Aummer ?
Obrrpiesensed ber erlonle Kanonensalul. Um
halb 1 and ein seierliches Ponlifikalamt
im Dom statt, das Erzbischof Dr. von
Faulbaber hielt und zu dem sich der König, alle
in München anwesenden Mitglieder des Kgl.
Hluses, die Mitglieder des Phitnscn
Korps, die Staatsminister, an ihrer Spitze M
as- von Dandl, die obersten t
chargen, das Osfiziertorpe, Hof= und Staatsbeamte
sowie Abordnungen der Truppenteile
der Garnison München eingefunden hatten. Auch
in der prot. St. Matthäuskirche und in der
Synagoge wurden Festgotlesdienste abgeharten.
Nach dem Festgottesdienite erfolgte die Ausstellung
der Truppen des Standortes München im
Hofgarten und auf dem Maritallplatze. Hinter
den Truppen versolgte ein äußerst zahlreiches
Publikum die Begrüßung der Truppen durch
den Kömng. Die gehfähigen Verwundeten hatten
vor der Allerheiligenhoftirche ufitelung ge
nommen. Der König mar mit Hofragen vom
Wittelsbacher Palais nach dem Hofgarten ge
lahren. Vdort schritt er, begleilet von den
Prinzen und der (beneralilä:, die pame Front
der Truppen ab, wobei er jede einzelne Abteilung
besonders grußte. dor der Allerheiligen
Hoftirche richtete Seine Wajeslät an die um
ihn versammelten Ossi##r ##e Ansprache. Dar
auf erfolgte die Rücksal t des * Wn*’ nach dem
Wittelsbacher Pala: Nach der Parare empfing
der König in der Residenz die sänillichen
Mitglieder des Kgl. Hauses zur Gratulation.
Um halb 2 Uhr fand beim König und der Koönigin
in den Reichen Jimmern der Residenz
eine Frohe, Faniilien-= Hostafel flatt. Während
der Tofel brachte Prinz Karl einen Trinkspruch
auf seinen hohen Vater auo.
Prof. Gietl georken. Om Alter von
62 Jahren verstarb in seiner Wohnung am
Altkeimereck der Geistl. Rat und ord. Univ.=Prof.
Dr. Heinrick Giell an den Folgen einer
Juluenza.
Münchener Reuigkeilen.
München, 7. Januar.
Selbstmord. In seiner Wohnung an der
Süäbenerstraße erschoh sich am Somntag ein verwitueter
Hausverwaller. *l
Unglück. Zwischen der Hauptwerlstätte u.
dem Hauptbahnhof wurden zwei ital. Kriegsgefangene,
die vor einem einfahrenden Vorortszug
ausweichen mollten, von der Maschine erfaßt
und überfahren. Während der eine sofort ge
tötet wurde, erlitt der andere so schwere Verl.chungen.
dah er auf dem Wege ins Lazarett verstar
Ein umanareicher Tabalkdiebstahl
wurde in der Sendlingerstraße verübt. Den Dieben
fielen mehrere Zentner Tabak in die Hände.
Es handelt sich um einen Soldaten und einen
iungen Burschen, die beide verhaftet wurden. Der
Tabak wurde wieder beigebrackt.
beseriche Nocheialen.
Raubmord. In Fuchsmühl, BA. Beilngries,
wurde am 5. 1., abends 7 Ubhr. der Gütler
Wurm osee 1 Der Täter sluchtete. raub
te 500 Marl. Als Täter lommt in Frage der
30 jährige Tapezierer Alexander Hösi aus Regensburg,
der sich in Begleitung eines etwa
30 Föbrizen Mannes und zweier Frauenspersonen
befand. Als zweiter Te kommt noch der
Artist Stemer aus Regensburg in Betracht.
Der Regensburger Kriminalpolizei Lelang #es,
die Vershecbe zu verhaften. Sie sind geständig.
In ihrem Besitz land man Einbrechermerlzeuge
und eine gtößere Summe VBargeld.
Stlenzlande.
Melleck, 7. 1. Eine Schmuggelge
schichte. Vor ciniger Zeit versuchte Aensr
Nacht eine kr vom Ristfeucht einen
Rucksack mit 40 Pfund Aepfel aus Bayern
nach V zu schmärzen, wurde aber von
einem bayer. Grenzauffeer in Melleck angehalten.
Als sie die Flacht ergriff, erwischte der
Grenzaufseher die Frauensperson, sodaß diese
den Fouler verlor und unter Hinterlassung dieses
Gegenstandes sowie des Rucksades und einem
Paar Schuhe, die sie in der Hand trug, flüchlete.
selbe beim Zolkamt und verlangte ihre Sachen
zurück, rern auch die beschlagnahmten Aep-#ei
nach stattgegebenem Antrag auf Strasum
gangnahme zuhceerstattet wurden.
