Bayern unter Otto J von Wittelsbach. 97
Fünfter Zeitraum.
Bauern unter Regenten aus dem Wittelsbachischen hause
(1180—1867).
Erstes Kapitel.
Bayern von Otto I von Wittelsbach bis zur ersten
Landestheilung
(1180—1255)—.
§52. An Otto IC(VI) von Wittelsbach (1180—1183)
hatten die Bayern wieder einen Fürsten eigenen Geblütes aus
dem alten Stamme Luitpolds, dessen Nachkommen erst die
Scheyrer und dann die Wittelsbacher hießen ""). Zu den
Allodialgütern dieses Geschlechtes, bestehend in der Grafschaft
Scheyern (LAichach, Pfaffenhofen, Schrobenhausen, Rain), der
Grafschaft Wartenberg im Erdinggau, etlichen Gütern um
Straubing und Lengenfeld (letzteres im Nordgau) und den
zur bayerischen Pfalzgrafschaft gehörigen Gütern (Neuburg,
Ingolstadt, Kelheim, Abbach), kam durch Otto's I Erhebung
zum Herzoge Bayerns noch der Herzogsbezirk hinzu,
welcher München, die Herzogsburg zu Regensburg mit
Gerichtsbarkeit und die Grasschaft Burghausen in sich faßte.
*) Die Herzöge Bayerns während dieser Zeit sind:
Otto 1 1180—1183.
Ludwig der Kelheimer 1183—1231.
Otto II, der Erlauchte, 1231—1253.
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Ludwig II, der Strenge, Heinrich XIII
1253—1255. 1253—1255.
*) Die Umänderung des Namens Scheyrer in Wittelsbacher erfolgte
nicht schon im Jahre 1113, wo die Umwandlung der Burg Scheyern
in ein Kloster beschlossen wurde, sondern erst im Jahre 1116; die Uebergabe
der Burg an die Benediktiner von Usenhofen geschah im Jahre 1124.
Sattler, bayer. Geschichte. 7