der,  über
einen  Rahmen  gespannt,  das  Gesicht  wie  eine
Niesenhaube  umgibt.

Nebenbei  ilst  Malta  auch  ein  Dorado  zum
Einlausen;  außer  en  berühmten  gellöppelten
Malteset  Spitzen  iind  hier  Gold=  und  Filigranarbeiten
  Spe#ilität.  Aber  auch  die  Herrlichkeiten
  des  fernen  Osiens  sind  in  diesem  Freihafen
billig  zu  haben,  als  da  sind  Seide,  Kimonos
Shawls  ufw.

Der  aroße  Schwarm  der  Italienreü#enden
elangt  meistens  bis  Neapei,  ollenfalls  noch  bis
Hnen,  bie  nach  Sizilien  deiaßen  die  wenigsten
  por.  Und  doch  sagt  schon  Koethe  kroz  de- 



Kolsenheinter  Anzelae-Vorschristen

  zuwider  handelt  wird  an  Geid  bis
zu  150  Mark  oder  mit  Saft  bestraft.  “  Diese
Vorstrüt  sind  am  1.  März  1914  in  Kraft

etr
o  6%  nn  hieran  veröffentlichen  wir  das
Ver;  zeichms  der  in  Oberbanern  geschutzten  Pflanzenarten.
  Es  umfaßt  solgende  31  Nummern:
Adonierö=  ien,  Fellenmiepel,  Fel.  enbirne,  Edelweißbaum,
  Bergmandl,  Teufelobart,  Almrugei,
Küchenschelle,  Osterblume,  Kuhschelle  Waldziegenbart,
  #inosniersean,  ounlelxurpurner  Alelei,
  blaue  Bergaster,  Alpenveilchen,  Eroscheibe,
Saubrot,  Steinrös!,  Heideröesl,  wohlriechende:
Alpenseidelban,  Banllee,  ale  Enzianarten,  namentlich
  gelber,  roter,  violetier,  p4  ierter  und
stengelldser  Enzian,  Schlangenwurz.  Sumpfjiegirurz,

  purputrne  Sumpfichwertlilie,  Ede  lweiß,
scharze  Nieswurz,  Chrinblume,  Cheistrose,
Schnecrose,  Weilmmachtsrose.  Schneclatlern.

Sanddorn,  Slechpalme,  sibirische  blaue  Schmertlilie,
  Frühlingelnatenblume  (sälschlich  Schneeglöcchen),
  Türlenbund,  Türkenbundlilse,  alle
Bärlapp-  Arlen,  gelbe  und  llieine  Teichrosc,  „Mummel,
  weiße  Secrofe,  alle  Orchideen,  also  alle
Arten  von  Knabensrant,  Ragwurt,  Spinnenund
  Fliegenblume,  Walovögeiein,  Frauenschuh,
Pantolselblume,  Braunellm:,  Brünelle,  Bräuleln,
Kohleiel.  Schwoaßbleaml,  Hundswurz,  Natt.
drüse,  Plattlölbchen  und  Sumpimurz,  ferner
Mopelönig,  Karlezepler,  Hirschzunge,  Zirbelbiefer,
  Inbel.  gelde  Aurikel,  Gamsbiume,  Verepatenge,
  Alpenrosen,  nämlich  Zwergaipeno#ie,
Almrausch,  rostroie  Alpenrose,  rauhgarige  AlxLeurose
  und  Steinrose,  sämtiiche  wüdwachsende
Rosenarien,  jedoch  mit  der  Einschränlung,  dan
das  Sammeln  der  Grüchte.  gestattet  ist,  schließ
lich  noch  Eibe  und  langähriper  Klee.  Von  Stechpalmen,
  Eiben  und  Jirveiliefern  dürfen  chre
aus  drüdliche  Erlaubnis  des  Eigentümers  auch
nicht  einzelne  Zweige  und  Früchte  abgerifsen  od.
abgeschnitien  werden.