Baverisches Oberland.
Flintsbach, 3. 1. Eine Hochstaplergeschichte
wird uns nachträglich noch aus dem
Inntale berichtet. Vor einiger Zeit kam nämlich
zu dem Herrn Vlkar in Flintsbach eine gutgekleidete
Dame, die sich als zirstan von
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vorstellte und als Wohnsitz d
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von h auf der nahen Burg dueh
anfässig waren, eine Sen La die K
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# ian den n der Ritter
3 einiger Zeit aber meldete sich dic-
Rosenheimer Anzelger
von Fallenstein und sprach im voraus den besten
Damk für die edse Absic1 der „Frau Fürstin“
aus. Diese verabschiedele sich kei dem Geistllichen
sehr huldvoll und bemerite, daß sie nähere
Mitteilungen über ihre Sliftung in Bölde ma-Sten
werde. Dann kehrle se angeblich nach Schloß
Neubenern zurück. Als lange Zeit keine Nach
rickt kam, erkundigie sich der Herr Vilar im
Scklosse zu Neubeuernen der „bbochfürstlichen
Durchlaucht", die ihm übrigens dadurch aufsäliig
erschienen war, weil sic ohne jede Begleitung
zu Fuß eu ilm kam und einen fur eine
Fürftin wenig vornehmen Dialeklt (prach.
In Schloh Neuleuern war aber eine Fürstin
Fugger weder bekannt noch zu Besuch gewesen
und aus Babenhausen teilte man dem Lerrn
PVilor mit, daß das Schloß schon lange nicht bewohnt
sei und es eine Fürstin Fugger, geb.
Gräfin Preysing, nicht gebe. Demnach hatte
man es also bhier mit einer Hochstaplerin zu
tun, die sich darin gefiel, einmal die Nolle er
ner „fürstlichen Durchlaucht“ zu spielen.
Bad AMibling, 6. 1. Besitzwechsel. Das
Anwesc 67 in der Gartenstraße hier ging aus
dem Besitz von Frl. Löw, Privatiere, in den
Besitz des Versicherungsinspektoro Hrn. Josef
Hoxsstetter hier übe:i. Die Verbriesung hat bereits
stattigefunden.
Wall . Miesback. 7. 1. Auch ein Krie 36
opfer. Weil die Mümer alie fort sind im
Kriegsdienst, müssen die Töchter zu Hause fede
schwere Arbeit verrichten, die früher die Männer
geleistet haben. So mustte die Bichlerbanerstochter
zu Einhaus, Fersll. ein träftiges, arlestssames,
24 fährigeso Mädchen, eine schmere
Schlittenschscipfe heben, lat sich dabei im Nüir
ken meh und starb in lurzer Zeit. Die Familie
Bichlerbauer wird allgemein bedauert.
Schlierses, 7. 1. Ren ovierung. Die
im biesigen Grttesader stehende alte St. Nikolauskapelle
bedarf dringend der Renovierung.
Dieses Heiligtum, erbäut im 12. Jahrhundert,
enthält so manch:es Kunitmerk, so den gotischen
Altar mit der gesc, nitzten Statue des heiligen
Bischofs Nilolaus. Der Kostenvoranschlag beträgt
1200 Mark, die von edlen Wohltätern
aufgebracht werden sollen. Auch Illre Agl.
Hobeit Frau Herzogin Karl Theodor in Banern
bat sich bereiterllärl, einen Beitrag zu spenden.
Kommunales.
Oeffentl. Sitzung des Kollegiums
der Gemeindebevollmächtigten
am Mittwoch, den 9. Iaar 1918,
nachmittags halb 4 Uhr.
!7 Tagesorbnung:
Wahl der Vorstandschaft N 1918,
Wahl des Körausschusses pro 1918,
Heiʒvorrichtung im HGymnasia eläude
Freibetten in der Kand desa#nstalt für bro
pelhafte Kinder in München,
Rechnung der Di ittriltssparkaffe 1915.
Geheime Sitzung.
Gehaltsregulierungen,
Kriegsteuerungszulagen:
a) an die flädt. Beamten,
r an das siädt. Lehrpersonal.
c an die ädt. Arbeiter.
Lefalnachecchten.
Rosenhelm, 8. Januar.
Sammlung von Obstkernen
zur Oelgewinnung.
