Nummer 205
Rosenheimer Anzeiger
Freitag, 6. September 1
don, wonach die Zarin und ihre Töchter am
seben Tage ermo rdet wurden wie Niloaus
II.
Drohungen der Terroristen.
* Stockholm, 4. Sept. Die Sowjetregierung
hat viele Priefe erhalten, in denen ihr gedroht
wird, falls die Attentäterin Kaplan erschossen
werden sollte, würden solche Gewalttaten
gegen die Bolschewisten wiederholt werden, die
in der gau?en Welt das größte Aufsehen erregen
und in bolschewistischen Kreisen die höchste
Bestürzung hervorrufen würden.
Aufsehen erregende Verhastungen
in Petersburg.
s* Stockholm, 4. Sept. In Petersburg
lwurde plötzlich der sich bisher einer großen Gunst
bei den Volschewiften erfreuende frühere russische
Botschafter in Tolio, Baron Rosen, verhaftet.
Gleicheitig wird die Verhaftung des früheren
stellvertretenden Ministers des Innern,
Varon Nolde, gemeldct.
Die Todesliste der Volks lommissare.
* Stockholm, 4. Sept. Der Korrespondent
der Trkegraphenunion meldet, daß das
Volkskommissariat sich im Vesitz einer Liste von
Vollskommissaren befindet, die der Reihe nach
rrmordet werden sollten. An erster Stelle sieht
Radel, an #weiter Zinowicz, dann kommt Lunatscharsl
und weiter Swerdlow. Im ganzen sind
28 der wichtigsten Volschewistenführer angeführt.
Anerkennung der Tschechoslowalen.
'?Kotterdam, 4. Sept. Aus Washington
Die amerikanische Regierung hat
Kriegführende anwird
gemeldet:
die Tschechoflowaken als
erkannt.
die Cage im Osten.
Vnerkennung der Ulraine durch
Amerila.
Kiem, 5. Sept. (Drahtb.) Kiemslaja
Myosl bringt aus angeblich zuveriässiger Quelie
eine Meldung, daß die Negierung der Vereinigten
Slaalen bereit sei, die Selbständigkeit
der Ulraine an: erkennen.
Asemeines ve vom Krieg.
Ein italienisches Urteil.
" Vern, 5. Sept. (Drahlb.JC Laut Corriere
della Sera wurde der sozialistische Gemeinderat
Fassini in Mailand zum Erschießungetod vermteilt.
Fassini sioh voriges Jahr nach der
Schwei: um dem Gestellungsbefehl zu entgehen.
Aupßerdem wurden Dreiviertel des Vermögens
Fassinis eingezogen.
Die Schlacht zwischen Soissons
und Reims.
27. Mai bis 6. Juni).
(Fortsetzung.)
II.
Der Armee v. Boehn jiel der Hauptangriff
zu, der Sturm auf den Damenweg. den sie ein
Jahr lang so ruhmreich verteidigt hatie. Ihre
Korps bildeten die Front westlich Reimns, vom
Schnittpunkt mit der Aiene bis zur Mü ndung
der Aileite. In Zentrum, dem Damenweg
gegenüber, sianden auf deim rechten Ailette-Ufer
die Korps Wichura wichen Lizy und Colligis,
Winckler bis Chermien, Conta über Corbeny
hinaus. Anschließend hielt Boehns linkes Flügelforps
unter Schmetlow über die Aisne-Niederung
binweg bei Berry-au-Bac Fühlung mit
dem Korps Ilse der Armee v. Below, das
die Vorwärtsbewegung mitmachen sollte. Nach
rechts folgte auf Wichura das Korps Larisch.
JZwischen Landricourt und Cuy westlich Noyon
bildeten die inneren Flügellorps der Armeen
v. Boehn und v. Hutier unter François und
Hofmann eine Kampfeinheit. die zunächst zurückgehalten
werden sollte. Den Nordufern der
Ailette und Oise angeschmiegt, reichten sie sich
an deren Zusammenfluß bei Abbecourt über
die Oise hinweg die Hand.
Die Bereitilellung der Angriffsdioisionen u.
Artillerielamesgruppen fand in den Abendstunden
des 26. Mai ihren Abschluß. Langwieriger
Verschleierungen hatte es bedurft, um die umsassenden
Vorbereilungen vor dein Feinde geheiin
zu halten. Der Erfolg des Unternehmens
war von dem Gelingen der Ueberraschung unbedingt
abhängig. Ehe die örtlichen Reserven
des Gegners eingreifen konnten, mußte der Damenweg
überrannt sein. Die Dauer der Feuervorbereitung
wurde deshalb aufs ußerste eingeschränkt.