Alle  hier  ausgeführlen  Astanzenarten  find
also  gejehlich  geschützt.  D.r  Zur  dieisd  Schuhes

  wird  nur  dann  erfülll,  wenn  gegen  d  die  Frevler
  ctnichlsios  mit  Euraan:  zeige  roroegangen
und  die  S.  ·  mdkkwcnsarmecic
Dracmszs  ist«  den  mi:  Blumen  lilodenen
A..  liige.n  inr  An  emert  #u  schesen.  Sounst
lheiiien  wir  er  noch  er##ben,  daß  von  unsiercn
einheimi  chen  Pilazzerarten  überhaupt  nichts
mehr  zu  sehen  sein  wiro.

  

Lokalnachrichlen.

Rosenb#eim.  ..  Märr.

Militärdien  Kl.  Versetzt  wird  vom  1.Axril
I.  J.  an  de:  Major  3.  D.  und  Pferdevormusierungolommisär
  Schrön  von  Nösenheim  nach
München,  Bezirk  II,  in  gleicher  Eigenschaft.

Oberbaner.  Schuldienst.  Versetzt:Der
Vollsschullehrer  Adalbert  Kellner  in  Lengmoo#s,
B.-A.  Wasserburg,  ab  1.  April  nach  Oberhausen,
B.-A.  Weilheim;  der  Bol#oschullehrer  Joseph
Schnade  von  Gundamsried,  B.-A.  Paassenhet
fen,  ab  1.  April  nach  Meitenheim,  B.-A.  Mül
dorf;  der  Volksschullehrer  Grorg  Smmer  i-Schnellmamolreuth,
  B.  A.  Aichach,  ab  1  April
nach  Unterlaus,  B.  A.  Aibling:  der  Hauptlehrer
  Augun  Willi  in  Haag,  B.-A.  Wasserburg,
  ab  1.  April  nach  Doisen,  B.-A.  Erdiag;
der  Hilislehrer  Rudoif  Bauer  in  Achthai,  B.-A.
Laufen,  ab  16.  März  nach  Kleinbelfendorf,
B.  A.  Aibling;  der  Hiliriellcer  Alois  Schaidl  in
Kiei  ntelfendorf,  B.-A.  Aibling,  ab  16.  März
zur  Aurhilse  auf  den  erledigten  Schuldientt  zu
Achtbol,  B.-A.  Laufen;  die  Hilfslehrerin  Kath.
Duschl  in  Waatirchen,  B.  A.  Miesbach,  ab  16.
Morz  nach  Hoflirchen,  B.-A.  Eroing.  Beiördert:
  Die  Schulverweserin  Hilda  Meykopp  in
Kicckeeon-  Bahnbof,  B.-A.  Ebereberg,  a
April  zur  Volksschullehrerin  in  Grüntegernbach,

begeisiertten  Lobes,  das  er  für  Neapel  hatte:
„Jaalien  ohne  Sizilien  macht  gar  kein  Bild  in
der  Seele;  hier  ist  erst  der  Schlüssel  zu  allem.“
Daß  der  Norddeutsche  Llond  einen  so  großen
Teil  seines  Programms  der  Insel  Sirilien,  demn
allen  Trinakria,  widmet,  ist  deshalb  mit  um
so  größerer  Freude  zu  begrüßen.  Haben  doch
die  Schönheiten  vieses  Landes  schon  im  Altertum
  reiche  Verherrlichung  gefunden.  Ueberal#,
einen  sich  Natur  und  Kunst  zu  einem  prachtvollen
  Gesamteindruck,  übercll  wandern  wice  in
einer  Atmosphäre,  in  der  es  raunt  ven  Erinne.
rungen.

Die  Welt  des  Odysseus  taucht  vor  uns
auf,  die  ernsten  Ruinen  aus  der  Griechenzeit
ragen  feierlich  in  die  slimmernde  Sonnenluft,
untermischt  mit  den  Denlmäleirn  arabi  cher  Kultur,
  die  sich  unter  den  Normanen  zu  hoher  Blute
entfaltele.  In  rascher  Folge  sino  die  verschi:-denartigsten
  Kulturen  über  diese  Iniel  hingegargen,
  die  als  Brücke  zreeischen  Europa  und
Afrila  jahrhundertelang  der  Aanlapfel  zahl!
reiher  Bölker  mar.  Di:  Blütezeit  der  Juse
licgt  um  die  Mitte  des  fünfien  Jahrhunder!