In den letzten Tagen wurdeu die bis jeht
aus Nosenheim-Stadt und Land abgelieferten
Obstkerne der Verarbeitung in den Oelsadriken
zugeführt. Es war eine Sendung von rund
33 Zentnern! Dabei sind noch viele Landgemeinden
und Schulen mit der Ablieferung
im Rückstand und dürfte auch durch die Kerne
von getrocknetem und eingeklochtem Obst die
Sammlung noch eine ganz bedeutende Mehrung
erfahren. Was mit Mühe und Sorgfalt aus
bisher unbeachtetem Material den volkswirtschaftlichen
Zwecken gewonnen werden kann, das
zeigt aber schon der bisherige hervorragende
Erfolg der Sammlung. Die Leitung kann es
lich nicht versagen, glien, die dazu beigetcagen,
von ganzem Herzen 3u damten. Zugleich aber
ergeht die neue Bitte, auch in Zin jeden
anfallenden Obütkern zu reinigen, zu trodnen
und den Sammesttellen zuzuflihren. Die · Gemeinden
und Schulen der Umgebung wollen
ihre gesammelten Kerne an die Samimelstelle
Hoegner, Ludwigsplatz 8, abliefern, welche, wie
die übrigen Sammesstellen — Kunstmühlbesitzer
einritzi, Innstraße 24, Bäclermeister Miehle,
ünchenerstraße 39, und Kaufmann Schustetter,
Hl.= eiststrabe 11 . den ganzen Winter geöffnet
ist. Zu jeder gewünschten Auskunft ist auch
die Leiterin der Obstkernsammlung, Haustätterstraße
16/0, gerne bereit.
r
Danktelegramm des Königs. Auf
das vom et gestern an Seine
Majestät den Könl gangenes Elückwunschtelegramm
ist " - folgende tele-—
Wingel
S# mein lieber
„Die ichen Wo unn
at, zuoe ber Stadtverwaltung
ims J Gelurrtsfeste an mich
richtelen, ha aufrichtig erfreut.
diesen erneuten ms treuonhünglicher Ge-
’ 5
1% —
sondern
kers auf
sinnun, sur Gluc= und Segenswünsche, sagen
die Königin und ich Ihnen und der Stadtverwaltung
herzlichen Dank. ig.“
Ludwigskreuz. Feldwebel Hane Ebitsc
vom Sanierungskommando Nosenheim murde
mit dem König--Ludwig- 2 ausgeseichne:
Zur Zuderverfsorg Der Kom
munalverband RNosenheim- 1% teilt solgende:
mit: Aus verschiedenen Kreisen der Bevölkerung
des Amtsbezirkes wurden Amragen an
den Kommunalverdand gerichtet, aus welchem
Grunde der auf die Zudetiarie für 15. Dez.
bis 15. Jan. treffende Zucker nicht auf einmai
am Fälligkeitstermin. sondern nur ratenweise
algegeben werden kann. Zur Aufklärung wird
letanntgegeben, daß die Ursache in der im Gü
terverteh: eingetretenen Stockung
(die von der Jukrrfarrir“ Alten in nachen er
warteten Waggons Zucker waren 3 Wocken u.
länger unterwegs.. Di gleichen Klagen üÜber
Zuckermangel bestehen übri * cuch in anderen
oberbayer. Landbezirlen. Der Vergleich
mit der Stadt Rosenheim 9 deshalb niti zutreffend,
weil die Stadt infolge der im Apil
1917 trotz des Widerspruchs der lleinen Händ
ler durkgeführten Verminderung der Verkaufe.
stellen von 76 auf 5 in der Lage ist, den nach
der Bevölkerungszahi des Kos amunalverbande
bemessenen Vertraucksanteil an Zucker sparsam
zu verwenden und die bei der Verteilung unvermeidlschen
Verluste auf das geringste Mah
herabzudrüden. Im Landbezirke Rosenheim wa
ren bioher sämtliche Kolon: zalwarenhändier
(inegesamt 220) zum Zucerverlauf zugelassen.
Dadurch wurde nicht blosß der Ceschäftsverkehr
lei der Mark encinlieferung wesentlich erichwert,
inobesondere auch der Verluft bein
Transporte und der Unterverleilung des 31
ein Vielfaches erhöht. Auch in der
Stadt Roscuheim waren vor der Zentralisterung
des JZuckerverkaufs in wenigen Verkaufsrelien
die Klagen über die Juckernot an der
Tagesordnung. Erst seit. Einführung des neuen
Shliems war die Stadt in der Lage, an den
monatlicken Verbrauchsanteil Einsparungen zu
mac.en und für unvorkergesehene Fälle, wie
Verlebrestockungen. eine Rüdäklage an Zucker anzsammeln.
