Full text : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1810. (5)

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machermeister  veralkordirt  werden,  wozu  die  Liebhaber  sich  einfinden  wollen.  Den  26.  Merz  1810.

·  »  -.Kdn.uchthaus-Pflega1nt.
Heiligkreuzthal.  Die  wohl  eingerichtete  hiesige  herrschaftliche  ischraue  und  Brannten-=weinbrennerei,
  wobei  sich  ein  vollständiges  Brau=  und  Brenn-Geräthe  befindet,  wozu  ausser  dem  ges

ränmigen  Wohn=  und  Wirthschafts-Gebäude,  und  den  nöthigen  Kellern  und  Stallungen  auch  noch
54  Ichrt.  34  Ruth.  Akero  und  3  Ichrt.  Vrt.  83  Rth.  zweimädige  Wiesen  gehbren,  und  deren  Absaz
  durch  12.  zum  Theil  bedentende  Bann-Wirthschaften  gesichert  ist,  wird  auf  allerhöchsten  Vefehl
von  nächst  Georgit  an  auf  0  Jahre  wiederum  an  den  Meistbietenden  verliehen  werden.  Und  da  hierzu
Samstag  der  7.  Apr.  d.  J.  bestimmt  ist,  so  werden  die  Bestandölustigen  hierdurch  eingeladen,  sich  mit
obrigkeitlichen  Jeugnissen  über  ihr  Prädicat  und  ihre  Vermögens=  Umstände  versehen,  an  dem  gedachten
  Tag  Vormittags  10  Uhr  in  der  hiesigen  Cameralverwaltung  einfinden  zu  wollen.  Den  20.  Merz
1810.  Kreissteneramt  Ehingen  und  Cameralamt  Heeiligkreuzthal.

Leonberg.  Allergnädigst  befohlenermaßen  wird  die  herrschaftliche  Sommer=  und  Winterschaafweide
  zu  Heimerdingen,  Leonberger  Ober=  und  Cameralamts,  deren  Bestand  auf  nächkommen

1  (  nd  Michaelis
  zu  Ende  geht,  Samstag  den  14.  April  d.  J.  wieder  neuerdingen  auf  3  Jahre  in  dffentlichem
Aufstreich  verliehen  werden.  Die  Bedingnisse,  unter  welchen  sie  verliehen  wird,  kann  ein  Liebhaber

  mit  allen  Umständen  bei  der  Kdnigl.  Cameralverwaltung  täglich  vernehmen;  vorläufig  aber  dienet
  zur  Nachricht:  daß  dieselbe  mit  3so  Stüken  vermischter  Waare  beschlagen  wird;  daß  bei  der
Heerde  spanische  Widder  gehalten  werden  müssen;  daß  die  Schäferei  auf  ##  benachbarten  Markungen
eide  und  Zufahrt-Gerechtigkeit  in  lagerbüchlich  bestimmter  Maße  zu  genießen  hat;  baß  ein  Beständer
  neben  der  gewöhnlichen  mit  Stallung  versehenen  geräumigen  Schäferei-Wohnung,  auch  noch
eine  besondere  herrschaftliche  Schener,  nebst  den  darinn  befindlichen  Stallungen  zum  Gebrauch  bekommt;
  daß  er  den  Hen=  und  Oehmd-Zehenden  von  ungefähr  30  Morgen  guten  Wiesen  auf  Heimerdinger
  Markung  beziehen  darf;  und  dann,  daß  die  Liebhaber  ihres  Vermdgens  und  ihrer  Aufführung
  halber,  mit  ebrigkeitlichen  Zeugnissen  versehen,  bemelten  Tags  Vormittags  10  Uhr,  sich  auf  dem
Heimerdinger  Rathhaus  einfinden,  und  zu  Stellung  eines  annehmlichen  Burgen  gefaßt  halten  musfen.
  Den  23.  Merz  1810.  *  Köon.  Cameralverwaltung.
Maulbronn.  Der  Schaafweide-Bestand  in  Schuzingen  gehet  an  Michaelis  d.  J.  zu  Ende.  Am
24  Man  Vorlitiügs  9  ls  a4o,  auf  dem  Rathhause  in  Schüzingen  eine  neue  Vrrleihung  von  Michaelis
  1810  bis  1813.  vorgenommen  werden.  Die  Schaafweide  kann  mit  300  Stüken  beschlagen  werden,
  wovon  aber  die  Bürgerschaft  1#  Stüke  einschlagt.  Der  Beständer  hat-freie  Wohnung  und
Stallung  und  zwei  Küchengärtlen  zu  geniessen.  Bei  der  Verstaigerung  wird  niemand  zugelassen,  wer
sich  nicht  durch  obigkeirliches  Jeudniß  über  sein  Prädikat  und  Vermdgen  gehdrig  ausweisen  kann.
Den  20.  Merz  1816.  —  Oberamt  Maulbronn.
Maulbronn.  Der  Schafweid-Bestand  in  Gündelbach  gehet  an  Michaelis  d.  J.  zu  Ende.  Am
25.  April  Vormittags  0  Uhr  wird  auf  dem  Rathhaus  dieses  Orts  eine  neue  Verleihung  von  Michaelis
  18ro  bis  r813.  vorgenommen  werden.  Die  Schaafweide  darf  der  Beständer  mit  125.  und  die
Bürgerschaft  mit  123  Stüken  beschlagen.  Für  Wohnung  und  Stallung  muß  der  Beständer  selbst  soren.
  Bei  der  Versteigerung  wird  niemand  zugelassen,  der  sich  nicht  durch  o  rigteitliches  Seugniß  über
ein  Prädikat  und  Vermogen  ausweisen  kann.  Den  20.  Merz  1810.  beramt  Maul  ronn.
Urach.  Der  von  hiesiger  Stadt  eine  halbe  Stunde  entfernt  gelegene  herrschaftliche  Viehhof
  der  Pfählhof  genannt,  dessen  bisheriger  o  jähriger  Pacht  auf  nächstkünftig  Georgi#i  zu  Ende  geht,
wird  nach,  Kdnigl.  allergnädigstem  Befehl  wiederum  auf  Neun  Jahre  bis  Freitag  den  73.  Apr.  d.  J.
an  den  Meistbietenden  verliehen  werden.  Dieses  Hofgut  bestehet  in  1  Wohnhaus,  worinn  2  Stuben
mit  eisernen  Oefen,  Kammern,  1  Küche,  1  Keller,  und  noch  ein  besonderer  Käskeller  befindlich,
2  Scheuren  und  Wiehstallungen  zu  60  Stäk,  1  Käshäuslen,  1  Wagenhütte  und  Schweinsteigen  zu
6  Stük,  desgleichen  an  Gürern  in  2  umzäunten  Küchengärtlen  von  2  Vrtl,  ein  Krantgarten  von
1  Trtl.,  in  #10  Mrg.  2  Vrtl.  8  Rth.  Aekern,  73  Mrg.  15  Rih.  Heu-und  Oehmd-Wiesen  und  175
Dg.  Viehwaiden;  aubei  hat  ein  Beständer  flirsr7  fl.  Deeh,  J5  fl.  r  kr.  Geschirr  und  Hausrath,
auch  alle  Jahr  36  Fuder  Stroh=  und  12.  aufgemachte  Klafter  Holz  unentgeldlich  zu  empfangen  u.
zu  genießen,  hingegen  muß  er  dem  Kdn.  Oberforstamt  das  Hauer=  und  Sezerlohn  bezahlen,  auch  er-