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396. Durlach. () Albert Gustav Knapp, Sohn des gesunden
Bäckermeisters Gottlieb Knapp in Berghausen, wurde am 7. 11. 1910
geboren und war bis zur Impfung völlig gesund. Bezirksarzt
Dr. Gayer impfte das Kind am 7. 6. 1911. Der Arm verschlimmerte
sich und 8 Tage nach dem Impfen kam Durchfall und Erbrechen
hinzu. Krankenschwester und Leichenschauer sagten, das Impfen trage
die Schuld an dem dann am 22. 6. 1911 erfolgten Tod. Das Erbrechen
hörte etwa 5 Tage vor dem Tode auf, sodaß die Eltern glaubten,
es trete eine Besserung ein.
Erst gab der Leichenschauer den Fall zu und hinterher gibt er
eine Krankheit an, an welcher das Kind in der letzten Zeit überhaupt
nicht mehr krank war.
Dazu schreibt das Großh. Bad. Bezirksamt Durlach an das
Bürgermeisteramt Berghausen:
„Dem Bäckermeister Gottlieb Knapp, Eheleuten, ist zu er-
ôoffnen, daß, soweit uns eine Feststellung noch möglich
war, der Tod Ihres Kindes Albert auf Verdauungsstörungen —
Brechdurchfall — zurück zu führen ist und dem Leichenschauer
Gröhbühl soweit mit Unrecht der Vorwurf gemacht wurde, er habe
auf dem Sterbeschein die Todesursache unrichtig angegeben; vor
allem konnte keinerlei Beweis erbracht werden, daß er bewußt
unrichtige Angaben gemacht hat.“
Er gab also eine Krankheit an, an welcher das Kind in der
letzten Zeit überhaupt nicht mehr krank war, nämlich Brechdurchfall.
397. Durlach. () Das Kind des Polizei-Sergeanten A. starb
infolge der Impfung, einige Wochen nach derselben, im Sommer 1911.
Ein Bekannter äußerte: „Wenn er, A., nicht den bunten Rock anhätte,
dann ginge er mit dem Fall an die Oeffentlichkeit.“
398. Diemarden. Die Göttinger Zeitung veröffentlicht nach-
stehende Mitteilung: „Zu den Unsummen der alljährlichen Impf-
schäden kann aus Diemarden ein Fall berichtet werden, welcher zeigt.
welch gefährliches Gift in den Eiterpusteln der geimpften Kinder ent-
halten ist und welche Folgen durch die Uebertragung des Impfgiftes
auf nicht geimpfte Personen entstehen können. Einem hiesigen Ein-
wohner wurde das 1 Jahr alte Kind geimpft, dessen Folgeerscheinungen
nach etwa 10 Tagen in der heftigsten Weise zutage traten. In diesem
Stadium hatte das Kind, trotz der gebotenen Vorsicht, sich öfters zur
Nachtzeit an den Blattern gekratzt, wodurch an die kleinen Händchen