Im Landbeeirke zäßt sich wegen
der rumlichn Ausdehnung die Einrichtung
des Zuderverkaufs nach dem Vorkilde " der
Stadt selbstverständlich nicht ohne weiteres
durckführen. Außerdem wurde der Kommnnal-=7
Rosenheim-Land bicher durch die Rück.
t guf die vielen kleinen Geschäftsleute, wel-6
von der Entziehung des Zuckerverkaufs eine
bedeutende Geschäftsschädigung befürchten, davon
abgehalten, den Zuckerverkauf nach dem
Beispiele der Stadt nur einigen gröheeren Geschäften
zu übertragen. Da sich indes im Interesse
des Publikums die Notwendigkeit ergeben
hat, ein strofferes S der W*s
einzuführen, wird der Kommunalverband den
Plan einer nen#en Organisation des Zuclerverlaufs,
welcher vom Ausschuß des Kommnnalverbands
ausdrücklich gebüligt wurde, unbeirrt
durck die Gegenvormellungen der Geschäftsinteressenten
demnächst zur Durchführung bringen.
Das Näbere hierüber ist aus der in den nächslen
Tagen zur Veröffentlichung kommenden Bekanntmackung
zu entnehmen.
Tauwetter ist gestern eingetreten. Nachdem
die sehr niedere Temperatur soom Sonntag
vormitiag jäh bie zu ein paar Grad Wärme
emporschnellte, haben die Schneehaufen und
Eiskrusten zu schmelzen begonnen. Von den
Dachrinnen iropft es und die Schneefigur in
der Münchenerstraße neigt schon bedenklich das
Haupt auf die Vrust. Gesundheitsfördernd int
das Wetter gerade nicht.
Abgängiges Pferd. In der Nacht vom
7. auf 3. da. Mts. ist aus der Stallung unterer
Eries Nr. 2 ein Pferd (Stute. 1.65-Mtr. groß.
beligelb, mit langem Schmeif) entlaufen oder gestohlen
worden. Sachdienliche Mitteilung an die
vel zeiwache Ros'nheim erbe ten.
Die Teuerungszulage. Aus Pensione
benteien wird uns geschrieben: Die diesbezügl.
Notiz in Nr. 5 des „Ros. Anz.“ kann zur An
nahme verleiten, als sei der ganze dort ang
führte Betrag ausschl. den Pensionisten- 4r
Beamtenhinterbliebenen zuteil geworden. Es sei
eshalb lonstatiert, t die Genannten im ganzen
mt ca. 1½6 Millionen Mark als Kriegs.
teuerungsbeihilfen, also laum den 17. Teil der
genannten Summe ethielten, während der weit.
aus größere Teil den aktiven Beamten und
Staatsarbeilern zugute kam. Weihnachtsspen
den haben die Pensionisten und Witwen und
Waisen uberhaupt nicht erhalten.
Staatslotterie. (Preuß.-Südd. Klas
senlotterie.) In der Staatslotterie findet in
diesen Tagen die Ziehung zur 1. Klasse der
11. Lotterie statt. Wer in dieser Votterie mitspielen
will, tut gut, sich Weine Lose schon zur
1. Klasse zu besorgen, da bei späterem Spielbeginn
die früheren Klassen hieaen—. werden
müssen. Die Staatsthtterie ist eine unter staat.
licher Aufsicht spielende, äußerst günstige Lotterie,
bei der kur chni tuich iedes 2. He# gewinnt.
jeder Kla ahn eine Reihe -obler
— wi und P5000 Mark
iehung er Haupttreffer mit 500 000
fiel in den letzten Jahten zweimal nach *
senheim. (Lose in allen -eniilennen nuch vor.
5 heim, Ecke Münchener-
und inzcegentenstrahe.)
zu suchen il.
Mittwoch, 9. Januar 19198
Lebhte Rachrichten.
Wik. Drobßes Hauptquaortier,
3. 1. Amtlich. (Drahtb.)
Westlicher Krlegsschauplatz.
Einzelne Abschnitie in Flandern und südweit
lich von Cambrai lagen zeilweilig unter Beftigem
Fener. In der Abenddämmerung griffen engliscke
Kompagnien östlich von Bullecourt an.
Sie nurden abgewiesen.
Im Sundgau entwidelten sid am Abend leb
Lafte Artilleriekämpfe, die nach ruhiger Nacht
DLeule früh wieder auflebten.
den
Mazedonischke Front.
