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d. großen Kriege 15; sein (eines Vulcans) spruhendes
getos Goethe Wanderj. 2, 10; frei, bildlich: blitze soruhn
aus den bescelten blicken Schiller Pegas. im Joche:
die gedanken spruhen ihm hervor, wie unter dem
hammerschlag die fuuken Nanke Werle 1, 210; auch
hier mit Begriffstausch: tausend cdIsteine spruhn in
meinem schacht Rückert Licbesfr. 3, 51; das sprüben
der dunklen augen Moltke 6, 50; von Perfonen:
wenn ieb gleich von flammen spruhe Arndt 338; —
trans., mit dem Acc. der Wirkung: scuer, funken
epruhen; ch die wolke platzt und blitze spruhet
Wieland Perv. 3, 366; wild schnob der rapp, und
sprubte feuerfunken Bürger Lenore; die wolken
spruhen regen Abelung; rosse . die flackerpdes gestrahl
aus ibhren nustein spruhn Freiligrath 2, 121:
übertragen: sein geist sprubt gedanken, witze; von
Gerüchen: dufte sprobt die junge sprosse fernehin
Platen Gas. 3; ciwas ansprühen: die wolken sind
mit reichen duftröthen angespruht Rückert Liebeöfr.
3, 469. Dazu: Sprühregen, m. Regen der nur sprüht,
nicht gießt: siel ein feiner snruhregen Moltke 3, 421.
Sprung, m. Handlung des Springens, ahd. mhd.
sprune, nach den verschiedenen Bed. des Verbums; in
alter Spr. von dem Emporklommen lebendigen Wassers
(ogl. ursprung) und dem Ort, da es geschieht: daz
Wagzer niender ist sõ guot, sö dã cz üg von sprunge
gät Minnes. 2, 2300; vom Aussprießen der Blumen:
die bluomen stänt in sprunge Frauenlob Frauenleich
12, 24; die Bed. des gewaltsamen Lostrennens
einzelner Teile eines festen Körpers bat sich dagegen
erst spät ergeben: dur saite prung Müllner Schuld
1, 1; Stelle die dieses Lostrennen anzeigt: spruug in
einem felsen, steine; das glas hat einen sprung Abelung:
freilich 2eigst du (Schale) manchen sprung
Geibel 8, 29; vasen welebe sprunge und risse bekommen
haben Moltke 6, 100; sprunge der haut,
hünde, u. a.; — am meisten feit Alters von lebenden
Wesen: sprunge eines manncs, basen, hirsches; sprun,
cines frosches ins wasser; weiter. hoher, groszer sprung.
sprung uber einen graben (Schiller Ränb. 1, 2), von
oiner brucko (Tell 1, 2); mit Gegensätzen: das leben.
besonders dus sittliche, hat fug, dann sprung, dunn
sehritt, endlieh stand JPaul Levana 1, 26; in festeren
Verbindungen: einen eprung springen (s. d.), wagen.
machen, thun; diu tuot mancgen geilen sprune Neithard
L, 17; in vollem sprunge; der min wine verit
al in sprungen Williram 35,1; l#n sprung begriffen
Brockes 6, 210; lüuft . in cinem sprung bis zum
paluet Wieland Hann u. Gulp. 187; uber deinc gartenheeken
sprüng ich, hops! mit Eäinem sprung Göcking!
Lieder zweier Lieb. 51; wenn man es (ein Pserd) in
langen sprungen laufen lassen kann Moltle 6, 270;
ink wie's ieh im sprung Arndt 180; von besonderer
Art des Springens: sprung eines tänzers, turners.
gnuklers; dasz sie . zum vergnugen der gesellschaft.
sprunge und münverchen machen mussen Leffing
Dram. 93; im Heerwesen Kommando für sprungweises
Vorgeben: eprung! Ex. Regl. 52; in bildlichen Nedensarten:
wurden wir mit unserm beitritt nichts anders
Wie einen eprung ins finstere thun Bismarck an
Gerlach 208; jemanden auf e’nen sprung besuchen, vu
jemanden auf einen sprung kon men, in Eile, flüchtig;
auf dem sprunge stchen, sein, sich eben auschicken: da-z
der oberschenk von Bock auf dem sprunge sci, um
die lady zu werben Schiller Kab. 3,2; auch: ich
lize bis elf auf dem sprunge Moltke 6, 197; einca
auf die sprunge bringen (zu etwas belsen) Frisch; in
die sprung kommen (recht in die Sache Garg. 27;
einem auf die sprunge kommen, merken wo er hinauswill
Bismarck Red. 7, 196; uberliesz (s meiner in-#e
Uigenz, seiner groszmut gleichsam auf die sprunge
zu kommen Gaudy Er'. 14; bin ich richt etwa wieder
Sprühregen — Sprung.
