Übergangsvorschriften Art. 172—178
lässig ist, von diesem Termin an nach den Vorschriften des
Bürgerlichen Gesetzbuchs.)
Art. 172. Wird eine Sache, die zur Zeit des Inkraft
tretens des Bürgerlichen Gesetzbuchs vermietet oder verpachtet war,
nach dieser Zeit veräußert oder mit einem Rechte belastet,) so hat
der Mieter oder Pächter dem Erwerber der Sache oder des Rechtes
gegenüber die im Bürgerlichen Gesetzbuche bestimmten
Rechte.“) Weitergehende Rechte des Mieters oder Pächters,
die sich aus den bisherigen Gesetzen ergeben, bleiben unberührt,
unbeschadet der Vorschrift des Artikel 171.
Art. 173. Auf eine zur Zeit des Inkrafttretens des
Bürgerlichen Gesetzbuchs bestehende Gemeinschaft nach Bruchteilen finden
von dieser Zeit an die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs Anwendung.-)
Art. 174. Vondem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs
an gelten für die vorher ausgestellten Schuldverschreibungen auf
den Inhaber die Vorschriften der §§ 798 bis 800, 802, 804 -) und des
§ 806 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Bei den auf Sicht zahlbaren
unverzinslichen Schuldverschreibungen sowie bei Zins-,
Renten= und Gewinnanteilscheinen bleiben jedoch für die
Kraftloserklärung und die Zahlungssperre die bisherigen Gesetze
maßgebend.)
Die Verjährung der Ansprüche aus den vor dem Inkrafttreten
des Bürgerlichen Gesetzbuchs ausgestellten Schuldverschreibungen
auf den Inhaber bestimmt sich, unbeschadet der Vorschriften des
§ 802 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, nach den bisherigen Gesetzen.
Art. 175. Für Zins-, Renten= und Gewinnanteilscheine, die
nach dem Inkrafttreten des Bürzgerlichen Gesetzbuchs für ein
vor dieser Zeit ausgestelltes Inhaberpapier ausgegeben werden,
sind die Gesetze maßgebend, welche für die vor dem Inkrafttreten des
Bürgerlichen Gesetzbuchs ausgegebenen Scheine gleicher Art gelten.)
Art. 176. Die Außerkurssetzung von Schuldverschreibungen auf
den Inhaber findet nach dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs
nicht mehr statt.e:s) Eine vorher erfolgte Außerkurssetzung verliert
mit dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs ihre
Wirkung.
Art. 177. Von dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs
an gelten für vorher ausgegebene Urkunden der im § 808 des
Bürgerlichen Gesetzbuchs bezeichneten Art, sofern der Schuldner nur
gegen Aushändigung der Urkunde zur Leistung verpflichtet ist,
die Vorschriften des § 808 Abs. 2 Satz 2, 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs
und des Artikel 102 Abs. 2 dieses Gesetzes.)
Art. 178. Ein zur Zeit des Inkrafttretens des Bürgerlichen
Gesetzbuchs anhängiges Verfahren, das die Kraftloserklärung
einer Schuldverschreibung auf den Inhaber oder einer Urkunde der im
§ 808 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bezeichneten Art oder die Zahlungssperre
für ein solches Papier zum Gegenstande hat, ist nach den bis
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