1526.
Mai 7,
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seit getrost, der alt got lebt noch, ist auch noch eben so gewaltig
und mechtig als da er die Ifsraelitten vor dem Pharon erhielt. —
Von neuen zeitungen zeig ich eur erberkeit ane, das neulicher
tag Adam von Thungen mit 400 pferden und 600 zu fues, weliche
sich alle zue Felberg gesammelt, denen von Rotemburg in die
landwer gefallen und ob dreilsig dorfen geplundert und verprant,
auch fur Rotemburg geruckt und etlich schufs hinein gethan, doch
den hintern fues nit lang steen lassen. rurt die forderung dohere,
das etlich der von Rotemburg bauern sollen dabei gewest sein,
das Adamen von Thungen etlicher schad in der ergangen aufrurn
begegent; aber ubr ir erpieten, das sie willig weren, wie inen
dieselben angezeigt, rechts gegen inen ergeen zu lassen, darzue
das sich das keiserlich regiment in die sach geslagen und tag
angesetzt, ist soliche beschedigung gefolgt. wurdet bei menniglichen
vermuettet, ein zuschub von iren genachperten geistlichen
herzen ') und iren anhengern sei, dann schir eitel derselben amptleut
dabei gewesen. ob nun die von Rotemburg die hend in
buesen schieben werden, ist guet zu urteln; was aber daraus werden
wurd, gib ich eur erberkeit zu bedenken.
So ıst euch ungezweifelt bewist, wie bei mennglichen der
kei. Mt. ankunft in Italien ein grols gerucht gewesen; aber von
den leuten, so alle tag von denselben orten hierher gelangen, vernimm
ich bei weitem nit, das mit dem vorigen geschrei sich vergleichen
will.
Des reichstags halb gib ich eur erberkeit zu erkennen, das
furstliche Durchleuchtigkeit aus dem land zu Schwaben und, als
man sagt, wol mit 700 pferden gerüst gen Speyer werts ist angeritten.
meine herrn haben auch ire rathspotschaft verordent,
wurdet in wenig tagen zue Speyer ankumen, und wer" nit ubel
gethan, das sich die cristlichen in sachen das wort gotts bedreffen
zusamhielten. hab genzlichen dafur und des ein wissen, das meins
‚gnedigen heren landgraffen gesandten bei meiner herrn potschaft
allen gueten willen finden und sich des hinwiderumb versehen
werden.
Das hab ich euer erberkeit in eil als meinem lieben herrn,
den ich in die pfleg und versehung gots des almechtigen bevilch,
nit wollen verhalten.
Datum am 17. mai 1526.
J. Rorer.
ı) So die Vorlage.