In wenigen Stunden mußte die
rtillerie des Gegners niedergekämpft, die terrassenfönnig
einander überhöhenden und stützenden
Erdwerke seiner festungsartig ausgebauten
Höhenstellung sturmreif geschossen werden.
Um den langen Frühlingstag voll auszunutzen,
war der Beginn des Unternehmens auf
die selbesten „Morgenstunden angesetzt worden.
» 7. Mai, 4 Uhr 40 Min., verließen die
, Truppen ihre Ausgangsstellungen zwischen
Landricourt und dem Brimont. Auf breiter
Front überschritten die Surmlinien der Armee
v. Boehn die Ailette. Die feindliche Arnllerie,
die zu Beginn der Feuervorbereitung
schwach erwidert beeirn war ernstlicher Abwehr
ichte mehr fähig.
ie Korps in Boehns Mitte brachen in ra-—
Anlauf den Wildexstand der feimlichen
Grabenbesatzung am Nordhang des Damenweges.
Wincklers Dioisionen gewannen, zum
frontalen Durchstoß auf schmalem Raum zusammengefaßt,
die Hochflächen beiderseits 7
Contas Flügel erstiegen die Kämme bei Ailles-Waissy
und dem Winterberg, ermöglichten dadurch
der Mitte die Ueberwindung der dazwischen
liegenden schwer gangbaren Abfälle nördlich
Hurtebise Ferme. Das Korps Wichura
traf auf einen abwehrbereiten Gegner und
lämpfte sich langsam die Hänge empor. Zuerst
er wang sein verstärkter linker Flügel im Anschluß
an Winckler den Zutritt zur Höhe östlich
Braye, schwenkte dann mit Teilen gegen
Fort Malmaison ein, das durch Umfassung siel.
Auch auf den imeren Flügeln der Anneen
v. Boehn und v. Below gewannen die Korps
Schmettow und Ilse stetig Boden nach Südwesten.
Im rechten Gefechtsabschnitt war es
trotz des nach Weiten sich mehr und mehr verstärkenden
#pdlicken Widerstandes dem Korps
DLarisch gelur#en, bei Laffaur die Paßhöhe des
von Soissons nordöstlich zur Ailette zichenden
Tales u nehinen, den Schlüsselpunkt der ganzen
dritten Höhenstellung. Bei Antioche Ferme
sagen seine Sturmlinien vor zäher Verteidigung
während des Vomnittags fest.
Sobald erst eimmal die Kämme überwunden
waren, drängten die Divisionen in Wettlauf
zur Aisne hinab. Um die Mittagszeit war der
Damenweg samt seinen Südhängen voll in deutscher
Hand. Die gewonnene Linie zog über Bascule,
Jony und Chavonne zur Nisne und solgte
deren Nordufer bis Berry-au-Bac. Vortruppen
hatten bereits am Vormittag, den Fluß an
vielen Stellen überschritten. Zwischen Berryau-Bac
und dem Brimont waren die westlichen
Userränder des Aisne- Marne-Kanals erteicht.
Ebenso hatte im Verlause eines örtlichen. Unternehmens
das an dem Hauptangriff zunächst
nicht beteiligte Korps Frai Cois bei Leuilly
Brüdenlöpfe auf dem Südufer der Ailette zu
schaffen vermocht.
( Auf der Mitte der Angrifssfront hatte oer
ersie Stoß die Verbände der feindlichen Grabenbesatzung
völlig ausgelöst. und größtenteils vernichtet.
In den ersten Stunden der Rachmittags
gingen die hien eingesehten Dstisionen in
rascher Folge witen Chavonne und Verryau-Bac
über die 2 ene. Weiter rechts leiftete
der Feind noch hartnäckigen Widersiand. Ebenso
begann am Airne- Marne-Kanal, vor den
inneren Flügeln der Armeen v. Boehn und v.
Below die Gegemvehr sich mehr und mehr zu
versteifen. genährt aus den örtlichen Reserven
des Ramnes um Neims. Es ergab sich in immer
schärferer Ausprägung das Bild, daß die
mittleren Korps, „u einem scharfen Keil zusammengeschweihl,
in rastloser Verfolgung nach
Südwesten strebten, die zurückhängenden Flügel
der Angrisssfront mit scharf vorgenommener- innerer
Schulter Fühlung hielten. Als endlich
Anlioche Ferme siel, Vailly in hartem Kampfe
genommen wurde, die Sturmlinien sich an den
von Maschinengewehrnestern zäh verteidigten
Nordosthängen des Höhenmuges südli chd der Aisne
mühsam emporrangen, standen die Divisionen
der Mitte bereits südlich Longueval und Merval
auf den Kämmen der zweiten Höhe uno
schicten sich an, in das Tal der Vesle hinabzusteigen.