Chr.

S

Der  Stadt  Syralus,  die  im  Alter#um  die
Stadt  Siziliens  war,  an  Flächeninhalt  oie
größte  der  antilen  Welt,  qilt  unser  ersler  Besuch.
  Wenn  die  Berichte  aus  antiler  Zeit  nicht
ügen,  so  belief  sich  die  Bewohnerzahl  in  der
lütezeit  auf  etwa  eine  halbe  Million.  Von
den  Tempeln,  Palästen,  Theatern,  die  einst

 

B.-A.  Erding.  Wiederverwendel:  Der  htlih
pens.  Hauptlehrer  Otto  Roll  in  Ramsau,  B  B.-A.

asserburg;  die  zeill.  pens.  Hilf-lehrerin  Elise
Weber  in  Kirchsecon-Bahnhof,  die  zeikl.  pens.
Hilfslehrerin  Karoline  Vogel  in  Waalirchen,
B.-A.  Miesbach.

Todessall.  Aus  München  kommt  die  Nachricht
  von  dem  Ableben  der  Majorswitwe  Frau
Albertine  Ploetz.  Die  Verstorbene  ist  hier  noch
besiens  bekannt.  Vor  einer  Reihe  von  Jahre  ir
hatte  Herr  Maior  Ploenz  mit  seiner  Familie
seinen  Wohnsitz  in  Nosenheim;  er  war  Eigentümer
  des  Haujes,  das  jezzt  im  Bwühe  des  Scn.
Schieferdeckermeisters  Horn  ist.  Er  in  schon  nor
etlichen  Jahren  gesiorben:  nun  ist  kem  seine
Frau  im  78.  Lebensjahre  im  Tode  gefolgt.  Die
Leiche  wird  nach  Rosenheim  über#üllt,  um  hier
im  Familiengrab  beigesehrt  zu  werden.

Für  die  Firmung  sind  nunmehr  in  der
Erzdiözese  „München  die  Tage  ihrer  Spendung
angesetzt.  Der  O#.  Erzbischof  beginnt  in  Landehut
  am  23.  Mai.  Dagegen  sindet  in  der  Vegend
  von  Nosenheim  heuer  Firmung  nicht  siatt.
Im  übrigen  heben  wir  folgende  Tage  hervo#:
am  23.  Juni  in  Miesbach,  am  25.  Juni  in
Schlierfee.  am  26.  Juni  in  Haus  eham,  am  27.
Juni  in  Tegernsee.  am  13.  Juli  in  Ebereberg
und  am  13.  Juli  in  Grafing.  Der  HH.  Meihbischof
  beginnt  mit  der  Firmung  am  27.  April
in  Fürseenfeldbruck.

Der  lath.  Arbeiterverein  zählt  nach
dem  Rechenschaftsbericht  für  das  letzte  Jahr
367  Mitglieder.  Er  hat  sich  im  abgelaufenen
Jahre  um  55  Mitglieder  vermehrt.  Die  Vereinskosse
  schloß  mit  einem  Altivrest  von  448,13  Mk.
ab  bei  2210,19  Ml.  Gesamteinnahmen.  Im
Laufe  des  Jahres  hat  der  Verein  eine  rege  Tätigteit
  entfaliet:  scine  BVerfammlungen  sanden
immer  großes  Interesse.  Die  bis  oherige  Vorstandschaflt
  wurde  mit  einer  einzigen  Ausnahme  wiedergewählt.
  Präses  ist  ÖH.eistl.  Nat  Stadtpfarrer
  Geßl.  Der  Verein  wird  in  Zulunft  auch
im  Sommer  eine  Generaltommunien  abhalten,
im  ganzen  also  jährlich  drei.

