Der „Rosenheimer Anciget
und Felerlanen
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Leru miertchtährli
Zultellgebuhr #rcr inn Daur-Gernsprecher:
VLerlag und Redaklion Nr. 72, Iulcralen- Ableilung Rr. 255.
*70 Plenng,
1! l cum-Umona.hd).
MUBDHSky.-»-kkk-ik.ks.ksf.sikk
GottstrafeEuqlands
Nicht aus dem Gefühle unchristlichen Hasses
lieraus, sondern im Gefühle berechtigter Entrüstung
und Empörung über die ungeheuerliche
Schuld, die England durch seinen Kriegseinlir.lt
aus rein selbstischen Gründen auf sich
Ind, ist das Wort entstanden und gebraucht worien:
Gott flrafe England! Die Erkenntnis der
lruflischen Ablichten Englands, die dahin gingen,
nicht allein das deursche Wirtschaftsleben
auf der ganzen Welt zu zertrümmern, man
renke nur an das schamlose Wort, daß es nach
der Niederringung Deutschlands keinen Engläuber
geben würde, der nicht reicher würde
sendern auch das ganze deutsche Volk durch
14 machvollen Hunger auf die Knie zu zwingen,
hat den begreiflichen Anruf an die Gerechtigkeit
eines rächenden Goltes aufkommen
lassen. England hat unserm Volle in allen
ieinen Teilen und gewissermaken jedem unter
uns so Schweres angetan, daß wir alle den
Tag berbeisehnten, an melchem wir mittels der
in innewolnenden Kräfte diesem gesahrlichen
lrrutalen Gegner zu Leibe rücken konrten.
Dieser Tag, glorreich für uns, niederschmet-#iernd
für England, ist nun gelommen. Die
Wurfel rollen, im Westen wird über Bölkerichicsale
entschieden! Unwillkürlich lenken
nir in diesen Tagen unsere Blicke zum Deumber
1916, als unser Kaiser sein von lauteriten
Absichten getragenes Friedensannebot
machte. England war es damals, weldie
bei unsern übrigen Feinden aufkeimensen
Friedeneneigungen rüdsichtslos niederhiel!.
Heder Tropfen Blut, der seit 1916 vergossen
I urde, lommt uber England! Die Millionen.
die seither Leben, Gesundheit und Eristenz verleren
haben, belasten das Schuldlont? Englands.
Ist es nicht geradezu eine Fügung dre
HOmmels, dahß seit jenem verachtelen Friedenseungebot
vom Dezember 1916 unsere miliktärische
Gesamtlage immer besser wurde? Und das
suun dem Eintritt Amerilas in den Krieg und
lratg dem Zuwachse an materiellen und persanellen
Kräften für unsere (begner! Wir sind,
nanz enigenen den Erwarklungen unserer Feinde,
#ic den Kriegreintritt Amerilas als letzten
Trumpf ausspielen konnten, in unserer Vewevungefreiheit
nach Niederwersung des großen
rassischen Reiches und Freimachung der gesamten
ungeheuren Kräfte bindenden Ostfront nur noch
unumschränkter gestaltet worden. Jetzt könbeide
deutschen Fäuste auf die wertlichen
fl.r. niedersanusen. Und England erzittert
unter der Wucht und Kraft, die diesen Fäuiren
innewohnt!
Das ist ja das wichtigste und bedeutsamste,
raß der Schlag, der jetzt England getrofsen
Iat, eine heute noch nicht zu übersehende geche
Bedeutung hat.
tvron einmal für den engeren westlichen
Kriegsschauplatz. England pries sich den Franzasen
als ihr Reiter und Helfer an. Die Franzesen
müssen sich verraten und verkauft vorkommen,
daß just dieses großsprecherische England,
das allerdings die Hilfemiltel der ganzen Welt
agufmarschieren ließ, dem ersten deutschen Anfiurm
erlegen ist und damit ganz Frankreich,
auf dessen Boden ja sich diese entsetzliche Kalastrophe
vollzieht, in das Unheil mit verstrickt.
Alle Berichte stimmen darin überein, daß die
Kopflosigkeit in den englischen lämpfenden Verländen
eine bisher noch nie erlebte war. Der
Rüchug vollzog sich in wirrer und heilloser
Flucht. Eine. grandiose Kriet sbeute siel in un—
iere Hände. Nach vielen Millionenwerten beläuft
sich das vollkommen gebrauchsfähige Ausrüstunge-
und Verpflegungsmaterial. Die Niege
der Engländer ist entscheidend. Die
r ihrer in Frankreich stehenden Armeen
i# geschlagen. Der Einbruch in ihre Stellungen
wurde zum Durchbruch und das Unglaubliche
ist Ereignis geworden · Bewegungskrieg
im Westen!
