116 Siebentes Kapitel.
der Reihe mit allen Prinzen; ebenso der Prinz zuerst mit der Kaiserin
von Rußland, dann mit allen Prinzessinnen. Nachdem damit der Fackeltanz
beendigt war, begab sich der feierliche Zug der Hochzeitsgäste wieder
zu den Zimmern Friedrichs J. zurück, wo nach alter Sitte des Berliner
Rofes die neu ernannte Oberhofmeisterin der Prinzeß Wilhelm, Frau von
Jagow, das „Strumpfband“ an die Anwesenden verteilte: eine Zeremonie,
mit der das Vermählungsfest sein Ende erreichte.
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Wilhelm von Preußen (1829).
Am folgenden Tage siedelten Hrinz und Hrinzessin Wilhelm in das
Cauentziensche Palais — Unter den Linden 37 — über. Es war dem
Drinzen als Dienstwohnung überwiesen. Später kaufte er es sich und
ließ es durch den Baumeister Langhans umbauen. In dieser Neugestaltung
ist es bis an sein Lebensende die Wohnung des Orinzen geblieben:
auch dem König und dem Kaiser genügte es. In der ersten
Stage lagen die Simmer der Orinzessin und die Gesellschaftsräume; im
Erdgeschosse wohnte der Prinz. Eine Wendeltreppe führte direkt zu den
Simmern der Hrinzessin bhinauf. Das letzte zweifenstrige Simmer links