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auf meine alten sprunge gekommen?! Lesfing Brie
1756; jemanden hinter die sprunge kommen, seine
Ränle entdecken, jimanden auf die sprunge helfen, ihm
Rat für Kunstgriffe erteilen Adelung; sprunge machen,
etwas Ungewölnliches, Waghalsiges unternebmen:
machen Sie solche sprunge vicht! Bismarck Red.
6, 29y1; heine groszen sprunge machen können, nichts
Wichtiges ans Mangel der Hilfsmittel unternehmen
lönnen Adelung; tio reitersmann, der das voraus
denkt, wird keine grosze srunge machen Goethe
Götz, Bühnenbearb. 2, 13; jemanden ricle sprunge
machen, ihm viel zu schaffen machen Adelung, u. a.;
— sprung als Ziel des Sprunges: du sprangest und
best deinen sprung versehlt Wildenbruch Geueralfeldob.
3, 2; als Maß: drier sprunge lane Nib. 8d79;
es ist nur ein sprung bis dabin Campe, vgl. katzensbrung;
— sbrung uneigentlich: sbrung der gedanken,
in reden; der sprung . . aus dem ruhigen in das
stumische Lesfing Dram. 27; lasz dic wilden sprunge,
komm zur sache Grabbe 2, 251; daez unser wesen
nichts ist als sprung des gebluts Schiller Ränb. 5, 1;
den fröblichen sprung deiner geister Fieslo 3, 1; zwan
machte die natur auch dieszmahl kinen sprung Wieland
Perr. 3, 34; einen so Dplötzlichen sprung von
weisz auf schwarz Lessing 10, 129; — sprung. von
der Befruchtung großer Tiere: dasz er (der Hengs)
seine spFronze thue oec. Lex. 213; — in tcechnischen
Bed.: Knochen am Vordersuße des menuschlichen und
tierischen Körpers, astrugalus, talus (vgl. dazu hasensPrung);
seine (des Hafen) lange hinterbein, welche
man soust sprunge nennet Brockes 9, 254; im Bergwerle,
sprunk, das Absetzen eines Flötzes oder Ganges
von feiner Richtung; bei Fischern eine besondere Art
Angel zur Sprungfischerei (s. d.); bei Webern # it enm
sprung weben, in einer besonderen Art, wobei die Einschußfäden
durch einen einzigen Schlag mit der Lade
eingeschlagen werden, bei Tuchmachern sbrung von
unten, unterer Teil der Kette oder Unterfach Zacobsson.
— Dazu: Sprungfischerci, f. das Angeln solcher
Fische, die mit einem Sprung den Köder zu erhaschen
suchen. — sprunghaft, nach der Art eines Sprunges:
diesez kecke und sprungbafte geplander CF Meyer
Jenatsch 133. — Sprungriemen, m. breiter Niemen der
einem Pferde vom Bauchgurt bis zum Zaume angelegt
wird, um das Schnellen mit dem Kopfe zu verhüten. —
sprungweise, nach der Weise eines Sprunges: drangen
nun die Bayern sprungweise vorgchend in llachette.
cin Moltke 3, 125; sprungweise darlegung seiner gedinken.
Smucke, k. Speichel; Wort der niedrigen Rede in
Norddenutschland. — spucken, Speichel auswersen: urfprünglich
landschaftliches Wort des östlichen Mitteldeutschlands,
der Bildung nach Iterativ zu speien (in
mitteldeutscher Form spawen, spügen /2#—##. Dies.);
feit 16. Ih. allgemein geworden, aber noch immer in
gewählter Spr. gemieden: ich spucke 470 Steinbach;
auf die erde spuck-r Adelung: wie er ranspert.
und wic er spuckt Schiller Wallenst. Lager u; als
Zeichen des Elels, der Verachtung iygl. auch auss,
ucken): Adam schuttelte den kopf. uml spuckte das
abgebissene auf die erde Möser Phant 3, 41; dio
teufel spuckten mir auf den scheitel Freytag Abnen
1, 306; sburkt beim vorlesen der Präüolichen verso
darauf (auf das Blatt) Keller Nachl. 19; als Redensart:
ich spncke auf den kerl, auf die gunze sache;
einem in die schussc sbucken, ihm den Axpetit verderben,
eine Sache verleiden; cincm nuf den 20pf. ihm
einen derten Verweis geben; bei Anfassen schwerer
Arbeit: schreitei drauf zum werk. spuckt in die
hrinde Wieland Perr. 1, 150. Dazu: Spucknapf, m.
Napf für den Sreichel; bildlich cinen als spucknapt
benn?n (Bismarch ved. 6, 13, änfeist
Sprungfischerei — Spucknasf.