Vor dem Sinlen der Sonne des ersten
Angriffslages erreichten sie Jwischen Courcelles
und Magneur den Fluß. Im Schutze der
Dunlelheit wurden bei Magneur die südlichen
Uferhänge gewonnen. Noch in der Nacht wurde
der Brückenkopf bis Villette erweitert u. zwischen
Courcelles u. Paars ein zweiter geschaffen.
Politlsche Rundschan.
Rede de-s Kanzlers im Herrenhaus.
§s Berlin, 4. Sept. I#n Herrenhausausschuß,
der heute mit der Beratung der Wahlrechtsvorlage
begann, nahm der Reichskanzler
Graf Hertling das Wort »u r## eindringlich
ehal!nen Kupcache, in der er sich auf den
belamuen Standpunit der Regierungsvorlage
stellte.
Hof- und Personalnachrichlen.
münchen, 5. Sept.
Minister v. Brettreich wird, wie das
„Vayerische Bauernblatt“ enitteilt, auf der bevorstehenden
Generalversammlung des Bayerisien
Bauernvereins erscheinen und eine Ansprache
alten.
Rüchener Neuiefeiten.
nchen, 5. Sept.
(Beweislose u Vor dem Münchener
Schöffengericht sollte am 3. ous
über eine rivatbeleidi ungsklage
verhandelt werden, die ein Ingenkeur aus München
gegen den Ingenieur Heinrich Schaab in
Berlin-Teinpelhof angestrengt hat. er Beklagte
war mit dem Prioeallager in Differenßen
geraten wegen der Rücksendung von Zeugnissen,
die er auf eine Anzeige hin an den Klä—-ger
hatte abgehen lassen. Da die Rüchsendung
der Zeugnisse nicht ost erfolgte, schrieb Ingenieur
Scha## i offene Postkarten an den
Münchener Ingenieur, in denen ausgeführt war,
der Bayer sei ein roher, sittenloser Flegel; der
Empfänger der Karte solle sich stets vor Augen
alen, 0b,, daß ee, Savetg erst durch Preußen
— Der Münchener Inge
nieur beantwortele diese Stilübungen mit einer
RKlage wegen Beleidigung. Der Berliner und
hin Gattin machten dem Gericht schon bei der
Zustellung der Klage Schwierigkeiten und beantworkelen
jeden Versuch, die Ladungen ordnungsgemäß
#uzustellen, mit einer Schilane. Der
Bellagte war denn auch zu der Verhandlung
nicht erschienen; das Gericht erließ deshalb gegen
ihn Vorführungsbefehl, so daß nun
doch Gelegenheit gegeben sein wird, diesen Herrn
nher lennen zu lernen.
hayerssche Nachrichen.
Unehrlichkeit. Der Kapitän und die
Mannschaft des Dampfers „Ludwig" vom
„Bayer. Lloyd“ in Passau veräußerten, wie die
„Denau-Zeitung“ #neldet, Petroleum . grobßen
Mengen: sie wurden dabei erwischt. Der Kapitän
und die Bemannung wurden verhaftet;
dem Kapitän wurden 60 000 Lei abgenommen.
Ueberfahren. Zn Kirchdorf bei Rudelzhausen
in Niederbayern wurde ein Fuhrwerk von
der Lokomotive erfaßt, wobei das neunjährige
Mädchen des Schmiedmeisters Hofer überfahren
und getötet wurde.
Für 13000 Mark Stoffe gestohlen
wurden aus einem Konfektionsgeschäft in Nürnberg.
Der Täter wurde in dem Augenblick festgenommen,
als er die im Gepäckraum des Bahnhofes
binterlegte Diebsbeute abholen wollte. Es
üt ein früher un Geschäst angestellt gewesener
Kaufmann.
Grenzlande.
Tufstein, 4. Sept. Hotel Post wieder
eröffnet. An Stelle des militärisch belegten
Großgasthofes Egger wird nun diese Woche
sder Gasihof zur Post eröffnet, nachdei die
Stadtgemeinde ufolge Beschlusses des Bürgerlmusschusses
diesbeinglich an den Besitzer Herrn
Bürgermeister Egger herangetreten ist. Es handelt
sich nasnentlich darum, den amtlich und geschäftlich
hierherkommenden Persönlichkeiten, welche
früher Un Gasthof Egger abgestiegen sind,
weiterhin Gelegenheit zu geben, in der aligewohnten
Weise untermukommen. Der Gasthof
wird auch den vollen Gastwirtschaftsbetrieb aufkfinen
ist jedoch nur für den Zidvilverkehr genet.