Kath.  Gesellenvercin.  Am  Sonntag.
den  22.  März,  abends  8  Uhr,  wird  der  lurnh.
Gesellenverein  Rorenheim  im  Saale  de:  lath.
Geselleuhams  das  jahige  Schanspiel  „Scha#
ten  der  Schuld“,  von  Heinr.  Houben  mr  Auf
führung  bringen.  Die  „Allgemeine  Runoschau“
schrieb  (Nr.  19,  Jahrg.  19060)  über  das  Drama:
„Schatten  der  Schuld“  behandeit  in  padender

Weise  und  in  ergreisenden  Shilderungen  die

Duellfrage.  Man  kann  nur  wünschen  daß  das
Schauspiel  überall  die  Veachiung  finden  möchte,
die  ihm  gebühr:"“.  Möge  dieser  Wunsch  am  näch
sten  Sonntag  durch  recht  zahlreichen  Besuch  der
Aufführung  de  Studee  in  Erfülmmg  geben!
Bei  der  Uraufführung  hat  da:  Drama  a  Kal.
Schio#theater  in  Ansbach  am  3.  Arril  1906
cinen  durchschlagenden  Erfolg  erliett.

Die  k.  priv.  Feuerschützengesellschaft
  RNosenheim  veranstaltet  am  kommenden
  Sonntag  ihr  Anfansschießen.  Es  ist
mit  Preieverteiltung  verbunden.  Am  gleichen
Tage,  morgens  712  Uhr,  wird  in  der  Stadtnfarrlirche
  eine  hl.  Messe  für  die  verstorbenen
Mitglieder  gelesen.

Musilinstitut  Rosenheim.  Die  Mul-Unterrichtssilialen
  Traunstein,  Reichenhall,

Lausen,  Freilassing,  Waging,  Nuhp?  iduing  und
Siegsdorf  gingen  aus  dem  Belitze  des  Institute
  Mar  Himmelreich  an  Herrn  J.  Wolf  in
Freilassing  lauflich  über.

Klassenltrerie.  JOur  4.  Klasse  Jegen
die  Lose  gegen  Vorzzigung  der  Vorkfafseniose
rom  23.  Mär  ab  zur  Erneuerung  bereit.  Diei:
hat  bei  Verlust  des  Aurechts  spätestens  bis  zum
4  April,  abends  6  Uhr,  zu  erfolgen.  Es  wird
darauf  aufmertsam  gemacht,  daß  die  Erneucrungefrist
  für  diese  Klasse  mit  Rücksicht  auf

der  Stadt  ein  prunlvolles  Gepräge  gaben,  in
ebenso  wie  in  Korinth  nicht  gerade  übermäßig
viel  übrig  geblieben,  und  doch  machen  die  am
besten  erhaltenen  Ruinen,  vor  allem  das  Theaer,
  Amphitheater,  die  Wasserleitung  und  die
Festung  Euryolos  einen  nachhaltigen  Eindrud,
vielleicht  burch  die  Fülle  bessen,  was  der  Geist.
sich  aus  oiesen  stummen  Zeugen  der  Vergangenheit
  relonsiruieren  muß.  Wöhrend  von  den
Tempeln  nur  noch  drei  Säulen  stehen,  sind  die
Festungswerle  der  Burg  zum  großen  Teil  noch
vollkommen  unversehrt,  untcrirdische  Gänge,
Stallungen,  Kasernen  jind  in  emsiger  Arbeit
wieder  freigelegt.  Auch  die  Kotalowben,  für
die  allerdings  noch  nicht  viel  getan  ist,  sind
von  einer  staunenswerten  Ausdehnung.  Wie
ein  Teil  der  Stadt  Spalato  in  Dalmalien
in  den  Ruinen  des  Diokletianpalastes  errichtet
isi,  so  ist  hier  der  Dom  auf  dem  Grunde  und
in  die  Säulen  eines  Minervatempels  hineingebaut.
  Wir  haben  der  berühmten,  von  Papyrusstauden
  umgebenen  Arelhusaquelle  einen  Besuch
  abgestattet  und  begeben  uns  nun,  während
ellmählich  das  Dunkek  sich  niedersentt,  an  Voro
zurück,  u.  während  laagsam  die  gebirgige  K:  iste
in  die  weiche  südliche  Nacht  zurücksinkt,  führt
uns  unsere  Schleowig“"  in  nächtlicher  Fahrt
ein  wenig  weiter  nach  Norden.  Als  wir  erwachen
  und  aus  den  Kabinenfenstern  schauen,  arüben
  uns  aus  luftigen  Sohen  die  malerischen
ellen  Häuschen  Taorminas.  Taormina!
leviele  hohe  E#rwartungene  perkn#psen  sich