Noch sthen sehr schwere Kämpfe bevor, denn
die Engländer müssen jetzt alles daran setzen,
um unsern Vormarsch aufzuhalten, aber wir dürsen
der festen Zuversicht leben, daß unser
großer Hindenburg und seine herr-
RNosenheimer Anzei
Iger
Haaseullemn #. Logler, A1.-G.
Die elnsrollige Velilieise im Anteigenteri Foltet 15 Plg., die Pe##tzeilc un Reklameteil 40 Pl.
Die Annahme von Amelgen. Neklamen urd Beilugen erlolgt dureh die A
Resenbenn.
Schlul der Anzeigen-Annahme 12 Uhr millegs.
nuren-Erpedilion
Brerlau, Cafsel usw.
UMünchen, Nürnberg. Berin.
Amlliches Publikations-Organ'
Freitag, 29. März 1918
montdidier genommen.
Resige Gegenwehr des feindes mit Krisßhen Nräften.
Die neue Wunderkanone ein Kruppgeschlütz. — Der russische Friedensvertrag
auch von Doutschland ratifiziert. —
Trotzkys?
lichen 1 Truppen, vor denen wir das Haupt
in El. rfurcht neigen, auch das Letzte scharfen werden.
Sie alle beflügelt der Gedanke, daß es
gegen England gebt, daß es mit einem
unerbiltlichen Feinde alzurechnen gilt, und daß
sie auf dem besien Wege sind, dem Frie den
enta enzschern- England hat
1 die Entscheidung des Shwertes appelliert.
zinn gut: es lör sein ur eil!
Die Große Schlacht.
Abendbericht.
WIITB. Verlin, 27. 3. Amtlicher
bericht.
Ju beiden
Armeen im lan
Angriff.
(seneral
Abend--der
gsam
sind unsere
fortschreitendem
Seiten Somme
Ludendotfi uder die
Shlacht im Weiten.
Berlin, 27. 3. Die Kriegeberichlerftlamer wur
den auf der Gefechestent e von teneral Ludendortfif
enplargen. Tr. Marx Osborn berichtel datuber:
zvac ein anderer Eindruck noch. als vor 14 Tagen am
Sive der Hererleiturg. Damats fland ein Mann vor
un, der erfulll war von seinem geumitigen Plan.
Dehen wir einen FNuhrer. dem eine welleschichtiiche
arlungen und der miiten im Flußz und in der gewaliigen
Erwagung des Handelus sichl Schlacht de: An
sang im vordei und gewonnen.,, sagle der (Gencial
auartietmeisier. „Mus Ueler daraus merden med. lunz:
sich noch nicht bestimmen. Aber sogen können wo#, daß
der Sieg ein Sien unserer herrlichen Insanterie ge
wesen ist. War die Keimruppen und Sturmiruppen de-P#,
gewi von allen Schmeslermasien unterilurt, in
paar Tagen, die binter und lienzen.
vollbracht haben, i'l uber alle Vorilellungen erhaben.
Man bedenke, daß die Infanteriedivisionen, die erit
kurz vor dem Angriff herangezogen wurden und nur
bei Nacht ihre Märsche ausführen konnten, beiden, um
unsere Absichten nicht vorzeitig zu verraten, daß diese
Jekt
Tal
„Te
geleistet und
Truppen Tage bhindurch kaum Schlaf und Rube genosien
halten, und daß sie nun doch ihre beispiellos schweren
Ausgaben so vorbildlich erfüllten, nicht nur einmal Le
ben und Seele einsetzend, sondern in jedem Abschnitt
des Kampfes aufs neue zu allem. bis zum Tod be
rei!l waren.“
Als einer von uns dem General die Gluckwunsche aus
sprach zu dem, was er biöber erreicht hatie, und zu
gleich zu der Auszeichnung mit dem Grogsreuz zum
Eisernen Kreuz, meinte Ludendorfs, daß er diese Aer
leihung ale eine
im General'lab betrachte. Wir hörten die denkwürdigen
Worite: „Alle diese Herren haben mich in dem Viertel
jahr, das der Vorbereitung gewidmet war, und beson
dere leit den Tagen zu Anfang des Februar,
den Angriff auf den 20. und 21. Matz ansetzte, aufe
beste unterstutzt.“
Also seit Anfarg Februar, sieben Wochen lang, war
dieser Angriff geplant und auf den Tag sestgeseht.