Baverisches Oberland.
Dogtareuth, 3. Sept. Brand. Gestern
abends 9 Uhr brach im Anwesen des Johann
Bauer in Winll in dem der Stallung angebauten
hölzernen Streuschuppen unvermutet Feuer
aus, das sich schnell ausbreitete und in den über
der Stallung liegenden Heuvorräten und dem
dortselbst aufgespeicherten Haber nur zu reiche
Nahrung fand. Iin Nu war alles ein Flammen-#neer.
Der unermüdlichen Tätigkeit der Feuerwehren
Vogtareuth und Griesstätt gelang es
bei der herrschenden Windstille, das Feuer auf
seinen Herd zu beschränlen und so das von der
Stallung durch Feuermauer getrennte Wohnaus
noch zu retten. Sämtliches Vieh und die
drei wertvollen Pserde konnten dank der Umsicht
des auf Urlaub befindlichen Besitzers rechtgeitig
aus dem brennenden Gebäude gebracht
werden. Leider ist der Geschädigte nur gering
versichert. Brandstiftung soll die Ursache des
Feuers sein.
Traunstein, 4. Sept. Das Kurhaus
Wildbad Empfing ist um den Preis von
200 000 Mk. verkauft worden. Das Haus soll
seinem bisherigen Zweck weiter dienen, jedoch
durch Zu= und Erweiterungsbauten der Verssand
des analysierten Brunnens „Herzog Wilhelm-Quelle“
besonders gefördert werden.
SGroßhöhenrain, 2. Sept. Das alte
Schloß Höhenrain bei Bruckmühl ist bekanntlich
— wie von uns berichtet — im Mai
0918 von der Familie Katzmayr an den Verein
für Ferienkolonien in München übergegangen,
der es innen etwas instand setzte und hier
ün Juli erstmalig mit 100 Kindern, und zwar
Mädchen aus den Kreisen seiner Mitglieder, die
dem Mittelstande angehören, seinen Simug bielt.
Nach dem Abgang derselben um Mitte August
kamen 90 Knaben hierher, die sich wie die Vorinsassen
unter der Leitung zweier Lehrer prächtig
erholt haben. Am 5. September verlassen
nun auch sie das gastliche Schloß Höhenrain,
um nach München zurückzukehren, so daß der
hete verwitterte Bau mit seinen vier zierlichen
peltürmchen und seinem imposanten Ritter-K
den Winter über in beschaulicher Ruhe
liegen wird. Die Schloßbrauerei ist r—
vor 2 Johren Cusgelasfe worden.
Rosenheim, 5. Sept.
Auszeichnung im Felde. Unteroffizier
Hans Heucke, Sohn des Korrespondenten der
Finna Nobert Niedermayr, beim 4. bayer. Fußart.-Rgt.,
wurde init dem Militärverdienstkreuz
6. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet.
□Dae König Ludwigkreuz wurde den
Herren Obersekcetär Sebastian Holzer und Sekretär
Lutz des Kgl. Rentamtes Rosenheim verliehen.
Beide Herren haben während des Krieges
eine Fülle von Arbeit zu leisten und rsx
sich beim Publikum wegen ihres freundlichen u.
entgegenkommenden Wesens großer Bel Em—'mlr
i Oberbayerischer Schuldicustl.
* berufen wurden als H#lfeshrcrin
ushilfslehrerinnen Karolina Algeier
Mühldorf; Helene Einhorn von Prukting,
Bbderse Paula Fest von Flintsbach,
Rosenhejm Tilntonie Hörschel von Vachen
B Traunst - Karolina Hollerbaun
Oberndorf, Bü. Ebersberg; Varbara K
von Steinlirchen, BA. Pfaffenhofen; V
Maier von Geisenfeld, BA. Rlaenboich
ria Margeth von Altötting; Maria Nas
von Waging, BA. Laufen; ieozne 0
strey von Lenggries, BA. Töl
Zwiebelverkauf. Am Fruitg u. S
tag werden un Stadtlagerhaus auf die
müsemarke 1 pro Marke ein halbes Pfund
beln abgegeben.
Derkath. Dienstmädchenverein
senheim Aibgebt em am Donnerslag, den 12.
tember, abe Uhr, im Hotel „Deu
Kaiser“" das 700 jährige Jubiläun seiner
tronin St. Zita. Ein hiefür von Frl.