Samstag,  21.  märz  1014
die  Osterseierlage  eine  Woche  stüher  abläuft,
wie  auch  die  Ziehung  entsprechend  früher,  näm-Wh
  am  7.  April,  stattfindet  In  dieser  werten
0  000  Gewinne  im  Betrag  von  2  988  465,  dar-*0
  zwei  Haupttreffer  zu  je  100  000  Mk.  gezogen.


Der  Osterhase  macht  in  den  Auslagen  der
hiesigen  Konditoreien  bereils  seine  possierliche
Ausfwartung  und  ergöbzt  in  seiner  oft  reizenden,
sast  zum  „Hineinbeißen“  anregenden  Gestaltung
  nicht  nur  unsere  lieben  Rleinen,  sonderr
auch  noch  die  Großen.  Freilich  wird  bei  den
„Alten“  sich  der  Gedanlenflug  oft  zurückschwingen
  in  die  goldenen  Tage  der  Kindbei,  in
die  Zeit,  wo  auch  sie  noch  sehnli  che#3  Verlangen
nach  dem  „eierlegenden“  Hasen  in  ihrem  Herzen
  trugen.  Aber  längst  vergangen!  Wag  jetzt
gegen  irüher  auf  dem  Gebiete  der  Scholotedenund
  Komilürenindustrie  geleistel  wird,  muß  ais
lünstlerisch  bezeichurt  werden.  Unsere  geschmackroll
  hergerichteten  Schaufenster  der  einschlägigen
Geschäfte  geben  hievon  beredles  Zengnie.

Flottenvereinêreise.  Für  die
vierafahrt  vom  10.—17.  April  zu  225
liegen  von  Mailand  und  Genna,  sowie  von
Monte  Carlo“  Nachrichten  vor,  die  ver  Fahrt
einen  äußerst  gelungenen  Verlauf  verspecchen.
Cs  hat  sich  eine  sebr  große  Beteiligung  ergeben,
  darunter  vie  gle  Damen.  Wl####Teilnehmer
  finden  bisd  27.  März  noch  zum  gleichen
Preise.  ab  23.  März  zum  erhöryten  Preise  von
10  Ml.  Aufnahme.  Boldize  Anmeldungen
an  die  Geschäftsstelle  Mönchen,  Theatinerstr.
2.37,  erbeten.  Auch  für  die  Rom-Siriemeise,
die  bieher  schon  reg:  ct#eanna  gesunden
hal,  ist  baldtunlichste  Aumeldung  erwünscht,
da  hiefür  nur  noch  wenige  Plaue  zu  vergeben
#nd.  Die  Reise  vom  14.  Aoril  bis  1.  Mai  hu
575  Ml.  führt  nach  Maiic  d.  Denna,  Pisa.
Rom  (4  Tage),  Neapel  (2).  Palermo  (2),  Syrakus,
  Taormina,  Messina,  Capri,  Pompejsi,
Florenz  (2),  Verona.

Gef  unden.  Ein  Markt.Netz,  ein  Shluiel,
somie  ein  Handtaschchen  wurden  ge  funden.  Sie
konnen  im  magistralischen  Geschäftszimmer  Nr.
2  abgeholt  werden.

Fe  sigenommen  wurde  ein  angeblicher  Fri:
eur  Albert  Steger  von  Neuvadt  a.  H.  Sleer
nar  im  Besitz  von  3  Gelebör#en,  eines  schwarzen
Lodenmaniels  mit  dem  Firmenzeichen  „Lodenfabrik
  Frey  in  München“  und  31  Stück  kleinen
Reisetalchen.,  Kossern=  und  Vorhängschlöffern.
Der  Fest  sgenommene  scheint  internationaler  Ho.
teldieb  zu  sein.  Er  hatte  einen  Geburtoschein  auf
den  Namen  Wenson  Edward  aue  Stafford  (England)
  lautend,  bei  sich.