Jch hörte heute von einem schönen Ausspruch des 1###
neralfeldmarschollo Hinden burg: Der Aus'pruch
lautete: Die lat ist des Deutschen stolzeiles Work.
Räumung von Amiens u. Compiegne
durche die Bevölkerung.
Genf, 27. „Corriere“ meldet aus Paris,
daß damit bn#ers wurde, die Zivilbevölkerung
aus Amiens und Compiegne zu entfernen,
um die militärischen Maßnahmen nicht zu
behindern.
* Genf, 27. 3. „Morningpost“ u. „Daily
Telegraph“ melden von der Westfront, der
deutsche Stoß richte sich gegen Amiens, das
die Engländer nicht aufgeben dür'tin, wenn sie
Anerkennung fur alle seine Milarbeiler
*oe
da ich
Reue Kampfgelüfte
nick,! den Deutschen den Weg zum Meere freigeben
wollten. Amiens sei der Stütz- und Angelpunkt
der englischen Stellung in Frankreich.
Was den Engländern droht.
Wien. 27. 3. Das neue „Wiener Tagbl.“
schreibt: Wenn Haig die deutsche Verfolgung
nicet bald endgultig elwa in der Linie der Sommemündung-Amiens-Arras-Mern
aufhält, dann
tönnie er sich binnen kurzem mit seinen Trup-#
penmassen
D
au die Küste gedrangt sehen.
Dad Meer würde in diesem Falle zum Verderben
der grôstten Scemacht.
Furcht vor einer inneren Krise.
% Genf, 27. 3. Franclin Bouillon, der Obmann
des franz. Kammerausschusses für Answartige
Angelegenheiten, und einige andere Anhänger
des Ministerpräsidenten Clemenceau beschw
oren in den Kammergängen die oppoli
lionnellen Vollsvertreter, in diesem krilischen
Augenblick leine öffentl. Erörterung
der gesamten Lage herbeizuführen. Die Folgen
einer inneren Krise wären derzeit unabsehbar.
nische Truppe
a: ader Somme'
Nach hier vorliegenden
Ilalie
2 Lugano. 27.
Meldungen ist die
schmeizerischen Grenze i- zurückhufnhren. daß ·
—
italienische 12) Truppen an die
abgegangen sind.
Der Kriegrückt näher.
(Geuf, 27. 3. In der nordöillichen Umgebung
von Paris und zwar von Belleville bis
Vincennes
Somme-From
1
vernimmt man seit Dienstag fruh
sernen Kanonendonner, der in den Abendluunden
besonders aus der Richtung von Nonon
lörbar wurde.
§ Züurich, 27. 3. Wenlschweizerische Blätter
melden aus Varis: Nicht nur die Eisenbahnen
sondern auch die Landstraßen nach Südfrankreich
sind mit Flüchtenden angefüllt. Die Landstraße
sind mit Fuhrwerken verstopft. Infolge der
Fortdauer der deutschen Fernbeschief ung wurden
umfassende Sicherheitsmaßnahmen fur die Kirchen
und öffentlichen Kunstwerken veranlaßt.
Artilleriitische Wunder.
Beriin. 27. J. Man s#hreidt und:
mohe Wasseniieg im Westen ist mit in criter Linie
der glanzenden Tätigkeit unserer Autlietie in verdanlen.
Ein franzosischer Bericht sprach von der „Heuer
walze“, die auf den seindlichen Steilungen gelegen
habe. Sier vollzieht sich dadurch. daßt mit der Be—
# ießung ans leid.leren Kalivern an den vorderiten Gra
ben angesangen wird und daß sich dann immer schme.
rertKaliber in bestinumten Abllanden in die seindlichen
Siellungen hinein graben. Dann wird von vo#n
hamit begonnen, sodaß in der Tat eine jormliche Feuer
walze sich uber den (begner auebreilet. Kein Grabennn #
bleb unier unserer artilleristischen Wirkung verichont.