Zuischen dem Ochrida- und Prespasee, im
Launotor iin souiie zwischen Wardar und D iiranjer
ur- ie Artillerietätigleit rege. Deua Ja
ger 46# 5 von einem Erkundungsoorno#i in bie
seindlichen, Loher von den Nussen verteiolgten
Gräben Venle ch vom Prespasee eine Anzahl
Franzosen ein.
Italienischer Kriegsschanplatz.
Gegen der Monte Asolone und den Piaveab
schnitt nordlich von Vidor richiete der Feind
tagsüber besige Feuerüberfälse. Auch während
der Nacht blieb das Feuer leblaft.
Der erfte Generalquartiermeister:
Schregzliches Eisenkanunglück in
der Nheinpfalz
1. Amttich.
Win. Ludmwigoshafen, 2.
*rabl Ve#gen: Nacht 11 . Uhr it i
scn# Kaiferelantteu und Honburg vor Station
Büuckmullbach bei flarlem Schucegeitöber ein
Urlauler ug auf einen Giterun cuĩaefabren.
Von * Insaisen des Urlanberuges id
ad den ##herigen Fenellungen 12 getoset
*- teilmeiie schuer verleßt. Hilfe
uüge gingen jsofori von Homburg und Kui
serslautetn ab. I#e Verichten wurden in Buch
mül ltc, Miesel und im Neservelg-arei: Hom
barg untergebracht. Die Namen der Toten werden
baldmögiuch: veroffentlichi werden.
4
Ludendorff.
** Berlin, 8. 1. Ueber das Gernä# bemef
fend Ludendorffs Rücktritt schreit: die „Germania“:
Der Reickhetzg ist über den Verdacht
erhaben, auch nur einen Augenblick die unver
gleichlichen Verdienste Hindenburgs und Ludendorffs
zu vergessen. Nur die Andeutschen schei
nen einmal wieder Interesse an einer anderen
Darstellung zu haben, die auch atrdings in
einer Engabe an die Reichsregierung einen starten
Druck im Sinne ihrer Kriegeziele auszuüben
trachten. Das alles zusammen hat eine
Anmospläre der Beunruhigung erzengt. für die
die tatsächlichsten Untertagen sehlen. Das har
auch geflern der Reichstanzler festgestellt, als
er eine Reiß# #n Fraktions führern empfing,
denen er ein durchaus beruhigendes Bild unserer
gegenwärtigen militärischen und politischen
Lage zu geben in der Lage war. Auch eine
Reihe von Personlichteitsfragen wurden in einer
Weise erörtert. daß jeder etwaige Grund zu
Beunruligung als beseirigt angesehen werden
lann.
In terfraktionelle
Besprechungen.
*“ Berlin, Nach Beendigung der ge
strigen Sigung ör des Reichslage:
treien die Vertreter der Mehrheitspar
teien abermals zu einer interfraktionel
leun Besprechung zusammen, um u. a. au
über den Fortgang der Verhandlungen des
Hauptausschusses zu beraten.
Buchkanans endgiliige Abreise.
* Slocklolm, 8. 1. Der englische Bot
sc afler in Petersbura wird laur „Nezeh Wiaul“
am 7. Jangar aus der runishten Hauptftadt
abreise n. Auch die Offiziere, welche Mitgiie
der der englischen Militärabordnung in Nuß
land sind, verlassen das Land. Auch der franzo
sische Botlschafter wird in einigen Tagen nach-###en.
Er will gleich Buchanan unächst in Stockh
lolm bleiben. In politischen Kreisen erllärt man
die Abreise der Bofschafter damtt, daß aus Paris
und London Direktiven ergangen feien, wonack.
die Botschafter Petersburg zu verlassen hätten.
wenn Vertcetungen des Feindes in Petersburg
ankämen.
Kleine TCageschronik.
„North China Mail“ meldet aus Tientsin,
daß der chinesische Oberbefehlshaber im Char
bin-Gebiet der russischen Kegierung ein Ultimatum
zukommen ließ, worin er die Entwaffnung
der rufsischen Truppen in diesem und sin
den angrenzenden Räumen binnen 48 Stunden
(ordert. Die Entente-Konsuln haben dieses Ulmatum
mitunterfertigt. Die chinesischen Soldaten
nahmen mehrere hervorragende Maximalisten
gefongen, die brlcpahbie sind, den Aufruhr
in Se vorbereitet zu haben.
Das Scho de Paris teilt mit, daß in nächster
JJes eine neue Konferenz der Miunisterpräsidenten
der Alliterten in Paris unter dem Vorsitz
von Clemenceau abgehalten werde.