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und die Kurfe in Buchführung, Kalkulation, Wechsellehre usw.,
die der staatsbürgerlichen und kaufmännischen Ausbildung dienen
follen. Die Kurfe sollen auch auf die Ersetlich eingerichtete
Meisterprüfung vorbereiten, von deren Bestehen das Recht, Lehrlinge
zu halten, abhängt. Außerdem sind in einigen größeren
Städten staatliche Meisterkurse eingerichtet. Die Kurse dauern
2—8 Wochen und sollen den selbständigen Meister oder älteren Gesellen
mit dem neuesten Stand seines Gewerbes bekannt machen.
Die Kursisten zahlen ein geringes Honorar und können bei Bedürftigkeit
ein Stipendium erhalten. Auch viele Kreise haben
eine Summe dafür ausgeworfen.
3. Die wirtschaftliche Förderung des Landhandwerks. Leider
liefern viele Landhandwerker Masfenwaren, z. B. Schuhe, Stühle,
Kommoden, Körbe, Töpferei-, Pebereiwaren ausschließlich nach
der Stadt an Zwischenunternehmer und geraten dadurch in eine
Abhängigkeit von den Auftraggebern, die sie endlich zwingt, bei
harter Arbeit mit geringstem Verdienst zufrieden zu sein. So z. B.
gibt es in der Provinz Hannover Landorte, wo ganze Schuhmacher-
oder Tischlerkolonien ein karges Dasein fristen, weil ihre
Produkte, die fie früher selbst auf den nächsten Stadtmärkten verkauften,
heute zu billigen Preisen an Fabriken oder Zwischenhändler
gehen. Als wirkfames Hilfsmittel dagegen wie auch gegen
die Konkurrenz der Fabrikware, kommt das Genossenschaftswesen
in Frage. Es gilt, die hier und da dicht zusammensitzenden Schuhmacher,
Schneider, Tischler, Maler, Töpfer, Korbmacher zu gemeinsamen
Absatz zu veranlassen.
In Eimbeckhausen a. Delster, EW—) Hannover, brachten früher dle
reich vorhandenen kleinen Tischler ihre Massenwaren, Stühle,
ler usw. 5 zu Martte. Sie S35 dabei in immer größere Not,
onde ih
holländischen Häfen zum WisY en gros nach den #ustane. sdse
Organisation des Sbsate und Veränderung des Absatzes hat ein intelller
Mann, der heute noch die Genossenschaft leitet, geschaffen. Der
atigens Stand der Genossenschaft ist 24 Mitglieder. 1907 betrug der Um-E
33 839 Mk. und ** 4675 Mk. Reingewinn. Am Schlusse des Ge-Saeftsjahres
wurden 7 uo- vom Werte sämtlicher ablekererter.
Waren verteilt. — Vergl. das Beispiel der VBernauer Holzarbeitereslenschof#,
e. G. m. * : im Kapitel „Industriel Nebenerwerbsige“
S. 131. Eine noch ; unge Gründung ist der „Thäüringer Hanbrechslerverein“,
welcher au etreiben des Konimekzirmralg Grübel
im August 1006 gegründet wurde. (Vergl. auch den Thüringer Handweberverein
S4n# —— im ban itel „Hausindustric und
Hausfleiß“, S. 130.) Wie bei jeder Pinaledn ist auch im Drechsler-1
h## dessen Gcheugniffe in der ganzen Welt abgesebt werden, die
Gefahr groß, daß bei dem Wechfel von An ngebet und Nachfrage auf dem
Welinan die Vreise. dem e werden und die Löhne auf ein zu geringes
Maß herabsinken. Die Drechsler haben in den vergangenen