Auelänoische  Schwindelanzeigen.
Seit  einigen  Jahren  erscheinen  in  zoablreichen
deutschen  Zeilungen  von  London  aurgehende
Anzeigen,  deren  ichwindelhote  Grundiade
cigentlich  von  vornhercin  einem  weiiel  nig:
hegegnen  sollt:.  Trondem  fallen  ihnen  immer
wieder  unersahrene  Personcn  zum  Opser.  Es
sei  deshalb  in  solgendem  auf  einige  dieser
Anzeigen  besonders  hingewiesen.  „Prokessor
Rorroy.  177  a  Kentington  High  Street,  London
  W“,  erbietet  sich  gegen  Einsendung  :ine?
Geldbetrages,  den  Charalter  zu  deuten  und
eine  Lebensvoraussage  zu  stellen.  Ein  angeblicher
  Eimer  S.  Knoules  sowie  ein  „National
Institute  Of  Sciences  Dep.  3010  A,  Westminer
  Bridge  Road  Nr.  258  London  S.  C.,
behaupten,  „das  Geheimnis  muneriöfer  Macht
sei  endlich  enthüllt;  cine  einfache  Methode  zur
Kontrolle  der  Gedanlen  und  Gewohnleiten
eines  andern,  sowie  zur  Beeinflussung  eines,
auch  Tausende  von  Meilen  entrernten  Menscheu
tönne  durch  das  Werl  des  „Proseisors  Knomles“
  erlernt  werden.  Das  Werk  weioe  durch
has  Institut  mit  Hilfe  einecs  4  rzu  gegennoclen
Honos  von  100000  Mk.  klostenter  verteklt.
(In  Wirllichkeit  werden  von  dem  Besteller  für
das  Buch  nebst  einem  CrJadi-  bopnoleschea  Kri-Ri-




mit  diesem  Uangvollen  Namen!  Aber  ich  glaube
laum,  daß  dieses  idyllische  Flecchen  Erde  au
nur  eine  einzige  Hoffnung  enttäuscht.  Wenn
dieses  schon  von  dem  villen=  und  hotelreichen
  Orte  gilt,  wieviel  mehr  noch  von  oem
benachbarten  griechischen  Theater,  das  sich  wohl
der  schönsien  Lage  rühmen  darf.  die  je  ein
Theater  gehabt  hat  und  die  je  ein  Theater  huben
  wird.  Tief  drunten  das  blaue  Meert
in  Sonnenschein  gebadet,  die  prachtvolle  Fel
senlüste,  um  die  die  Brandung  leckt,  ringe  eine
lachende  südliche  Begetation,  zur  Nechten  die
beschneite  Kuppe  des  Aetno,  der  majestätich
auf  die  kötlichen  Ruinen  niederschaut  wie  ein
Gott  aur  seinen  Tempel.  .  Ist  er  müde,  cer  alte
Heir  mit  dem  weißen  Haupt,  von  dem  vielen
Unheil,  das  er  im  Laufe  der  Jahrtausende  angerichtet,
  reut  ihn  die  Verzweiflung  und  das
Entjetzen,  alle  jene  grausame  Vernichtung,  die
er  über  rausene.  und  Abertausende  von  Menschen
  aebracht  hat

In  den  Anublick  res  mächtigen  Bulkans  versunlen,
  sitzen  wir  unter  Zitronenbäumen  auf  ver
Terrasse  des  Hotels  Dominico,  des  alten  Kiosiere
  mit  seinen  kühlen  Gängen,  während  unser
ganzes  Sein  binausschureitr  in  die  sonnigen
Weiten  und  unser  Blick  immer  wieder  über  grüne
  Kaltuepflanzungen  hinaufwandert;  zu  dem
Gipfel  dessen,  der  weithin  mit  strahlendem
Schnceblick  alles  beherrscht.

 

 

(Schluß  folgt.)