Auch bei ihnen wird der gesunde Sinn des Volkes über Haß
und Rachsucht siegen und die im Jorn aufgerichteten Schranken
über den Haufen werfen. Was unsere deutschen Missionare in
fremden Ländern geleistet haben und nach Wiederkehr friedlicher
Verhältnisse wieder leisten werden, ist viel zu gewaltig und viel
zu bedeutend, als daß unsere Feinde leichten Herzens darauf
verzichten könnten.
Solange nicht die Fackel des Weltkrieges ihre Sinne blendete,
haben die Völker der Entente unseren Missionen die gebührende
Anerkennung nicht versagt. UÜberall in der Welt hat man die
stille, selbstlose Hingabe, mit der unsere Missionare ihre Pflichten
gegen ihre göttliche und weltliche Obrigkeit verrichteten, geschätzt,
und man wird die segensreiche Tätigkeit, des bin ich sicher, erneut
würdigen, wenn Ruhe und Frieden in die aus tausend
Wunden blutende Welt eingekehrt sein werden.
Schon vor der deutschen Besitzergreifung waren deutsche
Missionare in den Ländern tätig, die jetzt unsere Kolonien sind,
aber mit und an der Kolonialbewegung, die Anfang der 8oer
Jahre des vorigen Jahrhunderts in Deutschland einsetzte, erstarkte
der Missionsgedanke bei uns und erlebte das Missionswerk
einen ungeahnten Aufschwung. Bei Ausbruch des Krieges übten
dreizehn protestantische und elf katholische Missionsgesellschaften
ihre segensreiche Tätigkeit in unseren überseeischen Besitzungen
aus! «
Ich beginne aus sachlichen Gruͤnden mit der katholischen
Mission.
Die katholischen Missionen sind dem großen Organismus der
katholischen Kirche unmittelbar angegliedert. Ihr Haupt ist
deshalb der Heilige Vater in Rom. Er uͤbt seine Rechte und
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