Verchlenbreiter aus dem Leben dieses hei
Dienstmädchens verfaßtes Theater mit Ge
ein von München eintreffender Redner, Lie
sowie am Schlusse ein Lustspiel von ders
Verfasserin werden reiche Abwechslung bi
Auch haben in liebenswürdiger Weise die
ren des Stadtpfarrkirchenchors es übernom
die Pausen durch Streichguartettvorträge
genehm auszmüllen. Auf diese Feier seien
schon besondero die titl. Herrschaften der S
die Dienstmädchen, sowie alle Interessenten
gen Vereins hingewiesen und höflichst zu
reichem Besuche eingeladen. (Näheres im
serat.)
Der Fleischersatz für die komme
zweite fleischlose Woche wird. laut
N. N.“ in Kartoffeln bestehen. Diese E
leistung wird in den kommenden fleischlosen
chen beibehalten werden. Für die Komm
verbände, deren Fleischration 200 Gramn
trägt, also München, Nürnberg und N
Augsburg, Ludwigshafen und Kaiserola
wird die als Fleischersatz auszugebende Ko
selmenge auf drei Pfund, für die übrigen
munalverbände mit einer Fleischwochenr,
von 180 Gramm auf zwei Pfund feftgese
Tratschereien. Aus dem Baner. &
wird der Donanztg.“ geschrieben: „Es
ummer viel über die Knappheit und aie 1
länglichkeit der Nahrungsmmittelwapperl
namentlich über den Mangel an Schmalz
Felt geklagt und doch scheint das Mundwer
schöneren Geschlechts immer noch viel zu gu
cheniert zu werden. Wenn man nämlich di
ezirke Regen erscheinenden Jeitungen an
so lesen wir fast täglich von Ehrenerkläru
WGurücknahme von beleidigenden Aeußeru
vder von Aufforderung zu solchen und in
erscheint darunter die Unterschrift einer
kreterin des schönen Geschlechts, niemals diei
von einem Mann. Das erscheint auch u
nicht verwunderlich, denn die Männer haber
in der schweren Kriegszeit andere Sorgen
müssen zu schwer arbeiten, als daß sie Zeit
Lust fänden zu Tratschereien und Verleum
gen des lieben Nächften. O du lieber Kor
nalverband spende nicht zu viel Fett für
Tratschmasch,nerien der Weiber!“ (Ganz u
unserer Gegend! D. Red.)
Der Monat September. In d
Monate nimmt der Tag ab um 1 Siunde
40 Minuten. Volllnond am 20.; Neumon!
5. Amn 23. Herbstanfang. Tag und Nacht #
Witterung nach dem bundertjährigen Kaler
September hat schöne Witterung bis zum
von da an etwas herbstliches Wetier, w#
es bald wieder schön wird bis zum 28. He
folgt trübe und nasse Witterung. Bauernre
Donnert's un September noch, wird der S
zu Weihnacht hoch. Ist der September #
und klar, so hoffen wir ein sruchtbar Jahr.
auf Aegidi-Tag wohl acht, er sagt dir, wa-Monat
macht. Wie sich's Wetter zu Maria
burt tut verhalten, so soll sich's weiter vier
chen gestalten. Wie das Wetter au Matil
Tag ist, so wird es vier Wochen bleiben.
viel Reif und Schnee vor Michaelis, soviel
Walpurgis. September-Regen kommt Sar
Reben gelegen. Auf wannen Herbst folgt
langer Winter. Der Sepiember ist gen
lich der schönfte Monat und hat besonder
der ersten Hälste heitere, trockene und gemä
Witterung. Die brgen jedoch werden
die Nebel häusiger. Gegen Monatsende .#
sich häufig die Herbstwinde ein. Um M
Heburt Sommer= und Herbstgrenze.
Beamtenstellvertreter und Fa
lienunterstützung. Eine Anweisung
KKgl. Staatsministeriums des Innern an die
Regierungen und die Lieferungsverbände be
Bei manchen Lieferungsverbänden scheint
Auffassung zu herrschen, daß die Familien
emten wertreter von dem Bezug der N
familienunterstützung ausgeschlossen sind.
Auffassung ist unzutreffend. Die Familien
Velalensc wwerkeler haben im Falle der
dürftigkeit Anspruch auf Familienunterstüt
Einrichtung von Verlor gungtern.
Das Verordnungsblatt
Kriegsministeriums meldet: Seine Msjestä
König haben mit Allerhöchster Entschließung
2 rE'is ds. Is. zu bestimmen kruht:
des Krieges werden die Versorge
d #½ Fürsor he *