Tie deutiche Artilierie verfugt jetzt auch uber Tanks.
oder wie wir sie nennen, „Sturmwagen“. Sie sind
bedeutend bewegiicher und geichwinder als die englischen
Ungelume und jie haben sich im Kampfe ganz derror
tagend bewahrt. Es it den Wegnern uberhaupt nicht
gelungen. einen einzigen dieser Sturmwagen unbrauch
ba#: zu machen. Das gröhle artilleristische Wunder ist
jedoch die uber 100 Kilometer schiehende deutsche Rieienlonone.
Man wird sich erinnern. daß schon vor
langerer Zeil die Feinde einmal berichleten, daß Dunliechen
aus einem weiltrogenden Geschutz beschoffen wor.
den sei. Es lam dafur eine Entfernung von elwa 50
Kilometern in Belracht. Nun aber sicht Parie auf
U#ber 100 Kilometer Entjernung unter deutschem Feuer.
ich nach eigenen franzo#ischen Zitiltten an allen
Der jetzige
Prot.: Korkeelt, Eustach 64. Jahrgaug
Tagen wiederholt bat. Es kann garnicht ausbleiben,
daß die Pariser Regierung in einer un:er deutschem
Geschunsener stehenden Hauptücbt nicht verweilen kann.
Der AKieg, welcher uns lo viele Ueberraschungen gebracht
bat, bat unsd ernent einen wuch'igen Vewein dafur
aHidelen, zu welcher phantanischen Kraftecntipannung un.
ier Voik und unsere Induftrie sahig kind. Man lann
daran ermeisen, welche gewallinen Leistungen ein sol.
dez arlraftiges und bewahrtes Volk in einer kunfiigen.
irine Freiheit und Erinenz sichernden Frieden?ei#
zu leisten immande in.
* Wi 27. 3. Die „Reichspos“ erklärt die
Parifer Merldong. d die Paris beschiehenden
Ferngeschüte ofterreichische seien, für unricktig.
Das neue Krupp-Geschünz.
WeEssen, 27. 3. Bom Kaiser erhielt Herr
irupp v. Bohlen-Halbach nachstehendes
Telegramm: Ihr neues Geschütz hat mit der
Beschießung von Paris auf weit über 100 Kilometer
Entfernung seine Probe glänzend benanden.
Sie haben mit der Fertigstellung des
Geschutzes der Geschichte des Hauses Krupp
ein neues Ruhmesblau hinmgefug:. Ich spreche
Ihnen daher und allen Mitarbeitern meinen
kaiserlichen Dank für wiese Leistung des deutschen
Wissens und deutscher Arbei# aus.
Tescarammwechsel zaischen
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**s richten die Gute haiten.
1 „ Kerlrauen auf unice
heisuchen I####en haben : den garobe't Eching
iwegnnn St darau f. Unte: dr: Fuhrung und unte:
de:n Aunen ibres Oberiten Kricashertn zu sechlen.
## iagen iue sich uber glles Loh eihaben. Jeder Mann
ein, daiz es unt die It
acht. Das Heert
i:: Goltes Dille der
ea ci lump'it hat, den iie al
##. auf einen kraftvollen deul.
ren Fr Jeurten Zulunft braucht.
indenburg.
4
Französische Schönfärberecien.
Parie, 26. Z. Nach einer Meldung der
„Agence Havas“ setzte Kriegsunterflaatssekretär
Abramt vor zahlreichen Abgeordneien in
den Wandelgängen der Kammer die militärische
Lage der Kammer auseinander. Seine Ausfülrungen
lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
Nach den schweren Kämpfen, die die
deutschen Truppen jetzt mit den englischen ausgefochten
haben, werden sie auf das vollig
frische, opferbereite und durch einen
Vorgang von Geschünen gedeckie
französische Heer floße n. Nur einige
selbfltändige Divisionen haben das Vordringen
des Feindes verzögert. Anderscits treffen die
gewaltigen engl ischen Reserven auf
den Schlachtfeldern ein, sodaß die bisher vom
Feinde erzielten Geländegewinne nur vorübergehender
Najur sein werden. Die Bede wurde
von den Abgeordneten, Senatoren und Journalisten
mit Begeisterung ausgenommen, die, um
Nackhrichten einzuzichen, in das Palais Bourbon
gekommen waren.
Englische Verichte.
London, 26. 3. Das Kriegsamt teilt mit:
Der Feind hat in der Nacht vom 25. Zzum 26.
März an unserer Front nördlich der Somme
leine weileren Angrifse gemacht; nachmittags