III.
Portugal.
12. Januar. (Lissabon.) Portugal und Brafilien.
Das Kriegsgericht spricht einstimmig die Kapitäne der portugiefischen
Kriegsschiffe frei, an deren Bord brafilische politische Flüchtlinge nach dem
La Plata entkommen waren.
14. Februar. Den Lehrern an Staatsanstalten werden antimonarchische
Kundgebungen untersagt.
12. März. Absendung von Verstärkungen nach Laurenco
Marques.
16. März. Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen
mit Brafilien.
23. März. Die Azoren erhalten Selbstverwaltung.
Anfang April. Wahlreform.
Die Abgeordnetenzahl wird von 180 auf 120 vermindert. Die Anzahl
der Advokaten und Aerzte darf 20, die der Beamten 40 nnicht übersteigen,
Rechtsanwälte und Direktoren von Gesellschaften, die zur Staatsverwaltung
in Beziehungen stehen, ebenso aktive Militärs, ausgenommen
Generäle, find nicht wählbar. Die Prüfung der Wahlmandate liegt einem
besonderen Gerichtshof ob.
Die Progressisten lehnen die Reform ab und proklamieren Wahlenthaltung.
9. Juli. (Lissabon.) Unterzeichnung eines Handelsvertrags
zwischen Portugal und Rußland.
Oktober. November. Reise des Königs nach Frankreich,
Deutschland und England. (Ankunft in Paris am 5. Oktober,
Rückkehr am 16. November.) Vgl. Italien.
17. November. In den Corteswahlen erringt die Regierungspartei
90 Mandate.
29. November. Reform der Pairskammer, deren Mitgliederzahl
vermindert wird.