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als aus der sichersten Intuition der Rechtsgründe entsprang,
verwandelte sich bald in eine hoͤchst furchtbare politische Agitation,
wie er sah, daß die versammelten Staͤnde, die er rasch
überzeugen zu können gehofft hatte, ohne satte Bedenkzeit nicht
schliesen wollten, und mit jeder neuen Bedenkzeit, die sie erhielten,
neue und kühnere Gegengründe hervorbrachten. Er
fand auch wohl, daß die Hauptkraft des Widerstandes in den
alten Ausschüssen liege, die der Landtag gleich zu Anfang
bestätigt hatte, und denen gewöhrnlich jede gesuchte Erläuterung
zum Gutachten gegeben wurde. Namentlich standen zwei
Männer unerschütterter als alle übrigen, Christoph Mayer von
Stuttgart und Elias Eplin von Nürtingen. Auch erklärte
sich Abt Bidembach von Adelberg, der der zweite Prälat im
Comité war, so unverschonend über die letzten Absichten des
Herzogs, daß dieser, der sich entweder verrathen oder hoͤchst
lieblos beurtheilt sah, nothwendig emtrüstet werden mußte. *)
Der Landtag wurde plötzlich entlassen. Von einer neuen
Konstituirung fortdauernder Ausschüsse wollte der Herzog nichts
mehr hören, und auch die Advokaten, die erst selbst mit Erlaubniß
des Herzogs die staͤndische Sache gefuͤhrt hatten, wurden
mit einer Ungnade behandelt, die nicht bloß von Unwillen,
sondern selbst von Erbitterung zeugte. Da nun auch das
Projekt der großen Veränderung einmal in Bewegung gebracht
») Georg Hoffmann von Urach und Hans Pbilipp
Chonberger von Schorndorff mögen dagegen ein paar
feine Mitglieder des engen Ausschusses gewesen sepn; man findet
ihre Unterschriften unter der Deklaration des Tübingischen
Vertrags von 1607. Doch hat der Landtag nachher diese guten
Herren, nachdem Alles, was Herzog Friedrich gethän, wieder
umgestohen worden, 1608 auf's Neue in den Ausschuß genommen.