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wollen, eingebracht werden, und sodann überlegen, von welcher Art Waaren
hier im Lande noch Manufakturen anzulegen, hiernächst Euch einen ordentlichen
Plan machen, wo und an welchen Orten das zum Besten an—
gehet, auch welche Art Manufakturen für jeden Ort zum Besten sich
schicken; wobei denn, wie gesaget, vorzüglich auf solche Gegenden zu
reflektiren, wo das Getraide wohlfeil ist, und wo auch die Waaren nach
Polen und auch sonsten gut debitiret werden können; denn die Städte
zu formiren, gehet ohnmöglich anders an, als durch Manufakturen, die
machen die Consumtion und geben dem Lande dadurch Nahrung, und
müssen dazu auch solche Oerter am ersten genommen werden, wo es
wohlfeil zu leben ist, damit die Manufakturiers um so wohlfeiler arbeiten,
und daher die Waaren auch um so bessern Preis verkauft werden können,
um so viel mehrerern Debit haben sie alsdann. In einer jeden Provinz
sind das die beiden Hauptstücke, erstlich dahin zu sehen, daß das Land
gut und gehörig bestellet, und daß daraus gezogen wird, was nur an—
gehet; zu dem Ende müssen die Unterthanen zu allem Fleiß und zur
guten Kultur ihrer Felder aufgemuntert und angewiesen werden; besonders
ist hier der Fehler, daß sie zu weitläufig und zu viel Land aussäen,
mehr als sie mit ihrem Dünger bestreiten können, welches denn die
Ursach ist, warum sie so wenig von ihrem Acker gewinnen; werden sie
aber darin recht unterrichtet, und angewiesen, statt 8 Morgen, die sie
nicht gehörig bemisten können, nur 4 Morgen zu bedüngen, und die
dann ordentlich zu bestellen, so werden sie weit mehr profitiren; sodann
muß auch aller Fleiß angewendet werden, artificielle Wiesen zu machen,
damit die Leute mehr Vieh halten und mehr Dünger für ihre Felder
haben können. Das 2. Hauptstück ist, die Städte in den Stand zu bringen,
daß sie mehr Korn consumiren und daß die Landleute, die sonsten
nirgends damit hinwissen, solches dahin absetzen können, und dieses ist,
wie oben gesaget, anders nicht, als durch Anlegung nützlicher Manufokturen
zu bewirken. Hiernächst ist auch darauf zu denken, den Hopfenbau
stärker zu betreiben, welches an solchen Orten am besten angehet,
wo Defrichements gemacht werden; zu dem Ende muß man suchen Hopfengärtner
aus dem Dessaischen zu kriegen; die verstehen solchen am besten
zu bauen, damit die Provinz ühren Hopfenbedarf selbst gewinnt, und
nicht nöthig hat, fremden zu kaufen, sondern das Geld dafür im Lande
verdienet wird. Zuvor aber muß ordentlich untersucht werden, wie viel
Hopfen überhaupt in der Provinz zur Consumtion erforderlich ist, wie
viel im Lande bisher gewonnen und auch fremder eingeführt worden,
hiernächst wie viel Land dazu gehöret, um den fehlenden Hopfen hier
anzubauen, und in welchen Gegenden es zum besten und zum convenablesten
ist, die neuen Hopfengärtner anzusetzen. Ferner wird es angehen,
daß in der Provinz Glashütten, von dem weißen Scheibenglas, das hier
noch gar nicht gemachet wird, angelegt werden, nur muß man dazu solche
Gegenden nehmen, wo überflüssiges Holz ist, und wo der Absatz und
Transport der Glaswaaren gut angehet. In der Absicht werde ich zu-