Full text : Europäischer Geschichtskalender. Neue Folge. Elfter Jahrgang. 1895. (36)

148  Das  Deutsche  Reich  und  seine  einzelnen  Glieder.  (Mai  24.)

lich  des  Reichshaushaltsetats  für  das  Etatsjahr  1895/96,  zweier  Nachträge
dazu,  sowie  des  Haushaltsetats  für  die  Schutzgebiete  auf  das  Etatsjahr
1895/96  und  eines  Nachtrags  dazu,  1  kaiserliche  Verordnung,  8  allgemeine
Rechnungen  über  den  Reichshaushalt  für  die  Etatsjahre  1884/85  bis  1891/92,
2  Uebersichten  der  Reichsausgaben  und  Einnahmen  für  die  Etatsjahre  1992/93
und  1893/94,  2  Uebersichten  der  Einnahmen  und  Ausgaben  der  Schutzgebiete
von  Kamerun  und  Togo,  sowie  des  südwestafrikanischen  Schutzgebietes  für
die  Etatsjahre  1892/93  und  1893/94.  Die  Rechnungen  der  Kasse  der  Oberrechnungskammer
  für  die  Etatsjahre  1891/92  und  1892/93  2  Berichte  der
Reichsschuldenkommission,  15  Denkschriften,  Berichte  und  Uebersichten  ect.
welche  durch  Kenntnisnahme  erledigt  sind.  Es  haben  die  verfassungsmäßige
Zustimmung  seitens  des  Reichstags  erhalten:  21  Gesetzentwürfe,  einschließlich
  des  Reichshaushaltsetats,  des  Haushaltsetats  für  die  Schutzgebiete  und  der
Nachtragsetats,  1  kaiserliche  Verordnung.  Abgelehnt  sind  2  Gesetzentwürfe.
Die  Rechnungen  der  Kasse  der  Ober-Rechnungskammer  und  ein  Bericht  der
Reichsschuldenkommission  sind  durch  Erteilung  der  Decharge  erledigt  worden.
Die  Uebersichten  der  Reichsausgaben  und  Einnahmen  für  die  Etatsjahre
1892/93  und  1893/94  sind  durch  vorläufige  Genehmigung  der  nachgewiesenen
Etatsüberschreitungen  erledigt.  Die  Uebersichten  der  Einnahmen  und  Ausgaben
  der  Schutzgebiete  sind  unerledigt  geblieben.  Unerledigt  blieben  ferner:
4  Gesetzentwürfe,  8  allgemeine  Rechnungen  und  1  Bericht  der  Reichs-Schuldenkommission.
  Ein  Antrag  auf  Erteilung  der  Ermächtigung  zur  strafrechtlichen
  Verfolgung  gegen  ein  Reichstagsmitglied  während  der  Dauer  der
Session  wurde  abgelehnt.  Von  den  Mitgliedern  des  Reichstags  wurden
eingebracht:  30  Gesetzentwürfe,  35  Anträge,  7  Interpellationen.  Von  den
vorgeschlagenen  Initiativgesetzentwürfen  haben  4  die  Genehmigung  des
Reichstags  erhalten,  1  Antrag  ist  zurückgezogen,  3  Anträge  sind  abgelehnt,
über  einen  Antrag  ist  Uebergang  zur  Tagesordnung  beschlossen,  21  Anträge
bleiben  unerledigt.  Von  den  Anträgen,  welche  Gesetzentwürfe  nicht  enthalten,
  sind:  13  erledigt,  3  abgelehnt,  19  bleiben  unerledigt.  Von  den
eingebrachten  Interpellationen  find  5  beantwortet  und  im  Plenum  zur  Verhandlung
  gekommen,  1  ist  zurückgezogen  und  bei  1  ist  die  Beantwortung
abgelehnt.  Die  Kommissionen  haben  109  schriftliche  und  34  mündliche  Berichte
  erstattet.  Petitionen  sind  59  894  eingegangen,  darunter,  26  060  betreffend
  die  Abänderung  des  Strafgesetzbuches,  des  Militärstrafgesetzbuchs
und  des  Gesetzes  über  die  Presse;  10  509  betreffend  die  Abänderung  des
Militärpensionsgesetzes,  Ehrensold  ect.;  6057  betreffend  das  Impfgesetz;  3886
betreffend  die  Tabaksteuer;  5988  betreffend  den  Verkehr  ect.  mit  Magarine;
859  betreffend  die  Abänderung  der  Gewerbeordnung  (Hausierhandel  ect.);
760  betreffend  die  Genossenschaften,  Konsumvereine  ect.;  613  betreffend
kommunale  Besteuerung  des  Weins;  406  betreffend  den  Zoll  auf  Ouebrachoholz
  ect.;  340  betreffend  die  Zuckersteuer;  305  betreffend  den  Einund
  Verkauf  ausländischen  Getreides  durch  das  Reich;  68  betreffend  den
Handelsvertrag  mit  Argentinien;  92  betreffend  die  Binnenschiffahrt  und
Flößerei;  319  betreffend  die  Währung;  316  betreffend  die  Branntweinsteuer.
  Die  Petitionen  haben  folgende  geschäftliche  Behandlung  erfahren:
10  598  Petitionen  find  dem  Herrn  Reichskanzler  überwiesen;  32  Petitionen
sind  durch  Uebergang  zur  Tagesordnung  erledigt;  30  527  Petitionen  sind
durch  Beschlüsse  des  Reichstags  für  erledigt  erklärt;  1242  Petitionen  sind
zur  Erörterung  im  Plenum  für  nicht  geeignet  erachtet;  1283  Petitionen,
über  welche  Kommissionsberichte  vorliegen,  sind  nicht  mehr  zur  Verhandlung
im  Plenum  gelangt;  3  Petitionen  wurden  zurückgezogen;  16  209  Petitionen
sind  auch  in  der  Kommission  nicht  mehr  zur  Beratung  noch  Beschlußfassung
gelangt,  darunter  6057  Petitionen,  betreffend  das  Impfgesetz,  5988  Peti-