gedehnt werden. Nur östlich der Argonnen kam ein erhebliches Auswelchen
nicht in Frage. Die 5. Armee bildete an dem gefährdetsten Bruchpunkt der
Westfront deren Eckpfeiler. Eine größere Geländeaufgabe hier konnte
schwerwiegende Folgen für die ganze Westfront haben. Das Ausweichen vor
feindlichem Großangriff war daher gegebenenfalls auf die 7., I. und 3. Armee
zu beschränken.
Die technische Vorbereitung des Ausweichens erforderte den Weiterund
Meubau tabtischer und operativer Riegel, Beschleunigung des Ausbaues
strategischer Stellungen, zu deren Verstärkung großeUberschwemmungsvorbereitungen
in Angriff genommen wurden, Ausbau und Neuanlage von
Bahnen, Versorgungeeinrichtungen aller Art, kurz eine Inanspruchnahme
aller Arbeitebräfte bis zum äußersten auf viele Monate. Die taktischen
Vorbereitungen konnten sich an die Erfahrungen der Siegfried-Bewegung
anlehnen. So entstanden bereits im Sommer 1917 unter dem Decknamen
„Gudrun" die Vorarbeiten für die Rückzugsoperation der 7., I. und
3. Armee, die in der zweiten Zälfte des Jahres 1918 von großer Bedeutung
werden sollten.
DOle mntschließungen für die Führung der Abwehr, die an uns angesichts
der Unsicherheit über die rechtzeitige VDerstärkung der Abwehrfronten
im Sommer 1917 herantraten, berühren Fragen, die für die Beurteilung
der gesamten Verteidigung der Westfront wichtig sind. Wenn
heute, nachdem der Wrfolg entschieden hat, und ein größerer Abstand von
den FErelgnissen gewonnen ist, der eine oder der andere der im Laufe der
letzten RKriegsjahre gefaßten Entschlüsse vielleicht als weniger zweckmaßig
erkannt wird, so ist das vielfach Treppenwitz. Die Schwierigkeiten und
Zemmungen, die sich der Entschlußfassung entgegengestellt haben, werden
dabei leicht unterschätzt oder übersehen. .
Solange die Aussicht auf angriffsweise Lösung bestand, war es geboten,
an ihr festzuhalten. Zierzu bedurfte es eines umfassenden Uberblicks
über die Zräfte, die zur Derfügung standen. Der Seeresgruppe
fehlte im allgemeinen dieser Uberblick. Nur die G. S. 1. konnte und
mußte ihn haben. Aber auch ihr wurde er durch die Ausdehnung der
verschiedenen Kriegstheater und die vielen unvorhergesehenen Wechselfälle
auf ihnen erschwert. Bedenben über die Weiterführung der Abwehr im
Westen und der Offensivoperationen auf den übrigen RKriegstheatern brachen
sich bei meinem Thef und mir immer wleder Bahn. Das Bewußtsein,
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